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              <text>Der unerwartet schnelle Fall der starken russischen Festungen vor dem Ansturm der deutschen Heere hat in der Heimat großen Siegesjubel ausgelöst. Kaum hatte sich ja erst der Jubel über den Fall einer Festung gelegt, meldete der Telegraph schon wieder die Eroberung der nächsten. Die stärksten Bollwerke der Russen an der Weichsel konnten dem entschlossenen Mute der deutschen Jungens nicht widerstehen. Bis Ende August hatten die deutschen Heere in diesem Kriege 22 Festungen erobert, unter diesen einige, die als uneinnehmbar bezeichnet wurden und als die stärksten der Welt galten. Auf die Ereignisse im Osten waren den Sommer durch alle Augen gerichtet. Nach jedem Fall einer weiteren Festung des Feindes tönte Glockengeläut von allen Kirchtürmen durchs Land und gab dem Gefühl innigen Dankes gegen Gott, der die deutschen Waffen sichtbar segnete, lauten Widerhall. In den Städten schmückte sich Haus bei Haus mit Fahnen als froher Dankesgruß der Heimat an die kämpfenden Brüder am fernen Weichselstrand. In Leer zogen nach der Bezwingung der starken Weichselfette Novo Georgiewst die Lehrer und Schüler des Gymnasiums  unter Vorantritt	der	Kapelle	des Landsturmbataillons durch die Hauptstraßen der Stadt zum Kriegerdenkmal, wo Professor Dr. Herthun eine zündene Ansprache hielt und den herrlichen Sieg in begeisterten Worten feierte. Gesang der Nationalhymne und des Niederländischen Dankgebets beendete die erhebende Feier. An der Eroberung von Brest-Litowsk haben die ostfriesischen Kämpfer wohl besonderen Anteil genommen und besonderer Jubel durchflog das Land, als diese wichtigen Feste auch in die Hände der unwiderstehlich vorwärts stürmenden Sieger fiel:&#13;
&#13;
Die Fahnen flattern! Die Wimpel wehn!&#13;
&#13;
Die Festung Brest ist gefallen!&#13;
Herrgott, Du gibst über Bitt und Verstehn. Dich wollen wir preisen vor allem!&#13;
Das starke Bollwerk in Feindesland, von eiserner Faust bezwungen!&#13;
Wie stürmten sie mutig die Eisenwand! Hurra! unsere tapferen Jungen.&#13;
Nun läuten die Glocken am Nordseestrand.- Sie wollen mit jubelndem Klingen&#13;
Euch; Frieslands Jungens im Russenland, Den Dank Eurer Heimat heut´bringen.&#13;
&#13;
Welche Stimmung die Kämpfer beseelte bei den Sturmkämpfen im Russenland geht aus dem Brief eines verwundeten Rheinländers hervor, in dem es u.a. heißt: Bin gesund und munter und fühle mich hier in dem Russennest recht mollig. Meine Verwundung macht mir wenig Hindernis und ich kann alle Tage spazieren gehn. Ihr mögt vielleicht fragen: „wie konnte der nun blos das Unglück haben“, und deshalb werde ich diese Aufklärung senden. Es war an einem Tage, als wir die Russenbande, die sich fortgesetzt in wilder Hast zurückzog, wieder beim Zipfel erfaßt hatten. Ueberall, wo wir durchkamen, war alles von den Kosaken verbrannt; nur einzelne Dörfer waren durch ein hohes Lösegeld oder dadurch, da[ss] unsere Patrouillen den Russen zu hart  auf den Fersen waren, verschont geblieben. Nun waren sie in ihren befestigten Stellungen und am anderen Tage schon gruben wir uns ihnen gegenüber ein und warfen Schützengraben aus. Dann am nächsten Tage hieß es: es geht zum Sturm. Das war eine Freude für alle niedergeschlagenen Glieder, denn wir hatten im Marschieren viel geleistet und waren 18 Kilometer vor Warschau. Um 10 Uhr ging das Feuer der schweren Feldhaubitzen los, da[ss] die Erde bebte und krachte und uns das Herz fast im Leibe sprang vor Freude. Es wurde früh Mittag gegessen und um 1 Uhr hieß es: alles mit Sturmgepäck fertig. Nun gings los, das Gewehr aufgepflanzt, das blinkte in der Sonne. So hatten wir ziemlich 600 Meter gemacht, als die Russen mit Maschinengewehren ein mörderisches Feuer eröffneten. Wir nahmen sofort Deckung und buddelten uns in die Erde ein. Dann hieß es: Sprungweise vorarbeiten, und so kamen wir&#13;
Eine ziemliche Strecke vorwärts. [Zweite Spalte oben]&#13;
Unsere Artillerie funkte, da[ss] es eine Art hatte; mittlerweile wars zum Regen gekommen und wir lagen nun schon auf 50 bis 60 Meter, wo die schweren Geschosse einschlugen. Nun war ich im Begriff, mal schnell einen Blick über die feindliche Stellung zu werfen, bei dem ich auf die Knie mu[ss]te, weil wir im Korn lagen, als gerade wieder eine der schweren Granaten einschlägt. Ein Blitzen, ein Krachen und ganze Bäume flogen in die Luft. Ich war im Begriff, schnell volle Deckung zu nehmen; ein Reißen und Zucken und es war geschehen. Das war doch kein Spaß. Ich dachte, nun bist du nichts mehr wert. Aber die Sanitäter waren gleich zur Stelle und ich wurde hübsch verbunden und trottete dann langsam rückwärts. Die Nacht habe ich mit vielen Leidensgenossen in einem Pferdestall zubringen müssen, von wo wir am andern Morgen durch ein Auto abgeholt und nach einer kleinen Stadt und dann weiter nach einem Lazarett gebracht wurden.&#13;
Von den schweren Kämpfen an der Westfront schreibt ein anderer Ostfriese: ... Schwere Kämpfe haben wir mit Gottes Hülfe glücklich überstanden. Morgens zwischen 3 und 4 Uhr setzte die französische Artillerie mit einer heftigen Kanonade ein. Unter den Geschossen befanden sich sehr viele von größten Kaliber. Das war uns ein Zeichen, dass der Feind etwas besonderes im Schilde führte. Wir erwarteten seinen Sturm, aber lange vergeblich. Das Bombardement dauerte vier Tage, bis unsere Stellung fast dem Erdboden gleichgemacht war. Dann wurde das Geschützfeuer unmerklich etwas weiter zurückgelegt und um 4 Uhr morgens begann der Sturm. In dichten Reihen und mehreren Reihen hintereinander brach der Feind mit großer Übermacht in unsere Stellung ein. Er bestand aus Kolonialtruppen, die sich in angetrunkenem Zustande befanden. Pardon gaben sie nicht, was sich ihnen in den Weg stellte, wurde niedergemacht. So drangen sie mit gewaltiger Übermacht bis in unser Lager. Schon glaubten sie den Sieg in den Händen zu haben, aber noch waren die er nicht in&#13;
Den Kampf eingetreten. Voll Ingrimm rückten diese nun vor, weil der Feind die Kameraden so schonungslos abgeschlachtet hatte. Kaum hatten uns die Feinde erblickt, so entspann sich ein Kampf um Sein oder Nichtsein. Der Feind hatte sich schon ziemlich in unserer Stellung festgesetzt und wehrte sich verzweifelt, während auf unserer Seite nur der eine Gedankte jedermann beseelte: Der Feind muss unter allen Umständen zurück! Der Kampf währte, bis die Nacht hereinbrach. Der Feind befand sich noch immer in unserer Stellung. Wir durften nicht ruhen bis zum Morgen. Der Feind konnte Verstärkung heranziehen, das musste verhindert werden, so wurde der Kampf mit Aufbietung aller Kraft fortgesetzt. Unsere Reihen wurden immer dünner und manch Gebet stieg auf zum Herrn! Schließlich wurde der Feind in der Dunkelheit völlig umstellt. Beim Grauen des Morgens wurde er aufgefordert, sich zu ergeben. Als Antwort krachten seine Schüsse, und unser braver Kamerad, der die Aufforderung überbracht hatte, sank entseelt zu Boden. Das war eine gemeine niederträchtige Tat. Nun gabs kein Besinnen und kein Halten mehr. Ein jeglicher stürzte vorwärts, es kam zum erbittertsten Handgemenge, und wir erhielten, Gott sei Dank, die Überhand. Was noch vom Feind am Leben blieb, wurde gefangen genommen, darauf so schnell als möglich, unsere Stellung einigermaßen in Ordnung gebracht, um gegen einen etwaigen neuen Angriff geschützt zu sein, und dann konnten wir uns nach den Verwundeten und Gefallenen umsehen. Ach, welch ein Bild des Jammers und des Elend bot sich uns dar. Wie mancher liebe Kamerad und Herzensfreund lag dort in seinem Blut. Sowohl bei den Verwundeten und auch bei den Toten sah ich Kameraden aus Emden und anderen Orten. Es war mir sehr weh ums Herz. Aber es war ja der Wille des Herrn, der meine teuren Kameraden abrief. Wir haben hart gekämpft, Gott gab den Sieg. Ihm sei Ehre und Dank!&#13;
Gefallen auf dem Felde der Ehre.&#13;
Gefallen: Theodor Visser - Norderney, Jan Dirk Lünemann - Kiefeld, Daniel Gos - Wibelsum, Peter Schadendorf – Bunde,&#13;
Diedrich Melle-Brill, Peter Wientjes- Ditzumerhammrich, Hauptmann Hans Graßhoff-Leer, Willi Plümer - Langholt, Poppe Deeken - Holtermoor, Joh. Boethoff - Ostrhauderfehn, Wilh. Meier - Rhaude, A. Heyen - Westerende, Heinrich Freesenborg - Großwolderfeld, Hinrich Frerichs - Victorbur, Unteroffizier Heinrich Thöle - Nadörst, Peter Reinders - Boen, Enno Frerichs - Grimersum, Offiziersstellvertreter Folkert Buß - Ihlowerfehn, Eilert Wallmann - Fiebing, Theodor Müller - Rechtsupweg. Verwundet: Unteroffizier Dirk Harms - Ochtelbur, Konrad Kroll - Schirum, Martin Rüter - Osteel, Börchert Munot - Moordorf, Otto Lüttner - Bunderhammrich, Unteroffizier Heye de Vries - Südarle, Johann Feldieck - Böllenerkönigsfehn, Johannes Band - Leer, L. Bedens - Marienchor, Unteroffizier Peter Westermann&#13;
- Aurich, Weert Boekhoff- Esklum, Dietrich Alting - Aurich Heinrich Boom - Iberingsfehn, Leutnant Arnold Wiebalck - Weneer, Karl Bruns - Belde, Johann Engelmann - Leer, Eye Baumfalk - Holtermoor, Jan Janssen -  Firrel, Wilh. Frick&#13;
– Weener, Friedrich Lünemann – Rhaudermoor, Gerh. Willmann - Nesse, Hilko Frerichs - Wolthusen, Johann Hesse - Detern, Johannes Gieseler - Aurich, Sievert Engberts - Ditzumerverlaat, Jako Tuitje - Aurich, Heinrich Hasselmann - Norden, Ihne Battermann - Charlottenpolder, Dirk Münk - Ostgroßefehn, Harm Heyenga - Folmhusen, Joh.(ann) Grensemann - Halomond, Unteroffizier Tjade Kleen - Kleinheide, Johann Plate - Leer, Hilrich Groenhoff - Emden, Georg Senge - Westerende - Kirchloog, Klaas Bolken - Westermarsch, Jan van Hooren - Coldam, Anton Kliege - Loga, Hero Junker - Leer, Hermann Kuhlemann - Victorbur, Jann Ernst - Meerhusen, Kaspar Loers - Bühren, Heinrich Rampen -Heisfelde, Alfred Schiller - Westrhauderfehn, Aalderk Reepens - Weener, Heinrich Vogelsang - Westrhauderfehn, H. Bruns - Emden, Hans Glaubach - Aurich, Johann Keiter - Leer, Offiziersstellvertreter Hermann Bruns - Walle, Franz Preuß - Marienhase, Emil Byl -&#13;
Borkum, Bernhard Bohnens - Friedeburg, Bernhard Levy - Esens, Unteroffizier Enke Aden - Moorhusen, Wübbo Lindemann - Heisfelde, Johann Rieken - Großefehn, Jürgen Sandomir - Hagermarsch, Theodor Schliep - Velde, Emil Schlegel - Aurich, Gerd Herfeld - Leezdorf, Friedrich Fireden - Sandhorst, Unteroffizier Julius Buschmann - Dornum, Albert Boelen - Holthuserheide, Andreas Harms - Upleward, Wilhelm Bohlen&#13;
-	Neu-Ekels, Peer Claaßen - Oldeborg, Anton Lübben - Mordorf, Gerhard Schlüter - Binqum, Gerhard Tekker - Nehmersiel, Focke Ulbertus - Veenhusen, Eilert Evers - Kollinghorst, Michel Akkermann - Weener, Hinrich Poppen - Pelkum, Friedrich de Vries&#13;
-	Hagerwilde, Aalderich Theeßen - Larrelk, Dirk Nanninga - Boen, Heinrich Kaufmann - Holtland, Harm Meyer - Weener, Hinrich Ruben - Larrelt, Heinrich Reck - Moordorf, Daniel van Zuren - Hamswehrum, Rikus Ruß&#13;
-	Aurich, Dirk Griepenburg - Moordorf, Egge Klüver - Weener, Tönjes Ulferts - Münkeboe, Tamme Eckhoff - Strackholt, Claas Janssen - Halbemond, Hinrich Winter - Visquard, Eduard Möhle - Loga, Christoph Hölscher - Rahe, Tjabe Koenen  - Dielerheide,	Wessel	Hahn	- Völlenerkönigsfehn, Unteroffizier Johannes Buß - Holtland, Diedrich Claudiz - Leer, Gocke Swytte - Manslagt, Hayo Winterbur - Steenfelde,   Albert   Vogt   -   Südcoidinne.&#13;
&#13;
Meyer - Moordorf, Heinrich Ennenga – Völlenerkönigsfehn&#13;
&#13;
Berichtigungen: Ubbo Hinrichs - Junkersrott, ist durch Unfall verletzt; Arend Buß - Nordgeorgsfehn, ist gestorben an seinen Wunden; Seesoldat Kornelius Dirksen - Grimersum, ist infolge Verwundung gestorben; Johann Apel - Schirum, ist in Gefangenschaft; Unteroffizier Arend Lorenz&#13;
-	Eilsum, ist gestorben an seinen Wunden; Johann Freesenborg - Großwolderfeld, ist gestorben an seinen Wunden; Johann Sebels&#13;
-	Wittmund, ist gestorben an seinen Wunden; Friedrich Geon - Canum, bisher verwundet, ist gestorben; folgende befinden sich in Gefangenschaft:       Unteroffizier       Johann&#13;
Gruben - Westrhauderfehn, Unteroffizier Jelde Meyer Neufirrel und Andreas Lüppen – Emden&#13;
Das Eiserne Kreuz.&#13;
Das Eiserne Kreuz erster Klasse wurde verliehen dem vereideten Landmesser und Leutnant der Reserve Adolf Nellner aus Stickhausen, der an der Eroberung von Kowno teilnahm. Die hohe Auszeichnung wurde ihm vom Generalfeldmarschall von Hindenburg persönlich überreicht. Das Eiserner Kreuz zweiter Klasse erhielten der Malergeselle Wilhelm Ramann aus Pewsum; Sohn des Zimmermeisters A. Ramann von dort; Unteroffizier Levy Altgenug aus Norden; Gefreiter Johann Müller aus Süderneuland; Unteroffizier  Peter  Fischer aus Utarp; Jäger Karl Rottinghaus Amdorf, dessen Bruder Friedrich das Friedrich August-Kreuz erhielt; Musketier Reiner Bruns aus Visquard; Feldzahlmeister Raabe aus Norden; Wehrmann Kok aus Potshausen; Gefreiter Nikolaus Alberts aus Ostrhaudersehn, Ersatzreservist Johann Ackermann aus Hage; Gefreiter Enno Aggen aus Lammersfehn; Reservist Hermann Eiben aus Müggenkrug; Feldwebel-Leutnant C. van Oosten aus Emden; Gardepionier Appel aus Leer; Zahlmeister Friedrich Henke aus Aurich; Unteroffizier Hinrich Jelken aus Voßbarg, der aber bereits gefallen ist, der dritte Sohn der Familie, der in diesem Kriege fiel auf dem Felde der Ehre.&#13;
Aurich. Ein weiterer Verwundetentransport, von	87	Mann,	überwiegend Schwerverwundete, kamen mit einem Lazarettzug nach hier. Sie kamen aus den Kämpfen um die russische Festung Kowno. - Geheimer Justizrat, Major Becker von hier wurde zum Kommandeur einer Feldartillerieabteilung ernannt. - Mit Kupfer, Messing und Reinnickel muss Deutschland bekanntlich sehr haushälterisch umgehen. Küchen- und Wirtschaftsgeräte aus diesen Metallen werden nun gesammelt und in den Sammelstellen türmten sich die für die Kriegsführung so unentbehrlichen Metalle zu Bergen auf. Vor allem war es Kupfer, das in mannigfaltigster Gestalt, von der Dachrinne&#13;
Bis zum Waschkessel, vom Pumpenrohr bis zum Ascheimer, zusammenströmt. - Das Fest der goldenen Hochzeit konnten feiern die Eheleute Lehrer emer. Jürgens und Frau. Der Jubilar hat über 40 Jahre in Tannenhausen als Lehrer gewirkt. - Gymnasialdirekt Dr. von Kleist erhielt bei seiner Versetzung in den Ruhestand den Titel Geheimer Studienrat.&#13;
&#13;
&#13;
Aurich. Unserm großen ostfriesischen Landsmann, dem berühmten Mediziner und Forscher Johann Christian Reil, wurde kürzlich im Garten der Universitätsklinik zu Halle a.S. ein Denkmal errichtet und unter Beteiligung vieler Professoren  der Universität und eines zahlreichen Publikums feierlich enthüllt. Reil war bekanntlich Direktor der preußischen Kriegslazarette in den Befreiungskriegen gewesen und starb gleich nach der Völkerschlacht bei Leipzig am Typhus. Die große Bedeutung und überragende Größe Reils als Mediziner und als Mensch wurde in den Reden voll gewürdigt.&#13;
&#13;
Emden. Etwa 100 Schwerverletzte aus den Kämpfen in Russland kamen hier an und wurden in den hies.(igen) Reservelazaretten untergebracht. - Auf einem Dampfer im Hafen verunglückte der Arbeiter Hoogestraat aus Oldersum, indem ihm eine 20 Zentner schwere Back auf den Körper fiel, sodass er mit schweren Verletzungen besinnungslos liegen blieb. - Ertrunken ist ein sechsjähriger Sohn des Gastwirt Jürgen Conrads bei der Kettenbrücke. Der Vater kämpft seit Wochen in Galizien.&#13;
&#13;
&#13;
Norden. Die 85jährige Witwe Frerichs von hier erlitt schwere Brandverletzungen, indem sie einen Waschtopf vom Kochherd stellen wollte, wobei sie dem Feuer zu nahe kam, sodass die Schürze Feuer fing. Mit brennenden Kleidern stürzte sie auf die Straße, wo herbeieilende Nachbarn die Flammen erstickten. Leider waren die Verletzungen schon erheblich.&#13;
 &#13;
Leer Aus Algier kam die Nachricht, dass Unteroffizier D. Rödenbeek, Lehrer an unserm städtischen Lyzeum, dort in der französischen	Kriegsgefangenschaft gestorben ist. Vielen in Leer, die den Verstorbenen gekannt hatten, geht dieser Verlust sehr zu Herzen. Zwei ostfriesische Kameraden haben dort ihren Freund und Kameraden zur Ruhe betten helfen, und einer von ihnen, der die Todesnachricht hierher übermittelt hat, konnte mitteilen, dass ein französisches Kommando am Grabe Rödenbeeks die militärischen Ehren erwiesen hat. - Eine Besichtigung der hier ausgebildeten Rekrutenkomp.(anie) fand hier durch den Generalleutnant von Dewitz statt, ein Ereignis, das für Leer jedenfalls neu war.&#13;
– Gefreiter Joh. van Felten von hier wurde zum Unteroffizier und Unteroffizier M. Metger aus Mitling zum Vizefeldwebel befördert, Harro Garsen von hier und Adolf Schmertmann aus Bingum wurden Leutnants. Wieder gefangen genommen wurden die deutschen Offiziere, die aus einem Gefangenenlager entflohen waren, unter diesen war auch Kapitänleutnant Hermann Tholens aus Leer. – Im Hafen ertrank ein reichlich 13 Jahre alter Sohn der Eheleute H. Brants von hier.&#13;
&#13;
&#13;
Urdorf. Die zur Pfarrstelle gehörenden Ländereien, etwa 40 Diemat, wurden für jährlich 1903 Mark verpachtet. Bisher wurde nur eine Pacht von 1080 Mark erzielt. Die Feldmarksjagd Utarp wurde für jährlich 600 Mark an den Landwirt Johann Hinrichs in Utard verpachtet. Das ist wohl die teuerste Jagd, die jemals in unserer Gegend verpachtet wurde, und das in Kriegszeiten.&#13;
&#13;
&#13;
Bangstede. Diamantene Hochzeit feierten die Eheleute Metzen Gerdes Fleßner und Frau in körperlicher Tüchtigkeit.&#13;
&#13;
&#13;
Horsten. Michel S. Janssen von Zetel verkaufte ein in hies. Feldmark gelegenes Stück Heidfeld, noch nicht 2 Diemat groß, für   2800   Mark   an   Eilert   Behrends   in&#13;
Kleinhorsten – S. Garrels in Kreyenburg verkauft seine Besitzung, bestehend aus den Gebäuden mit reichlich 6  Hektar Grundbesitz, für 26 000 Mark an die Eheleute Rolf Meyer in Himmelreich bei Rüstersiel. Garrel hat die Besitzung vor einigen Jahren für 32 000 Mark erworben.&#13;
&#13;
Leezdorf. Der Buchweizen steht  nun  in voller Blüte und verspricht, wenn die Witterung sonnig bleibt, noch einen guten Ertrag an Körnern, wenn auch der Strohertrag infolge der Nachtfröste nur klein bleiben wird. Durch das Regenwetter wurden der Torfabfuhr vom Moore große Schwierigkeiten bereitet, zumal auch die Mannes- und Pferdekraft sehr gering ist. Der Preis des Torfs ist etwa ein Viertel höher als in den Vorjahren. Die Roggenernte ist hier beschafft und gut ausgefallen. Man bedauert nun, daß im Frühjahr so viele Schweine abgeschlachtet wurden, überall sind die Schweinbestände	sehr&#13;
zusammengeschmolzen die Fettwaren sind sehr teuer geworden.&#13;
&#13;
Nesse. Die älteste Einwohnerin unserer Gemeinde, Witwe Gretje Jürgens geb. Tönjes, konnte ihren 93. Geburtstag feiern.&#13;
&#13;
&#13;
Nettelburg. Der Fährpächter Bloem von hier fuhr in Begleitung seines Sohnes mit einem mit Roggen beladenen Wagen durch den Ort, als ein Rad ablief. Das Gefährt stürzte um und beide kamen darunter zu liegen. Bloem erlitt eine schwere Nierenquetschung, während sein Sohn am Oberschenkel nicht unerheblich verletzt wurde. Die durchgehenden Pferde wurden in Logabirum angehalten.&#13;
&#13;
Osteel. Unser Lehrer und Organist wird nach 44jähriger Dienstzeit am 1. Sept. in den Ruhestand treten. Vor genau 34 Jahren hat er hier den Schuldienst übernommen. Wegen eines Brustleidens ist er nun genötigt, Feierabend zu machen. Seinen Wohnsitz wird er nach Hannover verlegen.&#13;
&#13;
Stickhausen.     Infolge     einer     Einladung&#13;
erschienen aus Leer etwa 50 verwundete Krieger hier zu Besuch. Am Bahnhof in Empfang genommen, wurden die alten Festungswerke besehen, Erfrischungen gereicht und dann nach Detern  marschiert, wo im Folkertsschen Saale eine patriotische, durch Reden und Gesang gewürzte [nächster Abschnitt  dazwischen  eingeschoben, darunter geht es weiter] Feier stattfand. Unter zahlreicher Beteiligung der Schuljugend und vieler Gemeindeglieder wurde die Kriegerschar dann wieder zur Bahn geleitet&#13;
&#13;
Völlen. Die Zahl derjenigen, die aus unserer Gemeinde im Felde stehen, beläuft sich auf&#13;
320. An Gebefreudigkeit hat unsere Gemeinde bisher verhältnismäßig keiner andern nachgestanden und für die große Zahl der Krieger wird von hier aus auch nach Kräften gesorgt. – Die Lehrerin Goba Hener aus Leer wurde als Lehrerin an die Schule in Völlenerfehn berufen.&#13;
&#13;
Weener. Die Familie H. Müsing zeigte die Geburt des 16. Kindes an. – Im Emsland ist der Graswuchs auf den Wiesen und Weiden ganz vorzüglich, sodaß nicht nur ein ganz hervorragender zweiter Grasschnitt zu erwarten ist, sondern auch der Nährzustand des Viehs muß als der denkbar beste bezeichnet werden. [6. Spalte oben] Dadurch werden auch die Preise für Fettvieh niedriger gedrückt werden. Zuchtvieh  ist nach wie vor sehr hoch im Preise. In Leer wurde kürzlich noch eine Kuh für über 1000 Mark verkauft und Preise von 700-800 Mark gehören nicht zu den Seltenheiten. Ein Viehmangel besteht nicht, die Stückzahl an Vieh ist gerade so groß wie vor dem Kriege. Die Schafe sind wesentlich vermehrt worden.&#13;
&#13;
Wolthusen. Der vaterländische Frauenverein, der hier die Kriegsfürsorge in der Hand hat, konnte recht beachtenswerte Erfolge aufweisen. Gesammelt wurden 6861 Mark, wovon rund 4500 Mark an bedürftige Familien unserer Krieger verteilt wurden. Der Rest diente dann, um unsere Soldaten und Kriegsgefangene mit allem Nötigen zu versorgen. Von 80 Gemeinde[mit]gliedern werden   monatliche   Beiträge   gezahlt   und&#13;
Sonstige Spenden werden öfters dem Verein zugewandt. Gegen den Herbst müssen die Anstrengungen vermehrt werden, da die Not größer wird und Anforderungen schwerer.&#13;
&#13;
Westrhauderfehn., Ostfr. Ende Aug. Dankbaren Herzens blicken wir nach oben, wenn die Siegesberichte von unseren Soldaten unsere friedlichen Dörfer erreichen. Aber in Schmerz und Weh krampft unser Herz zusammen, wenn wir der blühenden Schar gedenken, die da fiel für der Heimat Wohl, verwundet oder verkrüppelt wurde. Mit Entrüstung wandeln dann die Gedanken zu den Anstiftern des Krieges und auch zu denen, die heimlich um des Protzes Willen diese Anstifter des Weltbrandes unterstützen. Aber Gott, der gerechte Richter, wird Gericht halten, wenn seine Zeit gekommen ist! Von den Lazaretten in Leer waren hier auch Verwundete auf Besuch. Sie wurden hier freundlich aufgenommen und reisten abends vergnügt wieder ab.&#13;
&#13;
Folgende Krieger fanden ihr Grab im Feindesland:&#13;
Ersatzreservist Hinrich Houtjes von Ostrhauderfehn, 30 Jahre alt; Musketier Poppe Deeken von Holterfehn, 22 Jahre alt; Grenadier Joh. Willms von Idafehn, 23 Jahre alt; Obermatrose Hinrich Lühring von Glansdorf, 28 Jahre alt; Ersatzreservist Joh Willhaus von Holterfehn, 29 Jahre alt; Musketier Ubbo Hinrichs aus Ostermarsch bei Norden, der hier einige Jahre bei der Firma Hagius tätig war; Leutnant Burlager von Holte und Wehrmann Joh. Ewen von Ostrhauderfehn. – Ferner wurden hier noch vom Tode abgerufen: Frau Heye Müller, Talkelina geb. Ulpts von hier, 80 Jahre alt; Frau Jann ter Veen, Harmina geb. Kramer, 60 Jahre alt; Frau Harm K. Stumpe, Beate geb. Zimmermann von Ostrhauderfehn, 60 Jahre alt; Altschiffer Hinrich Wilms Noormann von Holterfehn, 71 Jahre alt.  – Die Besitzung des Landwirtes Wilke Stumpe zu Langholt wurde ein Raub der Flammen. Der Sommer brachte uns viel Regen und wir hoffen auf Wärme und Trockenheit. J. Dirksen.&#13;
Aus Ostfriesland. Der Anfang des September brachte	uns	schöne	Tage,		allseits		froh begrüßt, denn auf trockene Zeit, in der man den	Rest		der	Ernte		einbringen	konnte, warteten wir schon lange. Unsere Ernte an Brotfrucht  ist  gut,  besser  als  im  Vorjahre, und		man		war	schon	gespannt,	ob	die Brotzuteilung anders geregelt werden würde. Man ist aber weiterhin sehr vorsichtig, um wenn		möglich,		für	nächstes		Jahr	einen großen  Vorrat  auf  alle  Fälle  gesichert  zu haben. Vom 1. Sept. ab ist die Brotmenge nun  so  festgesetzt,  daß  für  den  Kopf  der Bevölkerung  mindestens  ein  halbes  Pfund pro Tag entfällt. Das ist eine kleine Erhöhung der Rationen. Den Ortschaften steht aber das Recht zu, zu Gunsten der schwer arbeitenden Bevölkerung  Unterschiede  zu  machen.  Für Oktober		ist	eine	weitere	Erhöhung	der Verbrauchsrate in Aussicht genommen. Für Futtermittel hat man auch Höchstpreise festgesetzt: Mais kostet 260, Reisfuttermehl 200,  Ackerbohnen  350,  Erdnußkuchen  300 Mark  die  Tonne,  oder  2000  Pfund.  Diese Preise	sind		wesentlich	niedriger		als diejenigen,  welche  von  Spekulanten  bisher gefordert			wurden.		Um			nun			den Futtermittelwucherern ganz das Handwerk zu legen,  sollen  alle  vorhandenen  Futtermittel mit Beschlag belegt werden und eine für die Provinz		eingerichtete	Zentralstelle		soll sorgfältige Verteilung übernehmen.&#13;
&#13;
[Ortsnamen	alle	überprüft	und	korrekt: Norddeutschland, Friesland.&#13;
Personennamen evtl. ungenau.]&#13;
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              <text>The surprisingly quick conquest of the strong Russian fortresses after the onslaught of the German army created a jubilance at home. Just when the cheers had set the news reported another capture.&#13;
&#13;
The strongest fortresses along the Vistula could not hold against the Germany boys’ bravery.&#13;
Until the end of August the German army had conquered 22 fortresses in the war that were told to be impregnable and the strongest in the world.&#13;
&#13;
All summer long eyes were set on the events in the east.&#13;
After each fall of more fortresses the ringing of bells from all church towers toned throughout the land and gave the impression of inner gratitude to God who obviously blessed German weaponry.&#13;
In the cities, banners decorated each house as a sign of gratitude of the homeland to the fighting brothers at the remote shores of the Vistula. After the conquest of the strong fortress Novo Georgiewst on the Vistula, teachers and students in Leer paraded behind a brass band of the Landsturmbataillon through the city’s main roads to the war memorial where Prof. Dr. Herthun held an enthusiastic speech and celebrated the great victory with his enthusiastic words.&#13;
&#13;
Singing of the national anthem and of the Dutch thanksgiving prayer ended the exhilarating celebration. In the conquest of Brest-Litowsk the Frisian warriors played a special role and great jubilee spread throughout the country, due to this being the most important fortress which had now fallen into the hands of the unstoppable winners:&#13;
&#13;
&#13;
The banners fly! The pennons flutter!&#13;
The fortress Brest has fallen!&#13;
Lord, you gave after plea and understanding. We want to praise you above all!&#13;
The strong bastion in enemy’s country Defeated with an iron fist!&#13;
How they brave stormed that iron wall! Hurray! Our brave boys.&#13;
Now bells ring at the North Sea’s coast.&#13;
They wish to bring to you, Frisians boys in Russian land, with jubilate sound,&#13;
The gratitude of your homeland today.&#13;
&#13;
Which mood the warriors were in during the stormy fights in Russia one can see in the letters of a wounded soldier from the Rhineland, in which one can read: I am well and alive and feel here in the Russian nest quite cozy. My wound is not hindering me too much and I can go on walks. You might ask: “How could he be so unlucky”, and therefore I will send you this explanation. It was the day when we caught up with the Russian mob which was withdrawing in a wild hurry. Everywhere we passed, Cossacks had burned everything; only individual villages had been spared, when paying high ransoms or because our patrols were too close.&#13;
&#13;
&#13;
Now they were in fortified position and the next day we entrenched ourselves on the opposite side and burrowed trenches.&#13;
The next day it was said: leave for the assault.&#13;
It was a pleasure for all those tired limbs because we had marched long and were situated 18 kilometers away from Warsaw. At 10 o’clock the heavy field howitzers started firing so that the earth shook and cracked and our hearts leaped in our bodies with joy.&#13;
Lunch came early and at 1 o’clock it was: Everyone ready with combat pack.&#13;
Now it began, mounting the bayonets, which were blinking in the sun. We had 600 meters when the Russians opened murderous fire with machine guns.&#13;
We went into cover immediately and we started trenching into the earth. Then it was time to gradually advance and like this we&#13;
covered a great distance. [second column top]&#13;
Our artillery worked very well; it had started raining now and we were 50 to 60 meters from the point where those heavy shots hit the ground.&#13;
I was just taking a quick look over the enemy’s entrenchments and, because  we were lying in a cornfield, I had to get onto my knees, when again a heavy projectile hit.&#13;
&#13;
A lightning, a crack and trees flew through the air. I was just taking full cover  when there was a ripping and tremor and it had happened.&#13;
That was no fun. I thought, now you are worth nothing any more. But medics arrived quickly and I was bandaged nicely and ambled backwards slowly. I spent the night with many fellow sufferers in a horse stable, where we were picked up by car the next morning and were brought to a small town and then on to a military hospital.&#13;
&#13;
&#13;
About the other heavy battles on the western front another East-Frisian writes: …&#13;
We happily survived heavy battles with God’s help. In the morning between 3 and 4 o’clock the French artillery started a heavy cannonade. Among the bullets were many of a larger caliber. That was a sign which told us the enemy had something special in mind. We expected their run but long in vain.&#13;
&#13;
The bombardment took 4 days until our entrenchments were almost razed to the ground. Then the fire imperceptibly retreaded further back and around 4 o’clock in the morning the attack started. In tight rows, one behind the other, the enemy broke with great superiority into our entrenchments.&#13;
&#13;
The attackers consisted of colonial troops which were in a drunk state.&#13;
They were relentless, whatever was in their way, was slammed. Like this they pushed forward into our camp with great superiority.&#13;
&#13;
They thought they already had the victory in hands but the ..  he had not yet joined the&#13;
battle. Full of rage they launched forward because the enemy had slain their comrades so ruthlessly.&#13;
The moment the enemy saw us the battle evolved around them about to be or not to be. The enemy had pretty much settled in our trenches and defended himself desperately, while on our side only one thought animated everyone:&#13;
The enemy must be repelled under all circumstances! The battle went on until night fell. The enemy was still in our trench lines. We could not rest until dawn.&#13;
The enemy could draw reinforcements, which had to be prevented, so the battle continued with every possible effort.&#13;
&#13;
Our lines thinned out more and more and many prayers went up to the Lord!&#13;
Finally, the enemy was surrounded in the dark. At dawn, he was prompted to surrender.&#13;
As an answer his shots rang out and our brave comrade who brought our request fell lifelessly to the ground.&#13;
That was a dastard move. Now there was no bethinking and holding back any more.&#13;
Everyone rushed forward and the grimmest brawl aroused and we retrained, thank God, our superiority.&#13;
Whatever survived of the enemy was captured, our entrenchment was repaired to be protected against possible upcoming attacks and then we could look out for the wounded and fallen.&#13;
&#13;
&#13;
Oh, this picture of misery and distress which we saw. How some of our dear comrade and friends lay there in their blood. Amongst both the wounded and the dead I saw comrades from Emden and other places. My heart was very much in pain.&#13;
But it was the will of God who called those dear comrades. We fought well, God gave us victory. Honor and gratitude to him!&#13;
&#13;
Fallen on the fields of honor.&#13;
Fallen: [(sometimes: Military rank) Name – origin]&#13;
&#13;
Correction:&#13;
&#13;
Correction: Ubbo Hinrichs – Junkersrott was wounded in an accident; Arend Buß – Nordgeorgsfehn, died of his wounds; marine Kornelius Dirksen – Grimersum, died of his wounds;&#13;
Johann Apel – Schirum, is in capitivity; Non-Commissioned Officer Arend Loranz – Eilsum, died of his wounds; Johann Freesenborg – Großwolderfeld, died of his wounds; Johann Gebels - Wittmund, died of his wounds; Friedrich Geon - Canum, hitherto wounded, died; The following are in captivity:  Non-Commissioned  Officer Johann  Gruben  -  Westrhauderfehn,  Non-&#13;
mmissioned Officer Jelde Meyer Neufirrel und Andreas Lüppen – Emden&#13;
&#13;
&#13;
The Iron Cross.&#13;
The Iron Cross First Class was awarded to the sworn land surveyor and lieutenant of the reserve Adolf Kellner from Stickhausen who participated in the conquest of Kowno. This high award was given to him by Field Marshall Hindenburg in person.&#13;
The Iron Cross Second Class was awarded to [Names, sometimes with profession and military rank, origin]&#13;
Aurich. A further transport of 87 wounded men, mostly heavily wounded, came here by train operating as a mobile hospital. They came from fights for the Russian fortress Kowno. – Geheimer Justizrat (secret council of justice), Major Becker from here was appointed Commander of a department of field artillery. – As commonly known, Germany must be very economical with copper, brass and pure nickel. Kitchen- and economical devices made of these metals are now collected and at the gathering places those for metals, so indispensable for warfare are piled up mountain high. It was mostly copper that converges in various ways, from gutter  to  washtub,  from  pump  pipe  to ash&#13;
can. – The festival of golden wedding was celebrated by the spouses teacher emeritus Jürgens and wife. He has worked as a teacher in Tannenhausen for over 40 years. – Gymnasialdirektor (principal) Dr. von Kleist obtained the title Geheimer Studienrat (secret council of studies) upon retirement.&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
Aurich. A memorial was erected for our great East-Frisian compatriot, the  famous physician and researcher Johann Christian Reil, in the garden of the university hospital in Halle a.S. and attended by many professors of the university and a large audience was solemnly unveiled. As is well known, Reil was the director of the Prussian military hospital during the Wars of Liberation and died of typhus right after the Völkerschlacht of Leipzig [Battle of nations, 16-19 October 1813]. The great importance and pre-eminence of Reil as a physician and as a human being was fully appreciated in the speeches.&#13;
&#13;
Emden. Around 100 seriously  injured soldiers from the battles in Russia arrived here and were accommodated in the local reserve military hospitals. – On a steamship in the harbour the worker Hoogestraat from Oldersum had an accident, when a mess table weighing 20 hundredweights fell on his body, so that he remained there unconscious with severe injuries. –The six-year-old son of the innkeeper Jürgen Conrads drowned near the chain bridge. The father is fighting in Galicia for weeks.&#13;
&#13;
&#13;
Norden. The 85-year-old widow Frerichs from here suffered severe burn injuries, when she wanted to take a washtub from the stove and came too close to the fire, so that her apron caught fire. With burning clothes she tumbled to the street, where neighbours came running and smothered the flames. Unfortunately, the injuries had already been severe.&#13;
Leer. News from Algiers arrived, that Non- Commissioned Officer D. Rödenbeek, teacher at our municipal Lyzeum, died there in French captivity. Many in Leer, who knew the deceased, grieve this loss deeply. Two East-Frisian comrades helped to lay their friend to rest and one of them, who brought the death notice here, was able to tell that a French commando honored Rödenbeek at his grave. –&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
An inspection of the locally trained recruit company was made by Lieutenant-General von Dewitz; an event that was at least new for Leer. – Private Joh. van Felten from here was promoted to Non-Commissioned Officer and Non-Commissioned Officer M. Metger from Mitling was promoted to Vizefeldwebel Staff Sergeant, Harro Garsen from here and Adolf Schmertmann from Bingum became Leutnants (lieutenant). The German officers, who fled from a prison camp, were captured again. Among them was also Lieutenant-At- Sea Hermann Tholens from Leer. – A 13- years-old son of the spouses H. Brants from here drowned in the harbor.&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
Urdorf. The estates belonging to the parish, around 40 Diemat [old East-Frisian square measure], were leased for 1.903 Mark annually. So far, only a lease of 1.080 Mark had been achieved. The Feldmarksjagd [a hunt on parish land] Utarp was leased for annually 600 Mark to the farmer Johann Hinrichs. That is probably the most expensive hunting area, which was ever leased in our region, and that in war times.&#13;
&#13;
Bangstede. Their Diamond Wedding [60th wedding anniversary] was celebrated by the spouses Metzen Gerdes Fleßner and wife in physical shape.&#13;
&#13;
Horsten. Michel G. Janssen from Zetel sold a field situated in our Feldmark, not even 2 Diemat [old East-Frisian square measure] large, for 2.800 Mark to Eilert Behrends in&#13;
Kleinhorsten. – S. Garrels in Kreyenburg sells his property, consisting of the buildings with a large 6-hectare estate, for 26.000 Mark to the spouses Rolf Meyer in Himmelreich near Rüstersiel. Garrel had bought the estate a couple of years ago, for&#13;
32.000 Mark.&#13;
&#13;
Leezdorf. The buckwheat is now in full bloom and is promising, if the weather stays sunny, a good yield of grains, even if the straw harvest will be low due to the night frost. The rainy weather caused difficulties to the transport of peat from the swamp, especially because man- and horsepower is also very low. The price of peat is around 25% higher than it was in the previous years. The rye crop has been harvested and was good. One regrets now that so many pigs were slaughtered in spring, the number of pigs has decreased everywhere and the Fettwaren [products containing a lot of fat] have become very expensive.&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
Nesse. The oldest inhabitant of our community, the widow Gretje Jürgens, born Tönjes, could celebrate her 93rd birthday.&#13;
&#13;
&#13;
Nettelburg. Together with his son, the ferry tenant Bloem from here drove through the village with a chariot loaded with rye, when one of the wheels fell off. The vehicle collapsed and both came to lie underneath it. Bloem suffered a severe bruise of his kidney, while his son was not insignificantly injured at his thigh. The bolting horses were stopped in Logabirum.&#13;
&#13;
&#13;
Osteel. Our teacher and organist will retire on 1st Sept. after 44 years of service. Exactly 34 years ago he took over the school here. Due to an illness of the breast he is forced to give up his work. He will relocate his residence to Hannover.&#13;
&#13;
&#13;
Stickhausen. Following an invitation around&#13;
50 wounded warriors from Leer came for a visit. After the reception at the train station, the old fortifications were visited, refreshments were handed over and then they marched to Detern where in the Folkertssche hall [a hall provided by a family named Folkert] a patriotic celebration, spiced by speeches and singing, [mistake in the original printing: some column shifted] took place. With large involvement of the schoolchildren and many parishioners the regiment of warriors was escorted to the train.&#13;
&#13;
Völlen. The number of those, who serve in the field from our community, totals 320. For so long the generosity of our community has in no way been inferior to any other and it is taken very good care of the large number of warriors from here. – The teacher Coba Heyer from Leer was appointed to the school in Völlenerfehn.&#13;
&#13;
&#13;
Weener. The family H. Müsing indicated the birth of its 16th child. – In the Emsland [region of the Ems river] the growth of grass on the meadows and pastures is quite good, so that not only a very outstanding second grass cut is to be expected, but also the alimentary condition of livestock must be labelled as the conceivably best. [6. Column top] Consequently the prices for fatstock will be reduced. Breeding cattle is still high in price. In Leer a cow has recently been sold for over 1.000 Mark and prices from 700-800 Mark are no rarity. There is no lack of livestock, the quantity of livestock is as large as before the war. The number of sheep has been considerably increased.&#13;
&#13;
&#13;
Wolthusen. The patriotic women’s association, which takes care of the war- welfare here, was remarkably successful. 6.861 Mark were collected, whereof around&#13;
4.500 Mark were allotted to families of our warriors who are in need. The rest served to provide our soldiers and prisoners of war with the bare necessities. Monthly contributions are paid by 80 parishioners and further donations are occasionally given to&#13;
the association. Before autumn, efforts must be increased since the need grows and demands increase.&#13;
&#13;
&#13;
Westrhauderfehn., Ostfr. End of Aug.&#13;
With grateful hearts, we look up when the victory-reports of our soldiers arrive our peaceful villages. But our heart aches in pain and sorrow when we think of the flourishing troops, that fell for the welfare of their homeland, that were wounded or crippled. With indignation thoughts then stroll to the agitators of war and to those who secretly support these agitators of the Weltenbrand [metaphor for WWI, world fire] in order to demonstrate power. But God, the just judge, will sit in judgement, when time has come! The wounded from the military hospitals in Leer were on a visit here. They were received friendly here and departed happily in the evening.&#13;
&#13;
&#13;
The following warriors found their grave in enemy territory:&#13;
Surrogate Reservist Hinrich Houtjes of Ostrhauderfehn, 30 years old – Musketeer Poppe Deeken of Holterfehn, 22 years old – Grenadier Joh. Willms of Idafehn, 23 years old – Upper Sailor Hinrich Lühring of Glansdorf, 28 years old – Surrogate Reservist Joh Willhaus of Holterfehn, 29 years old – Musketeer Ubbo Hinsrichs from Ostermarsch next to Norden, who worked here for a couple of years at the company Hagius – Lieutenant Burlager of Holte and Soldier Joh. Ewen of Ostrhauderfehn. – Moreover, death claimed the life of: Miss Heye Müller, Talkelina, born Ulpts from here, 80 years old&#13;
– Miss Jann ter Veen, Harmina, born Kramer, 60 years old – Frau Harm K. Stumpe, Beate born Zimmermann von Ostrhauderfehn, 60 years old; Altschiffer (old skipper) Hinrich Wilms Noormann of Holterfehn, 71 years old. – The possessions of farmer Wilke Stumpe from Langholt were lost in flames. The summer brought us lots of rain and we hope for warm and dry weather.&#13;
J. Dirksen.&#13;
From Eastern Friesland. The begin of September brought us beautiful days, gladly greeted everywhere, because we had already waited a long time for dry times, in which to bring in the rest of the harvest. Our harvest of breadfruit is good, better than the year before, and people were already excited to seed, if the allocation of bread would be handled in a different way. But one is still cautious, in order to have a save supply for next year, if possible. From 1st of September onwards the amount of bread is now fixed in a way that per head of population at least half a pound a day is provided. This is a small increase of rations. But the villages have the right, to make exceptions in favor of the hard-working population. For October, a further increase of the rate of consumption is foreseen. One has also fixed maximum prices for fodder: corn costs 260, rice bran 200, English beans 350, peanut cake 300 Mark per ton, or 2.000 pounds. These prices are much lower than those demanded by the speculators. In order to stop the usurers of fodder completely, all available fodders will be confiscated and a centrally installed authority will organize the careful distribution.&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
[All names of places were checked and to be found in Nothern Germany, Friesland. Names of persons may have few errors]&#13;
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              <text>Vom Auslande.&#13;
Wie aus Petersburg gemeldet wird, begegnen die aus Finnland kommenden Schiffe im Bottnischen Busen und im nördlichen Teil der Ostsee schwimmendem Eis. So wurde der norwegische Handelsdampfer&#13;
„Altais“ durch eine Eisscholle beschädigt, so dass er in den russischen Hafen zurückkehrte, aus dem er ausgelaufen war. Auch auf dem Ladogasee erschweren Eismassen den Verkehr.&#13;
&#13;
Die Hundertjahrfeier der Universität Berlin soll nach einem Beschlusse des akademischen Senats im Oktober 1910 begangen werden. Die speziellen Tage der Feier werden seinerzeit vom Kaiser bestimmt werden. Mit der Ausarbeitung einer Geschichte der Universität ist der Historiker Professor Dr. Lenz, der derzeitige Dekan der philosophischen Fakultät, betraut. Bis zum Jahre 1910 wird auch wohl das neue Ergänzungsgebäude der Universität fertig dastehen, so dass es der Alma Mater als Jubiläumsausgabe dargebracht werden kann.&#13;
&#13;
Die russische Zensur hat dieser Tage den Almanach Hachette, ein ebenso nützliches wie weitverbreitetes Buch, freigegeben, d.h. das Verbot des Verkaufes für Russland aufgehoben.&#13;
Doch ist eine Bedingung dabei: die Seite 247 muss weggelassen werden. Dort figurieren sämmtliche Souveräne aller Staaten mit genauer Angabe der Höhe ihrer Zivillisten. Die höchste ist die des Kaisers von Russland, bei welcher auf jede Minute die Summe von 405 Francs kommt, also in der Stunde eine Einnahme von 24.300 Francs.- Gibt ein nettes Jahreseinkommen!&#13;
&#13;
Das Hauptorgan der Rumänen in Ungarn und Siebenbürgen, das in Hermannstadt seit dem Jahre 1884 erschienene Journal „Tribuna“, hat sein Erscheinen eingestellt und in seinem „letzten Worte“ erhebt es gegen die ungarische Regierung den Vorwurf, dass sie es mit Absicht zu Tode gemartert habe. Das Blatt erzählt, wie der „Zeitungsverlag“ berichtet, die traurige Geschichte seines Marthyriums und sagt: „Kein Jahr verging, ohne dass wir mehrere Preßprocesse durchzukämpfen hatten. Mehrere Kautionen wurden uns unter dem Titel von Geldstrafen weggenommen. Alle unsere Redakteure sitzen teils schon im Kerker, teils müssen sie demnächst in den Kerker spazieren. Einer unserer Redakteure ist sogar im Kerker gestorben. In dem letzten Preßprocesse wurde unser Redakteur zu 1 ½ Jahren Kerkers und 11.000 Kronen Geldstrafe verurtheilt. Weiter können wir nicht: wir sind materiell zu Grunde gerichtet und sehen uns genöthigt, mit dem heutigen Tage das Blatt einzustellen.“&#13;
&#13;
Weibliche Stenographen hatten in England lange gegen ein tiefwurzelndes Vorurtheil zu kämpfen: Man glaubte, gewöhnlichen Anforderungen wären sie am Ende gewachsen, wenn es sich indessen um angestrengte Arbeit und große Schnelligkeit handle, würden sie gegen die männlichen Stenographen versagen. Neuerdings scheint es jedoch, dass diese Ansicht zum alten Eisen geworfen werde. In den letzten Tagen hatte die Phonetic Shorthand Society zu London eine Preisbewerbung veranstaltet,&#13;
 &#13;
die eher dahin deutet, als ob das weibliche Geschlecht berufen sei, die Siegespalme in der Stenographie zu erlangen. Es traten bei dieser neuesten Gelegenheit 33 Personen, 21 Stenographen männlichen und 12 weiblichen Geschlechtes, den Wettkampf unter ungewöhnlich schwierigen Verhältnissen an. Sie nahmen ein Diktat über einen fremdartigen Gegenstand in dem Tempo von 150 Worten die Minute auf. Das Ergebnis erweist, dass die besten Niederschriften von weiblichen Stenographen geliefert wurden. Ihnen fielen die goldene und silberne Medaille zu. Das heruntergekommene Männervolk musste sich mit einer bronzenen Medaille und vielen Enttäuschungen bescheiden.&#13;
&#13;
Vor einigen Tagen wurde in Görwihl in Baden ein genossenschaftliches Unternehmen beschlossen, das wohl in seiner Art und Ausdehnung einzig in Deutschland dasteht. Die Webestühle für über 500 Hausweber (Seidenbandweber) des Stotzenwaldes und Görwihler Berges, die in 28 Ortschaften wohnen, sollen mit elektrischem Antrieb versehen werden. Das Stromleitungsnetz nebst Zubehör wird etwa 340.000 Mark erfordern, welche die „Kraftabsatzgenossenschaft Elektra Säckingen-Waldshut“ aufbringt, soweit sie nicht durch den von der Regierung bewilligten Staatsbeitrag von 40.000 Mark und durch die freiwilligen Beiträge der betheiligten Fabrikfirmen Deckung finden. Die Vortheile des Unternehmens bestehen darin: Die Seidenbandweberei als Hausindustrie wird erhalten und damit der Waldbevölkerung ein jährliches Einkommen von etwa 300.000 Mark gesichert; durch Wegfall der Handarbeit wird die Gesundheit der Weber geschont und eine Arbeitstheilung zwischen mehreren, auch mittelkräftigen Familienangehörigen ermöglicht, auch werden die Arbeitskräfte nach wie vor den landwirthschaftlichen Betrieben erhalten, Angesichts dieser Vorteile traten sofort 400 Weber der neuen Genossenschaft bei.&#13;
&#13;
Kürzlich kamen zu einem Goldschmied in Plau in Mecklenburg mehrere Schnitter und boten eine goldene Münze zum Kauf an. Der Goldschmied gab umstandslos 20 Mk.[Mark]. Die Schnitter boten daraufhin noch 150 bis 200 Stücke an; nun kam dem Goldschmied die Sache verdächtig vor, und er erstattete Anzeige. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, dass die Schnitter die Münzen beim Torfstechen auf dem Gute Suckow gefunden hatten. Die Münzen stammen der Prägung nach aus dem 16. Jahrhundert.&#13;
&#13;
Unliebsames Aufsehen erregt in London eine Beleidigung, die dem Sultan von Johore, einem der angesehensten indischen Fürsten, zugefügt wurde, als er in Fremantle in Westaustralien eintraf. Der Zollbeamte, der an Bord kam, entschied, der Sultan sei als Asiate „ein verbotener Einwanderer“ und dürfe daher nicht landen. Der Sultan wusste sich zu helfen und erklärte, „er werde künftig in diesem elenden Lande kein einziges Pferd mehr kaufen.“ Der Sultan ist ein großer Pferdezüchter; nach vier Stunden traf der Bescheid ein, „Seine Hoheit“ könne landen.&#13;
&#13;
Der Dom zu Florenz hat nunmehr, genau 16 Jahre nach der Enthüllung der neuen prachtvollen dreigiebelingen Fassade, seine Vollendung erhalten durch Einweihung des bronzenen Hauptportals, eines Werkes von Passaglia, der  auch  die  schon  1897  fertiggestellte  Tür  des  linken&#13;
 &#13;
Seitenschiffes gefertigt hat, während die des rechten von G.Cassioli herrührt. Der Gedanke, der dem Bilderschmucke der drei vielgerühmten Bronzethüren zu Grunde liegt, rührt von dem greisen Augusto Conti her, der im Anschlusse an die symbolische Bedeutung des Grundplanes der Kirche-eines lateinischen Kreuzes als Illustration der Erlösung und der von der Kuppel überragten drei Tribünen als Illustration der Dreieinigkeit in der dreitheiligen Fassade- die Ideen des Wahren, Guten und Schönen als Grundlage der religiösen Erhebung und Heiligung dargestellt wissen wollte. Es sind deshalb die drei Teile der Fassade mit den gestalten der Gelehrten, der Heiligen und der Künstler geschmückt, die drei Türen aber der Geschichte der Jungfrau als der janua coeli gewidmet worden.&#13;
&#13;
&#13;
In der Nähe von Bregenz sind kürzlich in einer schwer zugänglichen Felsschlucht die zerschmetterten Leichen des Studenten Hans Pagel und seiner Geliebten Hermine Scheler aus München aufgefunden worden, die man seit längerer Zeit vermisst und erfolglos gesucht hatte. Eine Aufklärung wird diese Tragödie wohl schwerlich finden. Möglich ist, dass Pagel seine Geliebte getödtet, die Leiche in den Abgrund geschleudert und sich nach einiger Zeit an derselben Stelle selbst hinabgestürzt hat. Die Absicht, die Scheler zu ermorden, lag bei Pagel jedenfalls vor. In einem Brief an einen Straßburger Freund schilderte er von Bregenz aus vor einiger Zeit sogar schon die vollzogene That mit folgenden Worten: „Nun so geschah dann das Unglaubliche. Ich setzte ihr das kalte Mordinstrument an die Stirn und jagte ihr eine Kugel in den Schädel. Jetzt sollte ich daran, aber als ich ihr blutüberströmtes Gesicht im Schoße hielt, ihr die Augen zudrückte und ihren letzten dankbaren Blick sah, da ging es nicht... Als es ganz dunkel geworden war, ging ich in´s Hotel, bin jedoch noch nicht zu einem Entschlusse gekommen. Ich besitze noch nicht die nöthige Kraft dazu. Ob es diese Nacht auf irgend eine Weise werden wird, oder ob ich mich morgen dem Gerichte stellen werde- ich weiß es nicht.“&#13;
&#13;
Der dänische Dampfer „Ceres“, der unlängst vier Mann des deutschen, an der isländischen Küste gestrandeten Dampftrawlers „Friedrich Albert“ nach Leith gebracht, ist in Kopenhagen eingetroffen. Der erste Steuermann des Schiffes, Strufre, hat über die von den Seeleuten ausgestandenen Leiden Folgendes berichtet: „Friedrich Albert“ sank Anfangs Januar an einer unbewohnten Küste Islands. Als die Seeleute an´s Land kamen und keine Häuser sahen, waren sie genöthigt, 48 Stunden unter dem Wrack eines Bootes zu verbringen. Der Kapitän, der Steuermann und zwei Matrosen versuchten dann, den Weg nach einer menschlichen Wohnung zu finden. Als aber der Kapitän über einen Fluss schwimmen wollte, ertrank er, und der Steuermann starb infolge der Kälte. Den beiden Matrosen gelang es, das Boot wieder zu erreichen, in welchem die sieben anderen Mann der Besatzung sich befanden. Nach einer Wanderung, die elf Tage dauerte und während welcher die Unglücklichen furchtbaren Qualen ausgesetzt waren, erreichten sie die Hauptstadt Reykjavik. Vier der armen Leute waren aber in einem so furchtbaren Zustande, dass ihnen die Beine wegen eingetretenen kalten Brandes amputiert werden mussten. Die Armen hatten während der ganzen Wanderung durch Hunger schrecklich gelitten und nichts Anderes als Gras und Kräuter zu essen gehabt. Einer von ihnen&#13;
 &#13;
war wahnsinnig geworden und musste in Reykjavik im Hospital bleiben, die übrigen wurden nach Deutschland geschickt und die letzten nach sorgfältiger Pflege mit der „Ceres“ nach Leith gebracht.&#13;
&#13;
Die medizinische Gesellschaft in Tokio brachte kürzlich in der Deutschen medizinischen Wochenschrift zum ersten Male in deutscher Sprache einen Bericht über ihre Verhandlungen in den Sitzungen vom Oktober 1902 bis zum März 1903. Die Verhandlungen legen, so schreibt jenes Blatt, ein beredtes Zeugnis ab für den regen wissenschaftlichen Geist, der in den Kreisen der japanischen Ärzte herrscht, und sie geben überdies ein erfreuliches Zeichen für die vorzügliche Beherrschung der deutschen Sprache, die sich dieselben erworben haben.&#13;
&#13;
An der amerikanischen Versicherungs-Gesellschaft Mutual, welche auch in Österreich Geschäfte betreibt, wurde ein raffinierter Betrug verübt. Der in Triest ansässige Kaufmann Alois Grebenz, sowie der beim Mutual bedienstete Victor von Zeritsch machten an Lungenschwindsucht leidende Personen ausfindig und erlangten durch falsche Angaben oder Unterschiebung von anderen Personen Gesundheitserzeugnisse der versicherten Kranken auf hohe Summen. Im Ganzen wurden solche Policen auf 345,000 Kronen ausgestellt. Durch den raschen Tod eines gewissen Petschek, welcher wenige Wochen nach dem Abschluss der Versicherung an Lungenschwindsucht starb, schöpfte die Gesellschaft Verdacht und stellte den Thatbestand des Betruges fest, worauf die oben genannten Personen verhaftet wurden.&#13;
&#13;
Ein Attentat auf einen Hauptmann ist in der Provinz Posen von einem Soldaten verübt worden. Auf dem Truppenübungsplatz Biedrusko (Weißenburg), wo große Truppenübungen stattfanden, waren u.a. das 37. Infanterie-Regiment aus Krotoschin und das Feldartillerie-Regiment No. 56 aus Lissa untergebracht. Nachts fuhren mehrere Offiziere in Zivil, die bei einem Schützenfeste in einer der umliegenden Ortschaften gewesen waren, auf einem Krümperwagen bis Chaussee Prämnitz-Goslin entlang, um nach Biedrusko zurückzukehren. Unterwegs wurde der Wagen von Soldaten angehalten; diese verlangten, mitgenommen zu werden. Als ihnen dies abgeschlagen wurde, zog einer der Leute blank und der Hauptmann Maschke vom 37. Infanterie-Regiment aus Krotoschin, der auf dem Rücksitz saß, erhielt einen Hieb über den Kopf. Der Offizier trug eine stark blutende Stirnwunde davon und musste nach dem Garnison- Lazaretth übergeführt werden. Man vermuthet, dass der Attentäter ein Soldat des Feld-Artillerie-Regiments No. 56 ist.&#13;
&#13;
Im Londoner Hippodrom, in dem 33 Löwen vorgeführt werden, ereignete sich dieser Tage eine heitere Szene. Ein Herr Ahrensmeyer, berufsmäßiger Hypnotiseur, hatte sich erboten, den prächtigen Löwen&#13;
„Abdullah“ zu hypnotisieren. Ahrensmeyer betrat den Käfig in Begleitung des Löwenbändigers, und „Abdullah“, der Löwe, benahm sich zunächst ganz ruhig und artig und würde wahrscheinlich auch von dem Hypnotiseur keine Notiz genommen haben, hätte dieser ihm nicht fortgesetzt in die Augen gestarrt. Da riss dem Könige der Thiere schließlich der Geduldsfaden. „Abdullah“ richtete sich majestätisch auf, duckte sich und&#13;
 &#13;
würde Herrn Ahrensmeyer sicherlich seine Zudringlichkeiten heimgezahlt haben, hätte sich der Bändiger nicht ins Mittel gelegt. Er ließ seine Peitsche knallen und hielt den Löwen so lange in Schach, bis der Hypnotiseur glücklich draußen war. Aber auch dann sprang „Abdullah“ noch mehrere Male wüthend gegen das Gitter des Käfigs und verfolgte seinen mit so großen Vorsätzen gekommenen Gegner unausgesetzt mit den Augen, bis er entschwunden war. Ahrensmeyer behauptete später noch immer, keine Furcht vor Löwen zu haben und sie mit Hilfe seiner unwiderstehlichen Augen bändigen zu können.&#13;
&#13;
In der ungarischen Gemeinde Bazos verschied kürzlich ein wohlhabender Landmann, namens Bellu. Wenige Tage nach seinem Tode schon nahm seine Wittwe, eine hübsche Frau von 35 Jahren, den 28 jährigen Bauernburschen Vikul, mit dem sie seit längerer Zeit ein intimes Verhältnis unterhalten hatte, in ihr Haus und lebte ungeniert mit ihm. Der 18-jährige Sohn der Wittwe, Joseph Bellu, machte der Mutter vergebens die heftigsten Vorwürfe, und statt sie von dem Liebhaber zu trennen, war er selbst gezwungen, das Haus zu verlassen. Neulich Morgens suchte nun Bellu den Geliebten seiner Mutter auf dem Felde auf, um ihn zu bewegen, von dem schändlichen Verhältnis abzustehen. Statt aller Antwort versetzte Vitul dem jungen Bellu mehrere Peitschenhiebe ins Gesicht. Darob gerieth der Geschlagene in solche Wuth, dass er mit dem Geliebten seiner Mutter auf der Stelle abzurechnen beschloss. Er ergriff eine Sense und bohrte sie dem Vikul in den Unterleib. Tödtlich getroffen stürzte Vikul zusammen. Aber noch war des jungen Bellu Rache nicht gestillt. Er hob nochmals die Sense und riss dem Sterbenden mit einem schnellen Schnitt den Kopf vom Rumpfe. Dann ging er vom Schauplatze des Mordes zur Gendarmerie, wo er unter genauer Schilderung des ganzen Herganges und der Motive des Mordes selbst seine Verhaftung begehrte.&#13;
&#13;
Beim Brande des großen Versatzamtes zu Neapel kam der junge Marquis Karl Sarmiento auf tragische Weise ums Leben. Er hatte sich, nebst dem Fürsten Fondi und dem Baron Compagna, bereit erklärt, beim Transport einer schweren Löschmaschine behilflich zu sein. In der allgemeinen Verwirrung auf der Brandstätte stieß diese Maschine mit einem Rettungswagen zusammen und Marquis Sarmiento wurde auf der Stelle getödtet. Seine Begleiter trugen ihn ins nahe Spital.&#13;
&#13;
Der Fürst von Bulgarien ist sehr abergläubisch. Gegen den Freitag und ganz besonders gegen die böse Zahl 13 hegt er entschiedene Abneigung. Deshalb soll Minister Popow kürzlich bei der Eröffnung des Hafens von Burgas und mit Bezugnahme auf die am 18. Mai a. St. 1890 erfolgte Einweihung der Eisenbahnstrecke Jamboli – Burgas seine Rede mit folgender ungewöhnlichen Wendung begonnen haben: „Vor zwölf Jahren und zwölf Monaten geruhten Eure königliche Hoheit“ etc.&#13;
&#13;
Ein hartnäckiger Selbstmörder ist der Besitzer des Apollotheaters in Basel, Samuel Schweitzer, der kürzlich einen Selbstmordversuch machte, indem er sich aus dem Fenster des Hotels, in welchem er logierte, in den Rhein stürzte. Schiffer, die in der Nähe in ihren Booten beschäftigt waren,&#13;
 &#13;
retteten den Lebensmüden. Kaum war Schweitzer aber in einen Kahn gezogen, so schoss er sich eine Kugel vor den Kopf, sodass er auf der Stelle todt blieb. Finanzielle Gründe sollen Schweitzer zu der Verzweiflungsthat getrieben haben.&#13;
&#13;
Die Grausamkeit der bulgarischen Banden in Mazedonien zeigte sich unlängst wiederum in einer Greuelthat, der ein mazedonischer Beamter zum Opfer gefallen ist. Nach einem Bericht des Generalinspektors von Mazedonien an das türkische Auswärtige Amt wurde der Verwalter des Pachthofes Tschitschova an der albanischen Grenze Namens Cherif von dem Bulgaren Tola und 32 seiner Helfershelfer in seiner Behausung überfallen und erwürgt. Die Leiche des Unglücklichen wurde in furchtbarer Weise verstümmelt. Ohren, Nase und Kinn schnitten die Unholde ab, dann stachen sie der Leiche die Augen aus und rissen Eingeweide und Lunge aus dem entseelten Körper.&#13;
&#13;
Seit einiger Zeit gährt es unter der Fischfang treibenden Bevölkerung Finnmarkens, und jetzt ist aus der Bewegung im hohen Norden Norwegens offener Aufruhr geworden. Wie aus Kopenhagen berichtet wird, verlangen die Fischer, dass die Walfische geschützt werden und behaupten, dass die Walfischfänger das Fischergewerbe durch Tötung der Wale ruinierten. Mit Gewehren bewaffnet, haben die erregten Leute nun die Stationen der Walfischfänger angegriffen, Gebäude, Maschinen zerstört und Schaden im Betrage von etwa 100,000 Kronen verursacht. Die norwegische Regierung hat das Kriegsschiff „Heimdal“ nach Finnmarken abgesandt, um Ruhe zu stiften.&#13;
&#13;
Der folgende traurige Fall wird aus Berlin berichtet: Im Seitenflügel eines Hauses an der Rostocker Straße wohnte seit einem Jahre ein Arbeiter mit seiner Frau und vier Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren. Kürzlich wurde dem Ehepaar noch ein Mädchen geboren. Obwohl der Mann Arbeit hatte, so blieb er für vier Monate die Miethe schuldig. Der Hauswirth hatte daher auf Räumung geklagt, die der Gerichtsvollzieher vollstrecken sollte, wegen des Zustandes der Frau jedoch auf zwei Wochen verschob. Kurz vor Ablauf dieser Frist erkrankte das jüngste Kind und starb, nachdem ein Prediger die Nothtaufe vollzogen hatte. Während nun der Hauswirth auf einem Neubau beschäftigt war, holte der Miether einen Wagen und rückte mit der Einrichtung. Bei der Besichtigung der Wohnung entdeckte dann der Wirth, dass die Leute die kleine Leiche in dem Kinderbett hatten liegen lassen, ohne sich um ihr Schicksal zu kümmern. Die Revierpolizei beschlagnahmte die Leiche und ließ sie nach dem Schauhause bringen.&#13;
&#13;
Ein unter dem Schriftstellernamen Leo Dex in Luftschifferkreisen gut bekannter französischer Offizier hat sich schon seit Jahren mit dem Problem beschäftigt, die Wüste Sahara in einem Ballon zu überfliegen, und sich im letzten Winter nach Sabes an der Nordküste Afrikas begeben. Dort wollte er einen sogenannten Pilotballon, d. h. einen unbemannten Versuchsballon, auflassen. Er hoffte, dass dieser durch lokale Windströmungen in die Region der Passatwinde gelangen und nach Timbuktu kommen würde. Dieses Resultat wurde allerdings nicht erreicht,&#13;
 &#13;
obwohl der Ballon eine Reise von mehreren hundert englischen Meilen machte; er landete schließlich im südlichen Algier. Nach der eingeschlagenen Richtung zu urtheilen, scheint der Wind, der in Sabes im Winter für lange Zeit sehr beständig weht, weiterhin über dem Sandmeer des großen Erg eine mehr östliche Richtung anzunehmen und dann nach Norden zu drehen nach dem Wed Jedi (34 Grad n. B.), wo der Ballon durch Araber an den Halteseilen herabgezogen wurde.&#13;
&#13;
Ein heiteres Erlebnis des Königs von Dänemark in Wiesbaden wird von dort mitgetheilt. Als der König erfuhr, dass die kaiserlichen Prinzen ihm während seiner Abwesenheit einen Besuch hatten abstatten wollen, begab er sich sofort allein zu Fuß zum Schloss, um die Aufmerksamkeit zu erwidern. Dort aber wollten die Wachen ihn nicht einlassen, da „das Hauptportal kein Eingang für Zivilisten ist.“ Der König ging nun ruhig zum Nebenportal, wo er erkannt und die Sache aufgeklärt wurde. König Christian aber war keineswegs beleidigt, sondern soll über den Vorfall herzlich gelacht haben.&#13;
&#13;
Der mehrfach zum Tode verurtheilte Lustmörder Tetznow hat sich in der Universitätsklinik zu Greifswald einer schweren Operation unterziehen müssen. In seinem Kopfe hatte sich ein Absceß (Abszess) gebildet, der durch einen Eingriff in die Schädelhöhle entfernt werden musste. Die Operation verlief günstig. Der Tischlergeselle Ludwig Tetznow ist wegen eines Doppelknabenmordes in Babe auf Rügen und wegen eines Doppelmädchemordes in der Nähe von Osnabrück vom Schwurgericht in Greifswald viermal zum Tode verurtheilt worden. Das von ihm beantragte Wiederaufnahmeverfahren ist z.Zt. von sämmtlichen in Betracht kommenden Instanzen zurückgewiesen worden.&#13;
&#13;
Der mit der Statue einer Wäscherin geschmückte Brunnen auf dem Märkischen Platze in Berlin muss infolge Höherlegung dieses Platzes ebenfalls um einen Fuß gehoben werden. Das von Professor Ludwig Brunow geschaffene und im Jahre 1897 aufgestellte Kunstwerk hat von dem Berliner Volkwitz mit Rücksicht auf seine große Zierlichkeit und die den Platz umsäumenden Kolossalbauten die Bezeichung: „Das Mädel ohne Verhältniss“ erhalten und ist schon einmal, als beim Bau dem Kaufhauses&#13;
„Neu-Cölln“ eine Erweiterung des Märkischen Platzes stattfand, versetzt worden. Der Brunnen soll daran erinnern, dass einst die alten Berlinerinnen in der Spree, nahe der Waisenbrücke, ihre Wäsche spülten und sie an dem damals noch grünen Strande trockneten.&#13;
&#13;
Eins der größten künstlichen Stauwerke der Welt wird die im Bau begriffene Thalsperre im Ennepethale in Westfalen werden; sie wird über 12 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Durch die Sperrmauer, für welche 100,000 Kubikmeter Mauermaterial erforderlich ist, werden zwei Thäler abgesperrt. Die gewaltige Mauer erhält eine Länge von 270 Meter und eine Höhe von 41 Meter, an der Basis wird sie 52 Meter und an der Krone 5 Meter breit. Der Stausee wird eine Ausdehnung von 10 Kilometer erhalten. Aus der Thalsperre werden nach ihrer Fertigstellung, die für Oktober nächsten Jahres vorgesehen ist, eine ganze Reihe von Städten das Trinkwasser erhalten, außerdem wird das Wasser auch zum Teil als&#13;
 &#13;
Betriebskraft verwandt werden. Zur Zeit sind an dem Bau über 1000 Arbeiter beschäftigt.&#13;
&#13;
Eine Rettungsthat vollführte ein Oberleutnant der Garde gelegentlich eines Ausflugs nach Hamburg. Dort hatte sich ein zwanzigjähriges Dienstmädchen von der Lomdardsbrücke aus in selbstmörderischer Absicht in die Alster gestürzt. Vor Ausführung der That hatte die Lebensmüde an ihrem Hut, den sie in den Anlagen am Ufer zurückließ, einen Zettel befestigt, der die Mittheilung enthielt, dass sie sich das Leben nehmen müsse, weil sie von ihrem Bräutigam verlassen worden sei. Diesen Hut fanden einige Personen, die soeben den Alsterdampfer verlassen hatten. Als man nun das Wasser genau beobachtete, sah man das Mädchen mit den Wellen kämpfen. Sofort entledigte sich ein des Weges kommender Oberleutnant der Garde seines Waffenrockes, sprang ins Wasser und rettete das dem Ertrinken nahe Mädchen. Hierauf entfernte sich der Offizier schleunigst, sodass es nicht gelang, seinen Namen festzustellen.&#13;
&#13;
Ein Theater im Grünen, eine genaue Rekonstruktion des „Théatre de Verdure, wie es zur Zeit Ludwigs XIV. im Park von Versailles und Trianon bestand, soll in Paris errichtet werden. Allerdings gab es in der franzöischen Hauptstadt vor gar nicht langer Zeit in einem versteckten Winkel des Bois de Boulogne ein solches Naturtheater, doch stellten sich dem Unternehmen bald so große Schwierigkeiten entgegen, dass das Institut wieder schließen musste. Nunmehr hat es Charles Bordes, der Direktor der Pariser Sängerschule, der „Schola Cantorum“, wie ihr offizieller Titel lautet, unternommen, im Wege der Subscription das Theater im Grünen wieder aufleben zu lassen. Sein Plan hat in den künstlerischen und gesellschaftlichen Kreisen von Paris begeisterte Aufnahme gefunden. Das Theater wird aus grünenden Baumästen und blühenden Zweigen  im  zierlichen  Rokokostile  im  Garten  des früheren Gebäudes der „Schola Cantorum“ errichtet werden, und namhafte Kräfte der Großen Oper, der Opéra Comique, des Theaters de la Monnaie und anderer künstlerisch bedeutender Pariser Theater werden sich auf dieser improvisierten Bühne in den Dienst der guten Sache stellen.&#13;
&#13;
Dem Schweizer Bauernführer Nikolaus Leuenberger von Rüderswil im Emmenthal soll jetzt in seinem Heimathsort ein Denkmal gesetzt werden. Als im 17. Jahrhundert unter den Bauern in den Kantonen Bern, Luzern, Solothurn eine Bewegung entstand und 1653 zu Gumiswald eine große Bauernversammlung stattfand, die dem Herrenbund einen Volksbund entgegenzusetzen dachte, war Leuenberger der Wortführer. Er gerieth später durch Verrath in Gefangenschaft, wurde unter grausamem Spott, mit einem Strohkranz auf dem Kopfe und einem hölzernen Degen an der Seite nach Bern geführt, gefoltert, enthauptet und geviertheilt.&#13;
&#13;
Der Bedarf an Kornblumen (bekanntlich die Lieblingsblume Kaiser Wilhelm’s I.) für die Berliner ist gegenwärtig ungemein groß. In großen Quantitäten kommen die Blüthen nach Berlin, wo sie willige Abnehmer finden. In der näheren Umgebung ist deshalb auf den Feldern kaum eine&#13;
 &#13;
Kornblume zu  finden. Die  Landbevölkerung hat bald herausgefunden, dass mit dem Sammeln ein Geschäft zu machen ist, und so dauerte es nicht lange, bis die hübschen blauen Blumen aus den wogenden Feldern verschwunden waren. Das Abpflücken hat aber auch manchen Schaden für die Grundbesitzer zur Folge, da bei dem Suchen die Felder zertreten werden. Die Polizeiverwaltungen verschiedener Orte der Umgebung Berlins haben sich genöthigt gesehen, durch Polizeiverordnung das Einsammeln der Kornblumen auf den Feldern zu verbieten.&#13;
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In einer der größeren Banken Amsterdams wurde dieser Tage ein ungemein frecher Diebstahl verübt. Der Kassenbote einer anderen Bank, der einen Sack mit Effekten im Werthe von 40,000 Gulden einen Augenblick an der Kasse neben sich niederlegte, um Wechsel einzukassieren, fand an dessen Stelle einen anderen ähnlichen Sack, der nur Zeitungen enthielt. Die Bank hatte dem Kassenboten noch einen ihrer Angestellten der größeren Sicherheit wegen mitgegeben, aber dieser war in dem Augenblicke, wo der Diebstahl ausgeführt wurde, gerade an einem anderen Schalter beschäftigt, wo er ebenfalls einen Auftrag auszuführen hatte. Bis jetzt fehlt von dem Diebe oder den Dieben jede Spur. Da die gestohlenen Stücke durchweg amerikanische Zertifikate sind, wird es Mühe kosten, sie zu versilbern. Bekanntlich besteht aber in London ein größeres Bankinstitut, das nur gestohlene Effekten kauft, diese 3,4 auch 5 Jahre ruhig liegen lässt und sie dann, wenn der Diebstahl einigermaßen vergessen oder durch andere in den Hintergrund gedrängt ist, verkauft. Wenn die Zertifikate dahin ihren Weg gefunden haben sollten, dann ist jede Aussicht auf Ergreifung der Thäter hoffnungslos.&#13;
&#13;
Die Franzosen haben seit Kurzem einen poeta laureatus, der Ausschuss des Schriftstellerverbandes hat den Sully Prudhomme Preis für 1903 im Betrage von 1500 Franc dem jungen Dichter Charles Dumas zuerkannt. Sully Prudhomme, der mehr gelobte als gelesene französische Lyriker, erhielt vor zwei Jahren den Dichterpreis der Nobelstiftung und setzte darauf selbst einen Dichterpreis fest, für welchen er einen Teil der Zinsen des ihm unerwartet in den Schooß gefallenen Nobelpreises zu verwenden beschloss; in jedem Jahre sollte ein junger französischer Lyriker, der sich durch formvollendete Dichtungen auszeichnete, mit dem Preise bedacht werden. Im vorigen Jahre fiel der Prudhomme-Preis einem Mitgliede der Gaulois-Redaktion, einem Herrn namens Michelet zu. Dieses Jahr bekam ihn wieder ein Gaulois-Redakteur, der erwähnte Herr Dumas. Man sieht, die Herren Preisrichter geben etwas auf Namen, und der Gil Blas meint, dass im nächsten Jahre wahrscheinlich ein Herr Augier gekrönt werden würde. Herr Charles Dumas, der neue „poeta laureatus“, ist erst 22 Jahre alt.&#13;
&#13;
Über einen zehnjährigen Mörder wird aus England berichtet. Unlängst verschwand in Stockton-on-Tees ein 15 Monate altes Kind, das mit seinem 3jährigen Brüderchen auf der Straße gespielt hatte. Die Leiche dieses Kindes fand man bald darauf in einem Sandhaufen, schenkte aber der Aussage des kleinen Brüderchens, dass ein Junge, den der Kleine ausdrücklich bezeichnete, das Kind weggeschleppt habe, keinen Glauben. Wenige Tage darauf kam nun ein anderes Kind zu seiner Mutter gelaufen&#13;
 &#13;
und erzählte dieser, ein Knabe habe soeben sein Schwesterchen an die Hand genommen und weggeführt. Die Mutter eilte den Kindern sofort nach, holte sie ein und übergab den Entführer, einen 10 jährigen, erbärmlich aussehenden Streichholzverkäufer, der Polizei, die in ihm den Jungen erkannte, der nach Aussage des kleinen Knaben das ermordete Kind weggeführt haben sollte. Vor Gericht beschrieb der Verhaftete nun ganz genau, wo und in welcher Weise er das Kind lebendig in dem Sandhaufen verscharrt hatte, und fügte hinzu, dass er die Absicht gehabt habe, das andere Kind zu ertränken. Dem Jungen scheint jeder Begriff für das, was er gethan hat, zu fehlen. Er ist vollständig verwahrlost und auf der Straße aufgewachsen.&#13;
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              <text>Clayton County Journal. GUTTENBERG PRINTING CO.,&#13;
Publishers.&#13;
S.L. SAGE, Editor and Manager. GUTTENBERG, IOWA&#13;
&#13;
Deutsche Lokal-Nachrichten. Provinz Brandenburg.&#13;
Landsberg	a.W.	Übermäßiger Alkoholgenuss ist dem Fuhrmann Ernst Wilke verhängnisvoll geworden. Wilke war mit noch zwei anderen Fuhrleuten beschäftigt, Langholz aus dem Kladower Forst nach hier zu fahren. Unterwegs kehrten sie in einem Wirthshause ein und nahmen in reichlichem Maße alkoholische Getränke zu sich. Als sie eine Anhöhe hinunterfuhren, stürzte Wilke von seinemSitze herab, die Räder des mit Langholz schwer beladenen Wagens gingen ihm über den Brustkasten und drückten denselben ein, so dass der Verunglückte bald darauf starb.&#13;
&#13;
Nieder-Schönweide. Der Vorsteher des hiesigen Postamtes, Postverwalter Karl Holtfreter, beging die Feier des 25 jährigen Dienstjubiläums.&#13;
&#13;
Plötzensee. Mit seiner Familie geflüchtet ist nach	Verübung	zahlreicher Wechselfälschungen der Kaufmann und Restaurateur Albert Moritz, der am Spandauer Schifffahrts[k]andal ein umfangreiches Petroleumgeschäft betrieb.&#13;
&#13;
Prenzlau. Der frühere Schuhmachermeister, Rentier Wilhelm Theodor Vogel, und der Tapezier Christian August Hermann Keimling begingen ihr 50jähriges Bürgerjubiläum. Eine Abordnung der städtischen Behörden, bestehend aus den Stadträthen Kauffmann und Schneider und den Stadtverordneten Kleinodt und Gruner, überreichte jedem der Jubilare ein künstlerisch ausgestattetes Glückwunschschreiben.&#13;
 &#13;
Rixdorf. Am Fahrstuhl ist der 35 Jahre alte Klempner Willhelm-Höppner hierselbst wohnhaft, tödtlich verunglückt. - Der in weitesten Kreisen bekannte Eigenthümer Oskar Adam feierte mit seiner Ehefrau das Fest der silbernen Hochzeit.&#13;
&#13;
Rummelsburg. Als Leiche wurde der Obersekundaner Süßkow von hier wiedergefunden, der seit einiger Zeit verschwunden war, nachdem er  in  der Anstalt an der Schillingsbrücke ein Bad genommen hatte. Seine Leiche wurde im Grunewald am Havelufer angeschwemmt und gelandet.&#13;
&#13;
Schöneberg. Die zwangsweise Pensionierung des Direktors der hiesigen hohenzollern schen Schule, Dr. phil. Erich Bartels, hat der Magistrat bei dem Provinzialschulkollegium beantragt. Bartels, der sich zur Zeit in der Maison de santé befindet, leidet an fortschreitender Gehirnlähmung, welche die Wiederaufnahme der Berufsthätigkeit ausschließt. - Im Botanischen Garten feierte der Gartenarbeiter Böttcher, Bahnstraße 45 wohnhaft, sein 25 jähriges Arbeitsjubiläum.&#13;
&#13;
Tempelhof. Der hier in der Kaiserin- Augustastraße 41 wohnhafte Weichensteller Karl Tresemer wurde auf dem hiesigen Rangierbahnhofe beim Überschreiten des Geleises von einem Zuge überfahren und erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Elisabeth-Krankenhause in Berlin verstarb. Tresemer hinterlässt seine Frau und zwei schulpflichtige Kinder.&#13;
&#13;
Provinz Ostpreußen.&#13;
Königsberg. Im Alter von 67 Jahren verstarb hier Sanitätsrath Dr. Adolf Kahnemann nach langem Leiden.&#13;
&#13;
Barranowen. Dem Schäfer Johann Konietz wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.&#13;
 &#13;
Goldap. Die Tischlerwitwe Drescher hatte sich vom Hause entfernt, um Sauerampfer zu pflücken. Sie kam dabei an einen steilen Abhang, glitt hinunter und fiel in den Graben, der durch die letzten Regengüsse angeschwollen war, und ertrank.&#13;
&#13;
Horst. Bei der Herstellung von Butter mit einer Buttermaschine war der dreijährige Sohn des Besitzers Blumenthal zugegen. Der Knabe, welcher sich an der Maschine zu schaffen machte, fiel plötzlich in das Getriebe und wurde mehrmals herumgeschleudert, so dass der Tod auf der Stelle eintrat.&#13;
&#13;
Provinz Westpreußen.&#13;
Marienburg. Todt aufgefunden wurde der arbeitslose Bäckergeselle Brenk in der Nähe der Artilleriekaserne. Brenk stand in den 60er Jahren, hielt sich in letzterer Zeit in unserer Umgegend auf und war ein arbeitsscheuer Mensch.&#13;
&#13;
Ohra. Das Johannisstift, Rettungshaus für Knaben, beging das Fest seines 50jährigen Bestehens. Aus diesem Anlasse wurde dem Pfarrer Klefeld der Rothe Adlerorden vierter Klasse und dem Hausvater Ziegner das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.&#13;
&#13;
Zempelburg. Im See bei Nichors ertrank der Arbeiter Wietzig von hier. Er fuhr mit seiner Frau in einem schadhaften Kahne zum Kartoffelpflügen über den See. Auf der Fahrt füllte sich der Kahn mit Wasser  und ging unter. Da nahm Wietzig seine Frau auf den Rücken und versuchte schwimmend das Ufer zu erreichen. Doch bald waren seine Kräfte erschöpft. Als dann das Ehepaar um Hilfe rief, eilte der Fischer Seidak, der gerade im See fischte, zur Rettung herbei. Leider konnte er nur die Frau retten, während der Mann vor seinen Augen versank.&#13;
&#13;
Provinz Pommern.&#13;
Stettin. Die 56jährige Hebeamme Wilhelmine    Laube    vergiftete    sich    mit&#13;
 &#13;
Sublimat. - Der fünfjährige Sohn des Arbeiters Zehn stürzte von der Wäschespüle an der Schiffsbaulastadie in der Oder und ertrank.&#13;
&#13;
Bansin. Der 29 Jahre alte Kutscher Wilhelm Böckler wurde beim Plankenfahren von einer Planke so unglücklich auf den Leib getroffen, dass er infolge der erhaltenen Verletzungen gestorben ist.&#13;
&#13;
Damsdorf. Das Anwesen des Besitzers Skibbe brannte vollständig nieder; der angerichtete Schaden ist groß.&#13;
&#13;
Franzburg. Das Ehepaar Schulz feierte in voller Rüstigkeit seine goldene Hochzeit.&#13;
&#13;
Greifenberg. Der kommissarische Seminar&#13;
– Oberlehrer Geisler ist vom Magistrat einstimmig zum Rektor der Stadtschule und Frühprediger hierselbst gewählt worden.&#13;
&#13;
Kussenow. Kuszanowol In der Nähe der Papiermühle in Schivelbein ereignete sich ein bedauerlicher Unfall. Der Rentenhofsbesitzer Fröter von hier hatte Schweine zur Stadt gebracht und wollte auf dem Rückwege Schrot von der Papiermühle mit nach Hause nehmen. Dabei geriet[h] er mit dem Fuhrwerk an einer Stelle des Weges, die nach den großen Schneeverwehungen vom Freiwasser der Mühle unterspült war. Das Fuhrwerk schlug um und der Führer flog kopfüber in den Sumpf und erstickte, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte.&#13;
&#13;
Provinz Schleswig –Holstein.&#13;
Kiel. Stadtrath Fabrikant Daevel und Konul Mohr, der Direktor der Kieler Bank, sind zu Kommerzienräthen ernannt worden. - Die bekannte Butter- und Fettwaaren- Engroshandlung von E. Harz feierte ihr 50 jähriges Geschäfts-Jubiläum.&#13;
 &#13;
Krempdorf. Das Ehepaar Schuldt beging unter zahlreicher Betheiligung im Kremperhof die Feier der diamantenen Hochzeit.&#13;
&#13;
Poppenhusen. Das Rolfsche Anwesen wurde durch Feuer gänzlich zerstört.&#13;
&#13;
Schenefeld.	Der bisherige Gemeindevorsteher Riecken wurde als solcher für die nächsten 6 Jahre wiedergewählt.&#13;
&#13;
Wester-Ihlienworth. In der Familie des Hofbesitzers Heinrich Wiebold wurde eine dreifache Hochzeit gefeiert. Seine silberne, seiner hochbetagten Eltern diamantene und seiner Tochter grüne Hochzeit.&#13;
&#13;
Provinz Schlesien.&#13;
Breslau. Der Kriegsgerichtsrath Schönewerk, bisher beim Stabe der Oberasiatischen Brigade, ist zum Oberkriegsgericht des 6. Armeekorps (Breslau) versetzt worden. - Der erste Staatsanwalt bei dem hiesigen Landgericht, Grospietsch, ist zum Geheimen Justizrath ernannt worden.&#13;
&#13;
Babitz. Der Häuslersohn Franz Dziedzoch feierte seine Hochzeit. Eben hatten sich nach Rückkehr vom Tanz die Hochzeitsgäste verabschiedet, als in dem Hochzeitshause Feuer ausbrach und dieses vollständig einäscherte. Sämmtliches Mobiliar, darunter auch die Hochzeitsgeschenke des Brautpaares, wurde ein Raub der Flammen.&#13;
&#13;
Girlachsdorf. Dem Hochwasser zum Opfer gefallen ist das 3 jährige Kind des Pferdeknechtes Renner von hier. Dasselbe spielte mit mehreren anderen Kindern im Sande und wollte sich in der Neiße die Hände abwaschen, stürzte hinein und ertrank.&#13;
&#13;
Gleiwitz. Auf dem Labander Exerzierplatze wurde bei Übungen des Ulanen- Regiments Unteroffizier Regner von seinem&#13;
 &#13;
Hintermann durch einen Lanzenstich schwer verletzt.&#13;
&#13;
Glogau. Die hiesige Loge „Zur biederen Vereinigung“ beging die Feier des hundertjährigen Jubiläums. Von allen Seiten waren hierzu Gäste erschienen.&#13;
&#13;
Provinz Posen.&#13;
Marienthal. Die Arbeiterfrau Susanne Dlugan verunglückte auf der Heimfahrt. Bei einer scharfen Biegung des Weges stürzte der Wagen um, und hierbei fiel die Dlugan so heftig gegen einen Baum, da[ss] sie auf der Stelle getödtet wurde.&#13;
&#13;
Samter. Drei Kinder des Fuhrwerksbesitzers Weimann sind infolge des Genusses von vergifteten Brocken, welche zur Vertilgung des Raubzeuges auf den Wilkeschen Feldern lagen, gestorben.&#13;
&#13;
Wronke. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Ackerbürgers Renn in der Vorstadt. Die Ausgedingerin Schukala, die 90 Mark aus den Flammen retten wollte, erlitt gefährliche Brandwunden, denen sie erlegen ist.&#13;
&#13;
Zalesie. Bei einem Stubenbrande kamen zwei Kinder des Arbeiters Ring, in Abwesenheit der Eltern, in den Flammen um.&#13;
&#13;
Provinz Sachsen.&#13;
Magdeburg. Die Schuhmachersfrau Bartels, die an Gesichtsrose litt, erdrosselte ihre Tochter von vier Jahren, ertränkte einen Knaben von ¾ Jahren und erhängte dann sich selbst. Grund der That war der bevorstehende Tod ihres Mannes, der an Gehirnentzündung erkrankt war. - Die Maschinenfabrik Hermann Laatz &amp; Co., Magdeburg-Neustadt, beging die Feier des 25 jährigen Jubiläums ihres Meisters Griebsch und Vorarbeiters Dettmann.&#13;
 &#13;
&#13;
Altenroda. Im Gehöfte des Landwirths Seidler brach ein Brand aus, der durch ein Dienstmädchen vorsätzlich angelegt worden sein soll.&#13;
&#13;
Bitterfeld. Die philosophische Fakultät der Universität Gießen ernannte zur Zeit in Spanien beim Bau einer großen elektro- chemischen Fabrik beschäftigten Erbauer und ersten Direktor der chemischen Fabrik Elektron 1 hierselbst, Pistor, zum „Dr. phil. honoris causa“.&#13;
&#13;
Burg. An Stelle des verstorbenen Stadtraths Gabriel wurde der bisherige Stadtverordnete Rentier Karl Weber zum Stadtrath gewählt. Die beiden ausscheidenden unbesoldeten Stadträthe Fabrikbesitzer Arnold Wilke und Kaufmann&#13;
C. A. Ehrecke senior wurden wiedergewählt.&#13;
&#13;
Gardelegen. Das 350jährige Bestehen des hiesigen Schützenvereins soll am 16. und 17. August in festlicher Weise begangen werden. Zur Theilnahme an der Jubelfeier, bei der auch ein großer Festzug veranstaltet wird, sollen an alle Schützen der Altmark Einladungen ergehen.&#13;
&#13;
Provinz Hannover.&#13;
Groß-Buchholz. Sein 25jähriges Stiftungsfest feierte der Männergesangverein hierselbst. Es waren vierzehn auswärtige Vereine vertreten. Die Festrede hielt Lehrer Plüer.&#13;
&#13;
Hameln. Die beiden hiesigen Lehrer Dettmers und Fenner vergnügten sich auf der Weser mit Kahnfahren, kamen aber dem Wehre (beim Lachsfange) zu nahe und wurden infolge der starken Strömung über dasselbe getrieben. Während sich Lehrer Dettmers durch Schwimmen rettete fand der andere seinen Tod in dem Wasser.&#13;
&#13;
Hölingen. Die 44 jährige Wittwe Coordden, welche vor einiger Zeit mit dem rechten Arm&#13;
 &#13;
in das Getriebe ihrer Dreschmaschine gerieth, ist am Wundstarrkrampf gestorben.&#13;
&#13;
Katzenstein. Von den Katzensteiner Klippen, den schroff abfallenden Gipsfelsen, ist der achtjährige Schulknabe Karl Rädecker abgestürzt. Der Verunglückte ist an den erlittenen Verletzungen gestorben.&#13;
&#13;
Polle. Bei einem hier niedergegangenen schweren Gewitter wurde die Ehefrau des Arbeiters Rinne vom Blitze erschlagen. Die Frau, die in ihrem unweit des Ortes gelegenen Garten arbeitete, wurde am Halswirbel getroffen und war sofort todt.&#13;
&#13;
Sulingen. Der vor kurzem verstorbene Kaufmann Wilhelm Melloy in Bremen hat durch Testament unserer Kirche für einen Kirchthurm 15,000 Mark, dem Flecken hier, seinem Geburtsort, für Armenpflege 5000 Mark und dem hiesigen Kreiskrankenhause 5000 Mark vermacht.&#13;
&#13;
Provinz Westfalen.&#13;
Münster. Der in der Neustadt 15 wohnende Speisewirth Kappen, ein schon ziemlich bejahrter Mann, hat sich erschossen. – Kaplan Böddinghaus,  früherer  Leiter  des&#13;
„Westfälischen Merkur“, ist infolge Blutsturz gestorben.&#13;
&#13;
Altstatte. Den Eheleuten Berthold wurden vier Knaben geboren. Die Kinder wurden jedoch nur einige Stunden alt.&#13;
&#13;
Dortmund. In der Morgenschicht verunglückte auf Schacht Kaiserstuhl 1 der Bergarbeiter und Lehrbauer Johann Stein hierselbst dadurch, dass derselbe von einem Förderwagen auf der ersten Sohle erfasst wurde. Stein wurde als Leiche zu Tage gefördert.&#13;
&#13;
Ergste. Der Maschinist Fritz Tillma auf dem Dortmunder Wasserwerk feierte sein 25 jähriges Dienstjubiläum.&#13;
 &#13;
Hörde. Einen schweren Unfall erlitt der Knecht Wilhelm Gosda vom Kaiserberg. Gosda befand sich auf einem mit Steinen beladenen Wagen und gerieth unglücklicher Weise unter sein eigenes Fuhrwerk, das ihm das rechte Bein zerschmetterte.&#13;
&#13;
Lünen. Vor Kurzem konnte L. Berthold das Jubiläum seiner 25-jährigen Thätigkeit bei der Firma Ferdinand Schultz &amp; Co. feiern.&#13;
&#13;
Rheinprovinz.&#13;
Kleinenbroich. Unter großer Betheiligung der Ortseingesessenen fand hier die diamantene Hochzeit der Eheleute Knepperges statt.&#13;
&#13;
Koblenz. Einer der ältesten rheinischen Juristen, der frühere Friedensrichter, spätere Amtsgerichtsrath Bram, Geheimer Justizrath, ist hier im Alter von 78 Jahren gestorben. Bram war ein eifriger Förderer der Eifelsache.&#13;
&#13;
Rheinberg. Im Alter von nahezu 93 Jahren starb hier infolge Altersschwäche der Notar Geheimer Justizrath Johann Josef Kewer. Der Verstorbene hat hier 47 Jahre lang als Notar amtiert, war Ehrenbürger unserer Stadt und in weiteren Kreisen als Dichter bekannt.&#13;
&#13;
Solingen. Der in einer hiesigen Volksschule angestellte Lehrer Horstmann hat sich in seiner Wohnung während der Abwesenheit seiner Ehefrau erschossen. Tiefsinn und Zwist mit Vorgesetzten soll das Motiv zur That sein.&#13;
Trier. An Stelle des verstorbenen Direktors des Provinzialmuseums hierselbst Professor Dr. F. Hettner ist der Archäologe, Direktor des akademischen Kunstmuseums, ordentlicher Professor Dr. Georg Loeschke, als Mitglied in die Zentraldirektion des kaiserlichen Deutschen archäologischen Instituts in Berlin berufen worden.&#13;
 &#13;
Provinz Hessen-Nassau.&#13;
Marburg. Der Geheime Medizinalrath Professor  Ernst  Küster  hier,  Direktor  der chirurgischen Universitätsklinik, hat in seinem  Militärverhältnis  eine  besondere Auszeichnung erfahren. Bisher Generalarzt à la suite des Sanitätskorps, ist ihm der Rang als Generalmajor verliehen worden.&#13;
&#13;
Weidenhausen. Der Veteran aus dem Jahre 1870-71 Georg Rehbein, der an zahlreichen Schlachten teilgenommen hat, ist hier gestorben. Die ertragenen Strapazen hatten schwere Nachtheile für seinen Geist. Da seine Schwermuth in letzter Zeit besonders zugenommen, hat er trotz sorgfältiger Überwachung durch die Seinigen seinem Leben ein Ende gemacht.&#13;
&#13;
Mitteldeutsche Staaten.&#13;
Gernrode. Dem Amtsgerichtsrat[h] a. D. Emil Schwarzer wurde der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen. – Berginvalide Eckert beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit.&#13;
&#13;
Harzburg. Beim Sprengen von Kalksteinen im Steinbruch der Mathildenhütte flog dem Steinbrucharbeiter Gottfried Frühauf ein großer Stein gegen den rechten Unterschenkel. Frühauf erlitt einen Bruch des Unterschenkels. – An Stelle der verstorbenen Lehrerin Hedwig Ahrens ist die Lehrerin Frl. Fräulein Pape in das Lehrerkollegium der hiesigen höheren Mädchenschule eingetreten.&#13;
&#13;
Ohrsleben. Pastor Dedekind feierte unter großer Betheiligung sein 25 jähriges Amtsjubiläum.&#13;
&#13;
Weimar. In	der hiesigen Generalversammlung der deutschen Shakespeare-Gesellschaft sprach Professor Dr. A. Brandl warme Worte zum Andenken des verstorbenen Präsidenten Oechelhäuser. Dramaturg Dr. Eugen Kilian aus Karlsruhe hielt den Festvortrag über&#13;
 &#13;
Shakespeares Monologe, der lebhaften Beifall fand. Zum neuen Präsidenten wurde Alois Brondl Brandl gewählt.&#13;
&#13;
Wolfenbüttel. Der Direktor der hiesigen Strafanstalten,	Oberregierungsrath Wilhelm Cruse, feierte sein 25 jähriges Amtsjubiläum. – Im Alter von 80 Jahren verstarb hierselbst der pensionierte Kantor F. Prüsse.&#13;
&#13;
Sachsen.&#13;
Dresden. Dem Gürtlerwaaren-Fabrikanten Osang wurde das Prädikat „Königlicher Hoflieferant“ verliehen. – Der hiesige bekannte Arzt Dr. von Reyher war so vertrauensselig, dem sich in seiner Klinik befindenden Kaufmann Adolf Bloch aus Warschau Warthpapiere im Betrage von 237,000 Mark anzuvertrauen. Bloch hat die ganze Summe verspekuliert und in anderer Weise im eigenen und im Interesse seines Bruder David Bloch aus Breslau verbraucht. Nach viertätiger Verhandlung wurde Adolf Bloch wegen Betruges zu fünf Jahren Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe, sein Bruder wegen Begünstigung zu acht Monaten Gefändnis verurtheilt.&#13;
&#13;
Altenhain. Das Ehepaar August Teichmann beging die Feier der goldenen Hochzeit.&#13;
&#13;
Berthelsdorf. Kantor Oswald feierte unter zahlreicher Betheiligung sein 25 jähriges Amts- und Ortsjubiläum.&#13;
&#13;
Chemnitz. Zur bleibenden Erinnerung an den Geburtstag weiland König Alberts ist von ungenannter Seite die Summe von 1500 Mark gestiftet worden zur Beschaffung einer goldenen und einer silbernen Amtskette für die Oberbürgermeister	und Stadtverordnetenvorsteher.&#13;
&#13;
Döbeln. Drei Arbeitern der Fabrik landwirthschaftlicher Maschinen von Franz Richter, dem Packmeister Ulbricht, Tischler Enger   und   Zimmermann   Bretschneider,&#13;
 &#13;
welche über 30 Jahre bei genannter Firma beschäftigt sind, wurde das tragbare Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit verliehen.&#13;
&#13;
Großdehsa. Das Anwesen der Wirthschaftsbesitzers Woijantz brannte nieder.&#13;
&#13;
Hessen-Darmstadt.&#13;
Erfelden. Sein 25 jähriges Amtsjubiläum als Lehrer in unsrer Gemeinde feierte Lehrer Stier.&#13;
&#13;
Groß-Zimmern. Der 80 jährige Oberlehrer Vierheller beging unter großer Teilnahme seine 50 jährige Thätigkeit als Kirchenrechner der hiesigen evangelischen Gemeinde. Kreisrath Lochmann überreichte ihm den aus diesem Anlasse verliehenen Verdienstorden Philipps des Großmüthigen.&#13;
&#13;
Hechtsheim. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der hiesigen freiwilligen Feuerwehr Wilhelm Schneider IV., Franz Beismann III. und Heinrich Wahl.&#13;
&#13;
Lißberg. Dem Dienstknecht Georg Dechert im Dienste des Landwirths Mann hierselbst wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.&#13;
&#13;
Bayern.&#13;
München. Generalleutnant Ritter von Haag, Kommandeur der 5. Division, wurde unter Ernennung zum lebenslänglichen Reichsrath der Krone Bayern und unter Verleihung des Charakters als General der Infanterie in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs zur Disposition gestellt. – Dem Direktor der hiesigen Akademie der Tonkunst Bernhard Stavenhagen wurde auf dem Anhaltischen Musikfest der Friedrichsorden für Wissenschaft und Kunst verliehen. – Ertrunken ist im großen Stadtbache in der Nähe des Isartalbahnhofes das 4½ jährige Söhnchen des Trambediensteten Johann Baumgartner. &#13;
&#13;
Augsburg. Zugführer Josef Hotz feierte mit seiner Ehefrau die silberne Hochzeit, verbunden mit seinem 25 jährigen Dienstjubiläum und 60. Geburtstag.&#13;
&#13;
Bamberg. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Bürgermeister Lahner wegen fahrlässiger Tödtung im Falle der Armenhäuslerin Geck zu vier Wochen Gefängniß. Die Gemeindedienerin Bernreuther wurde freigesprochen.&#13;
&#13;
Berghofen. Die hiesige Schulgemeinde feierte das 40jährige Dienstjubiläum des Lehrers H. Bisle.&#13;
&#13;
Dorfgütingen. Bahnwärter Hauck wurde von einem Zuge überfahren und getödtet.&#13;
&#13;
Ingolstadt. Von Bahnarbeitern wurde auf der Eisenbahnbrücke zwischen Lokal- und Zentralbahnhof der Hoboist [Oboist] Karl Wank des 13. Infanterie-Regiments todt aufgefunden. Wank hat sich von einem Zuge überfahren lassen.&#13;
&#13;
Kitzingen. In einer Fichtenwaldung bei Wildenroth wurde der 20jährige Reisende Hermann Klugmann hier erschossen aufgefunden. Klugmann scheint die That aus Furcht vor Strafe begangen zu haben, da eine gerichtliche Vorladung bei ihm vorgefunden wurde.&#13;
&#13;
Württemberg.&#13;
Reutlingen. In den Räumen des Museums fand eine Abschiedsfeier zu Ehren des scheidenden Finanzraths Volz statt, der 23 Jahre dem hiesigen Kammeralamte vorstand und seinen Ruhestand in Stuttgart verleben will.&#13;
&#13;
Rottenburg. Sein 25 jähriges Jubiläum im Dienst der hiesigen Stadt feierte&#13;
 &#13;
Musikdirektor I. Huber. Der Jubilar ist zugleich Chordirektor an der hiesigen Heiligenkreuzkriche, deren Kirchenchor sich den besten des Landes beizählen darf.&#13;
&#13;
Ulm. Kanonier Jakob Bollinger von der 2. Batterie des Feldartillerie- Regiments 49 wurde wegen mehrerer Sittlichkeitsverbrechen an Kindern vom hiesigen Kriegsgericht zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verurtheilt.&#13;
&#13;
Vaihingen a.E. In der Scheune der Wittwe Bammesberger brach Feuer aus, welches auch die dicht daneben befindliche Scheuer des Gemeinderaths Roberts Rieger einäscherte. Beim Einreißen einer mit Einsturz drohenden Wand ist ein Feuerwehmann, der Küfermeister Ludwig Krauß von hier verunglückt. Das Feuer war durch den Sohn der Frau Bammelsberger angelegt, welcher sich erschoss.&#13;
&#13;
Wurmlingen. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Schuhfabrikanten Pius Pratzer.&#13;
&#13;
Baden.&#13;
Karlsruhe. Hofrath A. Mani, der langjährige Leiter der hiesigen Turnlehrerbildungs- Anstalt, vollendete in voller körperlicher und geistiger Frische sein 57. Lebensjahr. Aus diesem	Anlasse gingen dem Ehrenvorsitzenden der deutschen Turnerschaft zahlreiche Glückwünsche zu. – Hier starb die verwittwete Frau Kammersänger Malwina Schnorr v. Carolsfeld, Ehrenmitglied der Münchener Hofoper. Bei der 1. Aufführung von Wagners&#13;
„Tristan und Isolde“ im Juni 1865 zu München sang sie die Isolde, ihr Gatte Ludwig v. Schnorr, der 2. Sohn des berühmten Malers, den Tristan. Wenige Wochen nach jenen glanzvollen Münchener Tagen starb Ludwig v. Schnorr. – Wegen mehrfachen Straßenraubes verurtheilte das  hiesige  Schwurgericht  den  28jährigen&#13;
 &#13;
Taglöhner Jac. Vollmer aus Kork zu 2 ½ Jahren Zuchthaus.&#13;
&#13;
Allmendshofen. Das Ehepaar Hall feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erhielt vom Großherzog ein Brautgeschenk.&#13;
&#13;
Degernau. Landwirth und Polizeidiener Dominick Meßmer fiel beim Futterrichten von der Leiter und zog sich schwere Verletzungen zu.&#13;
&#13;
Echbeck. Das Anwesen des Landwirths Müller brannte ab.  Der Schaden beträgt&#13;
29.000 Mark.&#13;
&#13;
Ettlingen. Zum Bürgermeister unserer Stadt wurde der Redakteur des Zentrumsblattes&#13;
„Bad. Landsmann“ Vinzenz Häfner gewählt. Er war bisher schon Obmann des Stadtverordnetenvorstandes.&#13;
&#13;
Rheinpfalz.&#13;
&#13;
Nußdorf. Tagner Phil. Franz Rämmele wurde am Thürpfosten seiner Wohnung erhängt aufgefunden.&#13;
&#13;
Rheingönnheim. Der 24 Jahre alte Tagner Simon Witz verunglückte in der Ziegelei von David Blüm, indem er mit der Hand in das Getriebe vom Erdaufzug kam, worauf der Arm und auch der Oberkörper in kurzer Zeit förmlich in das Getriebe hineingezogen und dadurch so schwer zerdrückt wurde, da[ss] der Tod des Witz eintrat.&#13;
&#13;
Zweibrücken. Der Präsident des hiesigen Oberlandesgerichts, Reichsrath von Hessert, der sein 70. Lebensjahr vollendete, hat seine Versetzung in den Ruhestand beantragt.&#13;
&#13;
Elsaß-Lothringen.&#13;
Straßburg. Zum Superior des Priesterseminars ist Domkapitular Keller ernannt worden. – Dem Obertelegraphen – Assistenten  a.  D.  Emil  Goetz  wurde  der&#13;
 &#13;
Kronenorden 4. Klasse verliehen. – Monteur Weckner stürzte bei dem zu den Kaisertagen ausgeführten Vorbereitungsarbeiten zur Illumination des hiesigen Hauptpostgebäudes ab und ist seinen Verletzungen erlegen.&#13;
&#13;
Hagenau. Der ehemalige französische Sprachlehrer Ravenue wurde festgenommen, um in der Irrenanstalt Stephansfeld interniert zu werden. Ravenne leistete bei seiner Festnahme heftigen Widerstand; er musste zuletzt in eine Zwangsjacke gesteckt werden.&#13;
&#13;
Ingweiler. In Buchsweiler fand das Kreisfeuerwehrfest statt; der hiesige Verein war mit seiner Musikkapelle recht zahlreich vertreten. In derselben Nacht konnte die Wehr noch in Thätigkeit treten, da der Bretterschuppen des Holzhändlers in hellen Flammen stand.&#13;
&#13;
Mecklenburg.&#13;
&#13;
Plau. Ihr 60 jähriges Bürgerjubiläum feierten Geheimer Kommissionsrath Senator Eichbaum und Tischlermeister F. Goldberg. Der Magistrat und Bürgerausschuss brachten den Jubilaren ihre Glückwünsche dar.&#13;
&#13;
Rostock. Dem Zahnarzt Th. Wörpel hierselbst wurde der Titel als „Hof-Zahnarzt“ verliehen.&#13;
&#13;
Wismar. Das 25 jährige Berufsjubiläum feierten Schriftsetzer Heinrich Schumacher in der Offizin der Eberhardschen Buchdruckerei und Vorarbeiter Fritz Bernier bei der Weingroßhandlung von F. Michaelis.&#13;
&#13;
Oldenburg.&#13;
Oldenburg. Das Fest der silbernen Hochzeit begingen Herr Adolf Meyer und Frau. Das Silberpaar erfreut sich noch bester Gesundheit.&#13;
 &#13;
Delmenhorst. Bei der in der evangelischen Kirche in Delmenhorst stattgefundenen Pfarrwahl wurde Pastor Meyer aus Elsfleth mit etwa 360 Stimmen gewählt, während Pastor Hollje 26 Stimmen erhielt.&#13;
Heppens. Unsere Gemeinde hat nach der Anfang Mai d. J. erfolgten Personenstandsaufnahme eine Einwohnerzahl von 10.384.&#13;
&#13;
Freie Städte.&#13;
Lübeck. Die weit über die Grenzen unserer Stadt als Landschafterin bekannte Malerin Elisabeth Reuter, Tochter des verstorbenen Dr. med. Reuter hier, ist in Heidelberg auf einer Studienreise nach kurzer Krankheit an Lungenentzündung gestorben. Die Verstorbene hatte auf Helgoland ein eigenes Atelier. Ihre Strandbilder und Marinen hatten einen besonderen Reiz und wurden gern gekauft.&#13;
&#13;
Bremen. Dr. Schurtz, Assistent am städtischen Museum, ein bekannter Ethnologe und Gelehrter, ist im Alter von 40 Jahren plötzlich gestorben. Schurtz war Mitarbeiter an der Helmholtzschen Weltgeschichte. – Ein schwerer Unfall ereignete sich im zweiten Freihafenbassin. Dort wurde der auf einem Bagger beschäftigte Vormann Jürgen Bradt aus Westrhauderfehn	durch	eine zurückschnellende Windenkurbel so unglücklich gegen den Kopf getroffen, dass er einen Schädelbruch erlitt. Bradt ist nach seiner Aufnahme im Diakonissenhause gestorben. – Auf dem Güterbahnhof neben dem Stationsgebäude an der Hemmstraße ist der Eisenbahnarbeiter Aug. Detering aus der Gösselstraße, 26 Jahre alt, zu Tode gekommen.&#13;
&#13;
Schweiz.&#13;
Bern. Auf einer Tour mit dem Fahrrad verunglückte in der Nähe von Worb der hiesige Storchenwirth Kammermann von Deutenberg. Er erlitt derartige innere Verletzungen, dass er abends starb.&#13;
 &#13;
&#13;
Glarus. Die Schulbehörden der Stadt Glarus haben beschlossen, die Schulen bis auf weiteres einzustellen, um einer Weiterverbreitung	der hier überhandnehmenden Diphteritis [Diphterie] vorzubeugen.&#13;
&#13;
Lausanne. Hier starb an einer Blutvergiftung, die infolge einer unbedeutenden Stirnverletzung eingetreten war, der Ingenieur Aloys von Muyden.&#13;
&#13;
Zürich. Der hiesige Seidenfabrikant Henneberg schenkte der Stadt Lindau, wo sich eine Filiale seines Geschäfts befindet, ein großes Ölgemälde, „Der Ritt König Wilhelms um Sedan“ von Rocholl.&#13;
&#13;
Tägerweilen. Frau Müller- Rüber hier ertränkte in der Jauchegrube ihren sechsjährigen Knaben und sich selbst. Die Ursache ist Geistesstörung.&#13;
&#13;
Österreich-Ungarn.&#13;
Hermannsstadt. Der bisherige Kommandant der hiesigen 32. Infanterie- Brigade, Generalmajor Haas v. Trotzen, wurde auf sein Ansuchen in den Ruhestand übernommen.&#13;
&#13;
Preßnitz. Das Wohnhaus des Müllers Franz Münzner brannte nieder.&#13;
&#13;
Reichenberg. Über das Vermögen des Tuchkaufmann Isidor Lucka hier wurde der Konkurs verhängt. – Jubelpriester und pensionierter Pfarrer von Turnfels (Wiener Diözese) Ferdinand Ginzel ist hierselbst im&#13;
87. Lebensjahre gestorben. Der Verblichene entstammte einer alten Reichenberger Tuchmacherfamilie.&#13;
&#13;
Riesenberg. Conducteur Komanda stürzte auf der Strecke vom Wagen und blieb todt.&#13;
 &#13;
Luxemburg.&#13;
Boevingen. Als vor einigen Tagen die Ehefrau des Ackerers Sasser sich nach dem Bahnhof begeben wollte, kam ein Fuhrwerk angefahren. Eine Diele fiel herunter und traf die Frau auf den Fuß, dass derselbe schwer gequetscht und ärztliche Hilfe nachgesucht werden musste.&#13;
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              <text>-- Während es allen möglichen Spielern, Schwindlern und Betrügern am Circustag erlaubt war mit aller möglichen Frechheit ihre schamlosen Gewerbe öffentlich zu betreiben, war es nicht möglich ein Glas Bier erhalten zu können.&#13;
-- Verschiedene der Leute, die am ärgsten für Prohibition wühlten und dafür stimmten, waren die ersten, welche in Drugstores nach “Starkem” fragten. Es wurde natürlich abgeschlagen. Ob es nur Spitzel sind? Möglich!&#13;
-- Zur Feier des Tages kaufte sich Jemand in Arcadia am 4. Juli einen sogenannten Haarbeutel, fühlte recht gut und brach ein Bein. Jetzt kommt die Frau und klagt auf Schadenersatz, weil ihr Mann zu gut fühlte.&#13;
-- Noch nie, so lange Iowa als Staat organisirt [organisiert] ist, hat sich soviel Whiskey in demselben befunden, als jetzt, nachdem das Prohibitionsgesetz in Kraft ist. Fast in jedem Haus gibt’s jetzt solchen. Das Bier ist verbannt, der Whiskey führt jetzt die Herrschaft.&#13;
&#13;
[transcribed by Noah Hochstetler]</text>
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                <text>Anecdotal reports on the increase in the demand for whiskey, activities of possible informants at pharmacies, and a beer-free circus.</text>
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              <text>Carroll und Umgegend&#13;
____________&#13;
&#13;
- Man hüte sich am nächsten Dienstag vor Taschendieben.&#13;
&#13;
- Sonntag gingen die Kinder der hiesigen katholischen Gemeinde zur ersten hl. Communion [Kommunion].&#13;
&#13;
- Heute tritt das Prohibitions-Gesetz in Kraft. Durst wird indessen wohl Niemand leiden.&#13;
&#13;
- August Böhme wird als Meister der Schönschreibekunst angesehen und ist es auch thatsächlich [tatsächlich].&#13;
&#13;
- Der Buttermacher von Mt. Carmel, Herr Miller, reiste am Dienstag in seine Heimath [Heimat] in Illinois ab.&#13;
&#13;
- Herr P. M. Guthrie, Delegat für die demokratische National-Convention [Konvention], begibt sich am Sonntag nach Chicago.&#13;
&#13;
- Frau Jacob Berger aus Waterloo hielt sich mehrere Wochen in der Familie des Herrn Peter Berger besuchsweise auf. &#13;
&#13;
- Und bei „die Hitze“ soll man kein kühlendes, erquickendes und labendes Bier mehr trinken! Es ist zum Haare ausraufen! &#13;
&#13;
- Unser Carroll Musikcorps begab sich am Dienstag Morgen nach Danbury, um bei der dortigen Ackerbau-Ausstellung aufzuspielen.&#13;
&#13;
- Die Mutter von John Loebl dahier kam letzte Woche von Milwaukee hier an, um sich bleibend bei ihrem Sohne aufzuhalten. &#13;
&#13;
- Viele Carroll County Demokraten werden sich nach Chicago begeben, um der demokratischen National-Convention [Konvention] beizuwohnen.&#13;
&#13;
- Der Reinertrag des katholischen Picnic’s am Dienstag voriger Woche ist $302. Das Geld wird zum Besten der Schule verwendet. &#13;
&#13;
- Herr Loch von Breda war am letzten Samstag in der Stadt um Tickets für eine am 8. Juli auszuloosende [auszulosende] Jagdflinte zu verkaufen.&#13;
&#13;
- Bei Henry Dopheide jr. In Roselle Tp., fand am Samstag die Einweihung des neuen Hauses statt, bei der es sehr gemüthlich [gemütlich] herging.&#13;
&#13;
- Am Sonntag wurde in Mt. Carmel das –jährige Söhnchen von H. Billerbeck begraben. Es war an Cholera-Infantum gestorben. Bedauern! &#13;
&#13;
- Die am Dienstag abgehaltene Abstimmung, ob Carroll Wasserwerke im Werthe [Werte] von $10,000 erhalten solle, wurde mit einer Mehrheit von 45 Stimmen durchgesetzt.&#13;
&#13;
- Sonntag starb zu Mt. Carmel das einzige Söhnchen des Herrn F. W. Krause an Cholera-Infantum. Das Begräbnis fand am Montag statt. Wir condoliren [kondolieren]!&#13;
&#13;
- Die Eiscream- und Erdbeerenpartie der Damen der Episcopalen Gemeinde am letzten Freitag in Stanton’s Garten dahier, war wohl besucht und ergab einen Reinertrag von $15.&#13;
&#13;
- Gegen schmutzige, niederträchtige und schleichende Angeber der Prohiblikaner hilft nur ein Mittel, nämlich: „Stäupen,“ damit sie genug bekommen von ihrer eigenen Medizin.&#13;
&#13;
- Samstag Morgen wurde die Familie von Frank Pape, 4 Meilen nördlich der Stadt wohnhaft, durch die Ankunft eines tüchtigen Knaben erfreut. Mutter und Kind wohl. Wünschen Glück!&#13;
&#13;
- Vorige Woche Dienstag wurden in Hillsdale für’s Leben verbunden Ludwig Hitzlsperger und Elisabeth Weiners. Beide aus Pleasant Valley Township. Wünschen dem jungen Paare Glück und Segen auf ihrem Lebenswege. &#13;
&#13;
- Gerh. Brüggemann von Mt. Carmel besuchte uns diese Woche und klagte, daß [dass] er bald nicht mehr athmen [atmen] könne. Dies wird nach dem Vierten jedenfalls besser werden. Denn wie es uns vorkommt, leidet er jetzt etwas an der Fettsucht.&#13;
&#13;
- Der erste Angeber wird untergetunkt oder muß [muss] baumeln. Ein freies Volk braucht keine Spione und Angeber. Die Republikaner haben das Prohibitionsgesetz gemacht, und es ist ihre Sache, es auch durchzuführen, wenn sie können.&#13;
&#13;
- Vorige Woche Donnerstag Abend kamen zwei lange Züge mit Emigranten durch Carroll auf ihrem Wege westwärts. Es waren meisten Norweger, &#13;
Schweden und Dänen. Doch befanden sich auch Engländer darunter.&#13;
&#13;
- Ehe die nächste Nummer des „Demokrat“ herauskommt, wird die demokratische Convention [Konvention] in Chicago entschieden haben, wer die demokratischen Bannerträger in diesem Präsidentenwahlkampf sind. Hoffentlich wird Gouverneur Cleveland von New York als Präsidentschaftscandidat [-kandidat] aufgestellt werden.&#13;
&#13;
- Aus Uebersehen [Übersehen] wurde letzte Woche Herr Peter Berger nicht genannt, als einer jener Leute, welche sich so verdient gemacht hatten bei dem katholischen Picnic. Ebenso wurde Frl. Mary Knieplen, Schwägerinn [Schwägerin] des Hrn. Chas. Ludwig, von der populären Firma Gebrüder Ludwig, vergessen, und bitten wir deshalb um Entschuldigung.&#13;
&#13;
- Die Firma Kohn &amp; Adler in Rock Island, Ill., ersucht uns unsere Leser davon zu benachrichtigen, daß [dass] die Jenen, welche ihr ihre Namen und Addressen [Adressen] einsenden, eine vollständige Copie [Kopie] der Iowa Prohibitions-Gesetze nebst sonstigen interessanten Notizen zuschicken wird. Die Firma Kohn &amp; Adler ist ein Großhandlungshaus in Spirituosen.&#13;
&#13;
- Sprachen wir da vor einigen Tagen mit mehreren Republikaner über den Prohibitionisten und den Knownothing Blaine. Einer dieser Republikaner meinte dann, daß [dass] verschiedene hochgestellte Demokraten in Carroll gesagt hätten, sie würden für Blaine stimmen. Auf unsere Frage, wer dann diese hochgestellten Demokraten seien, konnten sie natürlich keine Antwort geben, da dies nur eine Aussage war, um Leichtgläubige zu fangen.&#13;
&#13;
- John W. Guthrie, Sohn von P. M. Guthrie, kehrte von Notre Dame in Indiana zurück, um sich während der zweimonatlichen Freien [Ferien] von seinen anstrengenden Studien zu erholen. Er befleißigte sich insbesondere die deutsche Sprache gründlich zu erlernen. Wie gewöhnlich, erhielt er auch in diesem Jahre mehrere Preise als Auszeichnung für die besten Studien.&#13;
&#13;
- Ein Feuer zerstörte in der Sonntag Nacht das Storegebäude und den Waarenvorrath [Warenvorrat] von Gebrüder Swender in Maple River Junction. Das Feuer wurde um etwa 1 Uhr Nachts entdeckt. Die Eigenthümer [Eigentümer] waren zur Zeit, als das Feuer stattfand, in Carroll und hatten keine Ahnung, daß [dass] ihr Eigenthum [Eigentum] ein Raub des Feuerdämons geworden.&#13;
&#13;
- Einen guten Rath [Rat] möchten wir Frauen und Mädchen geben. Wenn sie sich nämlich Geheimnisse zu verrathen [verraten] haben, besonders wenn diese noch etwas zarter Natur sind, so sollten sie sich nicht grade unter die Treppe stellen, welche zur [zum] „Demokrat“ Office führt. Obgleich das vorige Woche stattgefundene Gespräch nicht für unsere Ohren bestimmt war, so ist das Geheimniß [Geheimnis], welches da verhandelt wurde, dennoch gut aufgehoben. Wir verrathen [verraten] nichts.&#13;
&#13;
- Also nächsten Dienstag ist Circustag [Zirkustag]. Da aber jeder Circus [Zirkus] stets eine Anzahl von allerlei Schwindlern im Gefolge hat, so machen wir unsere Leser, welche an diesem Tage zur Stadt kommen, um den „Elephanten“ zu sehen, besonders darauf aufmerksam, ihre Geldtaschen vor Taschendieben zu bewahren, denn deren gibt’s immer wo sich eine nach tausenden zählende Menschenmenge versammelt und sich drängt. Jeder sollte, wenn er sein Ticket kauft, die nötige „change“ haben, damit er nicht viel Geld zeigt.&#13;
&#13;
- Der Carroll Blaine und Logan Club ist bereits selig entschlafen. Die Begeisterung, die man künstlich zu erwecken suchte unter der hiesigen Bevölkerung, konnte nicht erreicht werden trotz aller krampfhaften Versuche, und da die Herren, welche diesen Club in’s Leben riefen, selbst nicht in die Tasche greifen wollten, um Geldmittel für den Club zu bekommen, so scheiterte das ganze Unternehmen. Und wie hier in Carroll, so geht es in vielen andern Orten. </text>
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              <text>Carroll and the surrounding region&#13;
&#13;
____________________________&#13;
&#13;
- Watch out for pickpockets next Tuesday.&#13;
&#13;
- On Sunday, the children of the local Catholic congregation went to their first communion.&#13;
&#13;
- The Prohibition Act comes into effect today. However, no one will suffer from thirst.&#13;
&#13;
- August Böhme is regarded a master of calligraphy and indeed, he really is.&#13;
&#13;
- The butter churner of Mt. Carmel, Mr. Miller, left for his home in Illinois on Tuesday.&#13;
&#13;
- Mr. P. M. Guthrie, delegate for the Democratic National Convention, is travelling to Chicago on Sunday.&#13;
&#13;
- Mrs. Jacobsberger of Waterloo stayed for several weeks in the family of Mr. Petersberger as a visitor.&#13;
&#13;
- And in "the heat" we should not drink a cooling, revitalizing, refreshing beer. This is insane!&#13;
&#13;
- Our Carroll Music Corps went to Danbury on Tuesday morning to play at the local farming exhibition. &#13;
&#13;
- The mother of John Loebl arrived here last week from Milwaukee to stay with her son for good. &#13;
&#13;
- Many Carroll County Democrats are going to Chicago to the Democratic National Convention.&#13;
&#13;
- The net revenue of the Catholic picnic on Tuesday last week is $302. The money will be used to improve the school.&#13;
&#13;
- Mr. Loch of Breda was in the city last Saturday to sell tickets for a shotgun that will be raffled on July 8th.&#13;
&#13;
- At Henry Dopheide Jr.’s, in Roselle Tp., the inauguration of the new house took place, which was very sociable.&#13;
&#13;
- On Sunday, the year-old son of H. Billerbeck was buried in Mt. Carmel. It died of cholera. Our condolences!&#13;
&#13;
- The vote, held on Tuesday, on whether Carroll should construct waterworks in value of $10,000 was passed by a majority of 45 votes&#13;
&#13;
- In Mt. Carmel, the only son of Mr. F. W. Krause died on Sunday of cholera. The funeral took place on Monday. We offer our sympathies!&#13;
&#13;
- The ice cream and strawberry party of the ladies of the Episcopal congregation last Friday in Stanton's Garden was well attended and had a net revenue of $15.&#13;
&#13;
- Against filthy, debased, and creeping braggards of the Prohiblicans only one means helps: 'To flog' so that they get enough of their own medicine.&#13;
&#13;
- On Saturday morning, the family of Frank Pape, residing four miles north of town, was delighted by the arrival of a healthy boy. Mother and child are well. Best of luck!&#13;
&#13;
- On Tuesday last week, in Hillsdale, Ludwig Hitzlsperger and Elsiabeth Weiners were married. Both from Pleasant Valley Township. We wish the young couple happiness and blessing on their way through life.&#13;
&#13;
- Gerh. Brüggemann of Mt. Carmel visited us this week and complained that he would be soon be unable to breathe. This will be better after the Fourth. Because, as it seems to us, he is suffering from adiposity.&#13;
&#13;
- The first poser will be subpoenaed or has to dangle. A free nation does not need spies or posers. The Republicans have made the Prohibition Act, and it is their business to have it enacted if they can.&#13;
&#13;
- Thursday evening last week, two long trains with emigrants came through Carroll on their way westward. They were mostly Norwegians, Swedes and Danes. But there were also Englishmen among them.&#13;
&#13;
- Before the next edition of the 'Democrat' appears the Democratic Convention in Chicago will have decided who will be the Democratic standard bearer in this presidential election. Hopefully, Governor Cleveland from New York will be nominated as presidential candidate.&#13;
&#13;
- Mr. Peter Berger was not mentioned last week by accident as one of those people who had done so much at the Catholic Picnic. We also forgot Miss Mary Knieplen, sister-in-law of Mr. Chas. Ludwig from the popular company 'Gebrüder Ludwig', for which we apologize.&#13;
&#13;
- The company 'Kohn &amp; Adler' in Rock Island, III., asked us to inform our readers that the people who send their names and addresses to us will get a complete copy of the Iowa Prohibition Law and other interesting notes. Kohn &amp; Adler is a wholesaler in spirits.&#13;
&#13;
- We spoke some days ago with several Republicans about the prohibitionists and the Know-Nothing Blaine. One of these Republicans then held that several high-ranking Democrats in Carroll said that they would vote for Blaine. When we asked them who these high-ranking Democrats were, they were, of course, unable to answer because it was just a statement to catch the gullible.&#13;
- John W. Guthrie, son of P. M. Guthrie, returned from Notre Dame in Indiana to recover from his strenuous studies during the two-month vacation. He was especially zealous to learn the German language thoroughly. As usual, he received several prizes this year for the best studies.&#13;
&#13;
- A fire destroyed the department store and the inventory of Swender brothers in Maple River Junction on Sunday night. The fire was discovered at about 1am. The owners were in Carroll at the time of the fire and had no idea that their property had fallen prey to the fire demon.&#13;
&#13;
- We want to give good advice to women and girls. If they have to reveal secrets to each other, especially if these are still a little delicate in nature, they should not stand under the staircase that is leading to the 'Democrat’s' office. Although the conversation which took place last week was not intended for our ears, the secret that has been negotiated is nevertheless well preserved. We won't tell anything.&#13;
&#13;
- So, next Tuesday is circus day. But since every circus always has a number of all kinds of swindlers, we alert our readers who will be coming to town on this day to see the 'elephant' to protect their purses from the pickpockets, since they are everywhere where you can find a big crowd of people pushing and pressing. Everyone should have the necessary "change" when he buys his ticket, so he does not show much money.&#13;
&#13;
- The Carroll Blaine and Logan Club has already gently departed. The enthusiasm, which was sought artificially among the local population, could not be found despite all the convulsive attempts, and since the gentlemen who created this club did not want to invest their own money to get money for the club, the whole enterprise failed. And like here in Carroll, so it is in many other places. Where first the nomination of Blaine and Logan was greeted with joy, suddenly a conspicuous cool came along. All the Republicans, who really mean honestly, are suddenly struck by the fact that this ticket is not the right one, and the best proof for this is the fact that 45 daily Republican newspapers have already declared against the Republican presidential candidates. The local, gently departed Blaine and Logan Club we wish eternal rest.&#13;
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              <text>Correspondenz. [Korrespondenz] [Fortsetzung.]&#13;
&#13;
Ehe ich zu weiteren Details übergehe, will ich auch eine kurze Bemerkung machen, welche unsern Jos. Mihlenbauer zeigen soll, wie genau man hier unterrichtet ist. Obwohl von all dem nichts in seinem Berichte steht, so kommt es doch von ihm. Er behauptet, daß[ss] kürzlich eine Excursion [Exkursion] hier gewesen und total entmuthigt [entmutigt] wieder abgefahren sei. Dem ist nicht so. Die Leute kamen, sahen und gingen nach Midland, 20 Meilen von hier, wo nur ein „sage ein Haus“ steht (Section Haus). Dort soll eine Stadt gegründet werden. „Man bezahlt dort Lotten [Lots, Grundstücke] mit $350. Die Leute waren arm doch nicht so entmuthigt [entmutigt] – oder Alle miteinander Narren [.] Nun lieber Jos. M. wie stimmt das? Auf Gegenantwort bin ich gepannt.! Daß[ss] Marienfeld eine sichere Zukunft hat, steht felsenfest. Die Stadt wächst stetig und kostet ein Bauplatz bereits $50. Die Stadt wäre schon bedeutend größer, aber nur deutsche Katholiken können Aufnahme finden. Leute, welche mit der oben erwähnten Excursion [Exkursion] kamen, boten P. Prior $500 für einen Bauplatz, aber er gab ihn nicht. Wir wollen keine fremden Elemente hier, die Colonie [Kolonie] ist einig einer hilft den andern und dies harmonische Band wäre zerrissen, wenn anders Gläubige hierher kämen. Bereits hat Marienfeld Apotheke, Post, Telegraph, Kleider- Schuh- Eisen- und Grocerie-Store, ein Saloon und Restaurant sind im Bau begriffen und andere Geschäfte werden bald folgen. In kurzer Zeit wird eine Dampfmahlmühle hier errichtet. Kirche und Schule sind bereits zu klein und werden neue gebaut. Letztere soll von Schwestern geleitet werden. Im Herbst wird Marienfeld wohl County Sitz, ein Priester Seminar wird eröffnet und von einem Arzte aus dem Osten eine Heilanstalt für Lungenkranke gegründet. Alles dies wird noch vor Winter in Erfüllung gehen. Die Stadt macht mit ihren netten „Häusern“ einen angenehmen Eindruck. Alle Straßen sind schon ausgelegt und füllen sich ziemlich rasch mit Anwohnern. Zwei Jahre sind es her, daß[ss] an der Stelle, wo Marienfeld steht, noch die Erde erdrönte [erdröhnte] unter den Hufen wilder Pferde oder wilder Büffel, heute ist eine deutsche Kolonie dort voll glücklicher und hoffnungsreicher Deutschen. Von je her haben die Klöster in der Kultur und Wissenschaft Großes geleistet, auch wir, die wir in Marienfeld sind, haben unsere neue Heimath [Heimat] dem Segen Gottes bei unserm Unternehmen und dessen schöne Erfolge einem Kloster (den Karmelitern) zu verdanken. Schon das Emporblühen der Stadt ist ein klarer Beweis, daß[ss] die Farmer hier Sachen ziehen, denn wo die Farmer verhungern, wie unser Jos. Mihlenbauer sagt, da kann keine Stadt stehen, da sie ja grade von den Farmern hauptsächlich lebt.&#13;
Ueber [Über] das Wachsthum [Wachstum] habe ich bereits weiter oben gesprochen, und will jetzt noch des Bodens und der wirklich bestehenden Uebelstände hier in Marienfeld gedenken!&#13;
[Schluß[ss] folgt.]&#13;
&#13;
 &#13;
&#13;
Da schreien die prohiblikanischen Organe immer über Schandthaten [Schandtaten] im Süden, nun aber höre man, was durch die Bevölkerung von Upton, Iowa, vorige Woche verübt wurde, und was der in Burlington, Ia. erscheinenden „Hawk Eye“ von dort mitgetheilt [mitgeteilt] wird:&#13;
„Zu Upton, indem an Missouri grenzenden County Van Buren, hielt ein Deutscher seit längerer Zeit einen Saloon. Im Angesichte des 4ten Juli, mit seinem Prohibitionsgesetze, erachtete er es indeß[ss] für rathsamer [ratsamer] nach dem missourischen Upton in Scotland County überzusiedeln. Hier errichtete er eine neue Wirthschaft [Wirtschaft] und versicherte Jeden [jedem], der es hören wollte, daß[ss] er nicht von der Stelle weichen, sondern von derselben aus auch seine alte Kunden bedienen werde. &#13;
Dies scheint die Prohibitionisten von Van Buren County wüthend [wütend] gemacht zu haben. Die rotteten sich zusammen, zogen in Begleitung zahlreicher Weiber über die Staatsgrenze und demolirten [demolierten] die ihnen verhaßte [verhasste] Wirthschaft [Wirtschaft]. Als die Utensilien herausgerissen waren und der Inhaber sich geflüchtet hatte, wurde das halbleere Gebäude angesteckt.“&#13;
Das ist ja recht schön! Muss da nicht jeder Bürger von Iowa erröthen [erröten] ob solcher Schandthat [Schandtat]? Aber nein, die Prohibitionisten haben längst alle Scham verloren! Wir sollte doch denken, daß[ss] jeder Wirth [Wirt] das Recht hat seinen Saluhn [Saloon] offen zu halten. Muß[ss] übrigens eine nette Gegend sein, das Van Buren County. Man kann übrigens sehen wie die Prohibitionisten es machen, wo immer sie die Mehrheit haben. Ferner ersieht man daraus, daß[ss] sie eine Horde Barbaren sind gleich den mordbrennerischen Apachen, Indianern, Avaren, auf Zivilisation also gar keinen Anspruch machen können.&#13;
&#13;
&#13;
Die republikanischen Zeitungen zeigen, wenn von Whiskey die Rede ist, immer auf die demokratische Partei, und stellen sie als die Whiskey Partei hin. Sonderbar! Die Statistischen Berichte weisen nach, daß[ss] gerade in den strammsten republikanischen Staaten der meiste Whisky „gesoffen“ wird.&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
Vice-Gouverneur Manning wird im 9. congressionellen Distrikt von Iowa als Candidat [Kandidat] für das National-Abgeordnetenhaus vorgeschlagen. Weßhalb [Weshalb] ist er denn nicht im 11. Distrikt geblieben? Oder war ihm etwa ein wenig bange geworden vor Carroll Co. u. seinem (Maning’s) „Record“? In Carroll Co. wo er ja seit Jahren wohnte und allgemein bekannt ist, kann er nicht einmal das Votum seiner eigenen Partei auf sich vereinigen.&#13;
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              <text>Correspondence.&#13;
[Continued]&#13;
&#13;
Before I go into more detail, I want to make a short comment for Jos. Mihlenbauer, which is to show how well one is informed here. Even though there is nothing about this in his reports, it is from him. He claims that there was an excursion here recently, but they left totally demoralized. That is not true. The people came, looked and went to Midland, 20 miles from here where just one single section house is standing. There, a city is to be founded. ‘You pay $350 for lots there. The people were poor, but not so discouraged – or all fools. Well, how is that, Jos. M.? I am curious about your answer. Marienfeld’s future is rock-solid. The city is growing consistently and a building site costs $50 already. The city would be considerably larger, but only German Catholics can live there. People, who came with the before mentioned excursion, offered P. Prior $500 for a single building site, but he did not. We do not want any strangers here, the colony is united, and each one helps the other und this harmonious bond would be disrupted if people of another faith were to live here. Marienfeld already has a pharmacy, a post office, a telegraph, a clothes, a shoe, a hardware and a grocery store, a saloon and a restaurant are under construction and other shops will soon follow. In a short time, a steam grinding mill will be constructed. The church and the school are too small already and are being rebuilt. The latter is to be directed by nuns. In the fall, Marienfeld will probably become county seat, a seminary for priests will be opened and a hospital for lung diseases will be opened as well by a doctor from the east. Everything will come true before this winter. The city makes a pleasant impression with its nice ‚houses‘. All streets are already laid out and fill up quite quickly with inhabitants. Two years ago when the earth where Marienfeld is standing now was still drumming with the hoofs of wild horses or wild buffaloes; a German colony is there today, full of happy and hopeful Germans. For a long time, monasteries have accomplished great things in culture and science, and we as well who live in Marienfeld owe our new home and God’s blessing for our enterprise and its successes to a monastery (the Carmelites). The flourishing of the town is a clear proof that the farmers grow things here, for where the farmers are starving, as our Jos. Mihlenbauer pretends, there can be no city because it lives mainly from the farmers living. &#13;
I have already spoken about the development before, and now I want to commemorate the soil and the really existing problems here in Marienfeld. &#13;
[Conclusion will follow.]&#13;
&#13;
&#13;
The prohiblican organs are always screaming about crimes in the south, but now you hear what the community members of Upton, Iowa did last week and what the “Hawk Eye”, appearing in Burlington, Ia., is reporting:&#13;
‘In Upton, which is adjoining to the county Van Buren in Missouri, a German had been running a saloon for a long time. In view of July 4th, with its Prohibition Act, he thought it advisable to move to Upton in Scotland County, Missouri. He built a new saloon and promised everyone who wanted to hear it that he would not surrender and would serve his old customers from his new saloon. This seemed to make the prohibitionists of Van Buren County angry. They gathered together, accompanied by many hags they moved across the state border and demolished the hated saloon. As soon as all implements had been torn out and the owner had escaped, the half-empty building was set on fire.’&#13;
That is very nice! Must not every citizen of Iowa blush because of a crime like this? Hell no, every prohibitionists have long since lost their sense of shame. We should remind ourselves that every landlord has the right to keep his saloon open. It must be a nice area, this Van Buren County. You can see the way the prohibitionists are doing it, wherever they have the majority. Furthermore, you can see that they are a horde of barbarians like the murderous Apaches, Indians and Avars; so they cannot make any claim to civilization. &#13;
&#13;
The Republican newspapers always point to the Democratic Party whenever whiskey is the topic and set it up as the whiskey party. Strange! Statistical reports show that especially in the Republican states most whiskey is being consumed. &#13;
Governor Manning is suggested as a candidate for the national House of Representatives in the 9th Congressional District of Iowa. Why did he not stay in the 11th district? Or was he a bit afraid of Carroll Co. and its (Manning’s) “Record”?. In Carroll Co., where he has been living for years and is well known, he cannot even collate the votes of his own party.&#13;
&#13;
[no translation of final paragraph of the original]&#13;
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Die Frauen von Iowa, welche gegen das Frauenstimmrecht sind, kämpfen für die große Majorität ihres Geschlechtes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wollen nicht, daß die Männer von Iowa ihnen das Stimmrecht aufzwingen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wollen nicht den Zank, die Bitterkeit, und die Notarität, welche unzertrennlich sind von einem politischen Kampfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben Vertrauen zu der Loyalität von ihren Männern, Vätern und Söhnen, und sie leiden nicht unter deren Herrschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines der größten Frauenrechte ist frei zu sein von den Regierungssorgen und dem Hader der Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben jetzt das Recht. Warum soll es von ihnen weggenommen werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwingt ihnen nicht etwas auf, von welchem nicht Gutes kommen kann; aber von welchem viel Uebels kommen mag, nicht nur für die Frauen selber, sondern für den Staat und alle die in demselben wohnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragt nicht, daß die Frauen die Sphäre verlassen sollen für die sie von der Natur bestimmt sind – eine Spähre die vom Mann nicht gefüllt werden kann – um im Bereich der Männer zu treten, ein Bereich für welchen sie physisch nicht geschaffen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwingt nicht die Mutter, Frau, Schwester und Tochter in die Politik. Zwingt nicht die Männerschaften auf Frauenschultern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Männer von Iowa, wir appelliren an Euch die Frauen von Iowa in dieser Krisis nicht zu verlassen, daß Ihr zu den Stimmhaften am 5 Juni geht und „Nein“ stimmt in der Frauenstimmrechtfrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frauen die kein Stimmrecht fordern.</text>
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              <text>&lt;div style="text-align:center;"&gt;&lt;strong&gt;An Appeal to Men&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;The women of Iowa who are against women’s suffrage are fighting for the majority of their gender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;They do not want the men of Iowa to force suffrage upon them.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;They do not want the strife, bitterness, and notoriety that are inseparable from political battles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;They have trust in the loyalty of their husbands, fathers and sons, and they do not suffer under their reign.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;One of the biggest women’s rights is to be free from the worries and quarrels of politics.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Currently, they have that right. Why should it be taken from them?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not force something upon them from which no good can come. Indeed, much bad can come from it, not only for women, but also for the state and all who live in it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not ask that women should leave the sphere which nature determines for them – a sphere that cannot be filled by men – to step into the realm of men, a realm which is physically not made for them.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not force the mother, wife, sister and daughter into politics. Do not force them to shoulder the burdens of men. Men of Iowa, we appeal to you, do not leave the women of Iowa alone in this crisis. Join other eligible voters on June 5th and cast a “No” vote for women's suffrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Women Who Do Not Want Suffrage</text>
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              <text>Warum wir das Frauenstimmrecht bekämpfen.&#13;
&#13;
Bis der Beweis erbracht wird, daß die Männer des Staates nicht im Stande sind die Regierungs-Angelegenheiten selber zu regeln, oder bis erwiesen ist, daß durch das Zuthun der Frauen die politischen Zustände sich bedeutend verbessern lassen, sollte man der Frau das Stimmrecht verweigern und sie nicht dazu zwingen:&#13;
1.	Eine Kopfsteuer zu zahlen gleichviel ob sie sich als Wählerin bethätigt oder nicht.&#13;
2.	Sie nicht zwingend die Verpflichtung zu übernehmen als Geschworene, Constable&#13;
u.s.w. zu dienen.&#13;
3.	Sie nicht zwingen sich den Widerwärtigkeiten politischen Haders und bitterer Wahlkämpfe auszusetzen.&#13;
4.	Sie nicht zwingen zur Gefahr beizutragen, daß sich Irrsinnsfälle in ihren Reihen um 25 Prozent vermehren, was nach Ansicht des berühmten Nerven-Spezialisten Dr. Chas. Dana, aus New York, zu erwarten steht.&#13;
5.	Sie nicht zwingen sich dem Studium der politischen Tagesfragen und Verhältnisse sowie der Prüfung der Befähigung der Kandidaten für öffentliche Aemter eingehend zu befassen, um intelligent stimmen zu können; um sich die dazu nöthige Information zu verschaffen, muß die Frau ihre tägliche Arbeit beiseite legen oder gar oft geradezu vernachlässigen, während der Mann dieselbe bei der täglichen Ausübung seines Berufes und im Umgang mit seinen Mitbürgern gewöhnlich ohne besondere Mühe nebenher erlangt.&#13;
6.	Sie nicht zwingen ihre gegenwärtige mächtige Stellung als Unparteiische zur Erlangung von Reformen einzubüßen. Sie ist jetzt in der Lage Männer aller Parteien zu beeinflussen, als Stimmgeberin hingegen würde sie der demokratischen, republikanischen, progressiven, sozialistischen oder Prohibitionspartei angehören und ihr Einfluß sich fast ganz und gar auf ihre eigenen Parteigenossen beschränken&#13;
7.	Sie nicht zwingen Vorrechte und Ausnahme-Privilegien aufzugeben die ihr heute nach Gesetz zustehen. In Staaten wo nur Männer stimmberechtigt sind, ist die Frau zu einem Drittel des Nachlasses ihres Gatten berechtigt und nicht für den Unterhalt der Familie verantwortlich; ferner ist sie gesetzlich nicht für die Schulden ihres Mannes haftbar, kann nicht für Verlassen gerichtlich zur Rückkehr gezwungen und nicht auf Zahlung von Alimenten verklagt werden. In Californien z.B., wo Frauen das Stimmrecht besitzen, ist das Gegentheil der Fall, - gewiß ein hoher Preis, den dortige Frauen für das Privileg des Wählens zu entrichten haben.&#13;
8.	Sie nicht zwingen, neben der eigenen besonderen Pflichten im Heim sowie der Familie, Kirche und der Wohlthätigkeitspflege gegenüber noch die der Sorge um die Regierung zu übernehmen, welche der Mann besser für sie erfüllt als dies erwiesenermaßen in Frauenstimmrechts-Staaten mit ihrer Beihilfe geschieht.&#13;
9.	Sie nicht zwingen entweder mit den Männern ihrer Familie zu stimmen und auf diese Weise lediglich das Resultat an Stimmenzahl zu verdoppeln, oder ihre Stimme gegen dieselben abzugeben auf die Gefahr hin Unfrieden im eigenen Heim zu stiften.&#13;
10.	Sie nicht in die Lage versetzen wider Willen unnöthige Erhöhung der Wahl-Unkosten herbeizuführen die gleichbedeutend ist mit erhöhter Steuerlast.&#13;
 &#13;
11.	Sie nicht zwingend in das gesellschaftliche Leben die Zwistigkeiten und gehässigen Auseinandersetzungen der Partei-Politik hineinzuzerren.&#13;
12.	Sie nicht zwingen für das christliche Ideal der zarten Weiblichkeit, welche ihre höchste und heiligste Aufgabe in der Sorge um das traute Heim und das Familienglück erblickt, die bewegte doch oft traurige Existenz der politischen Streberin einzutauschen.&#13;
13.	Und endlich sollte man den Frauen im Allgemeinen all diese Dinge nicht aufbürden wollen nur weil eine kleine Minderzahl derselben, die „unruhigen Geister“ unter ihnen, sich das Stimmrecht erwünscht und Lust verspürt sich in das vermeintlich anregende, - wohl stets aufregende aber auch oft Ekel erregende, - politische Getriebe der Jetzt-Zeit zu stürzen.&#13;
Wenn es unseren Müttern nicht gelungen ist ihre Söhne derart zu erziehen daß sie richtig zu stimmen verstehen, ist da wohl die Annahme eine berechtigte zu nennen, daß sie mit der Erziehung ihrer Töchter nach dieser Richtung bessere Resultate erzielten?&#13;
Keineswegs! Demnach: „Wenn“, wie sich da neulich eine mit Arbeiten überhäufte Hausfrau ausdrückte, „es da eine kleine Sache giebt, welche die Männer selber, also ganz ohne uns, erledigen können, um des Himmels willen laßt sie dies doch thun.“ Den Frauen Iowa’s das Stimmrecht aufzuhalsen, hieße für sie Zeitverschwendung, Schwächung ihrer Kräfte, ihres Einflusses, ihrer Stellung und Privilegien, während man doch ihrer selbst willen und im Interessen des Gemeinwohls Alles daransetzen sollte um ihnen den weitgehendsten Gebrauch ihrer gesegneten Naturgaben zu ermöglichen und ihnen ihre wertvollen Errungenschaften ungeschmälert zu erhalten. Aus diesem Grunde und weil wir wissen, daß in seinem Staate wo nebst Männern auch die Frauen das Stimmrecht genießen, eine Aenderung zum Besseren, weder im politischen noch im sozialen Leben, zu verzeichnen ist, und namentlich noch weil die Frauenstimmrechtlerinnen aus naheliegenden Gründen mit aller Macht sich dagegen sträuben, diese Stimmrechtsfrage den Frauen selber zu Entscheidung durch Stimmzettel vorzulegen, halten wir es für eine patriotische Pflicht mit allen uns zu Gebote stehenden Kräften der Annahme des vorgeschlagenen Grundgesetzes zu opponieren.&#13;
Männer von Iowa! Ihr habt die Entscheidung zu fällen! Thut Eure Pflicht bei der kommenden Primärwahl, am 5. Juni.&#13;
Stimmt gegen das Frauenstimmrecht.&#13;
&#13;
[transcribed by Cassandra Bertolini]&#13;
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              <text>Why We Are Opposed to Woman Suffrage.&#13;
&#13;
Until it is proven that the men of our state are not able to handle government affairs on their own, or that with the help of women the political conditions can be significantly improved, one should deny women the right to vote and not allow them to do the following:&#13;
&#13;
1.	To pay a poll tax, whether they vote or not.&#13;
2.	Not allow them to assume the obligation to serve as jurors, constables, etc.&#13;
3.	Not allow them to expose themselves to the unpleasantness of political strife and bitter election campaigns.&#13;
4.	Not allow them to contribute to the danger of an increased insanity rate. According to Dr. Chas. Dana, a famous neuro-specialist from New York, female cases of insanity are expected to go up by 25 percent.&#13;
5.	Not allow them to devote themselves to the study of political issues and the daily news and to check whether the candidates applying for public office are suitable, in order to vote intelligently; To obtain the necessary information, women must put their daily work aside or often even neglect it, whereas men usually do so without having to make an additional effort, while exerting their daily work and interacting with fellow citizens.&#13;
6.	Not allow them to lose their current powerful position as impartial persons to push forward reforms. They are now in a position to influence men of all parties, as voters, however, they would belong to the Democratic, Republican, Progressive, Socialist or the Prohibition Party and their influence would be confined almost completely to their own party members.&#13;
7.	Not allow them to forgo prerogatives and exceptional privileges which they are now entitled to by law. In states where only men are allowed to vote, women are eligible to a third of their husbands’ estates and are not responsible for earning the financial means of the family; furthermore they cannot be held liable for their husbands’ debts, cannot be allowed by law to return after leaving their husbands and cannot be sued for paying alimony. In California, for example, where women can vote, the opposite is the case, - indeed a high price to pay by women for the privilege to vote.&#13;
8.	Not allow them to assume, on top of their duties in the household, the family, church and their charity work, care for the government, which men evidently can fulfil better than is the case with the support of women in stets with women’s suffrage.&#13;
9.	Not allow them either to vote along with the men of their families, thus just duplicating the number of votes, or to vote against them and risk causing conflicts in their own homes.&#13;
10.	Not put them in a position to cause an unnecessary increase of election costs which equals a higher tax load.&#13;
11.	Not allow them to disrupt their social life with the discords and unpleasant conflicts of party politics.&#13;
12.	Not allow them to exchange the Christian ideal of gentle femininity, whose greatest and holiest duty is to take care of the home and domestic happiness, for the turbulent and often sad existence of a politically active person.&#13;
13.	And finally, one should not want to burden women with all these things in general, only because a minority of them, the “restless spirits” among them, wish to gain suffrage and feel the urge to throw themselves into today’s political life - allegedly exhilarating, - probably always exciting, but also often disgusting.&#13;
 &#13;
If our mothers were not able to educate their sons in a way, enables them to vote right, can the assumption be justified that hey achieved better results when educating their daughters to this end?&#13;
&#13;
By no means! Therefore: “If”, like a housewife drowning in work recently said, “there is one little thing that men can do by themselves, completely without our help, for God’s sake let them do it.”&#13;
&#13;
To lumber the women of Iowa with suffrage means a waste of time for them, a weakening of their strength, of their influence, of their position and their privileges, whereas one should do everything to enable them, for their own sake and in the interest of public welfare, to make use of their blessed natural gifts and fully preserve their precious achievements. Because of that and because we know that in states where besides men women also enjoy suffrage, there is no change for the better neither in political nor in social life and because namely the suffragettes for obvious reasons refuse with all their power to let the women decide on the question of suffrage, we think it is a patriotic duty to oppose the acceptance of the suggested amendment to the constitution with all our strength.&#13;
&#13;
Men of Iowa! You have to decide! Do your duty at the next primary election, on June 5th.&#13;
&#13;
Vote against women's suffrage.&#13;
&#13;
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