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              <text>Clayton County Journal. GUTTENBERG PRINTING CO.,&#13;
Publishers.&#13;
S.L. SAGE, Editor and Manager. GUTTENBERG, IOWA&#13;
&#13;
Deutsche Lokal-Nachrichten. Provinz Brandenburg.&#13;
Landsberg	a.W.	Übermäßiger Alkoholgenuss ist dem Fuhrmann Ernst Wilke verhängnisvoll geworden. Wilke war mit noch zwei anderen Fuhrleuten beschäftigt, Langholz aus dem Kladower Forst nach hier zu fahren. Unterwegs kehrten sie in einem Wirthshause ein und nahmen in reichlichem Maße alkoholische Getränke zu sich. Als sie eine Anhöhe hinunterfuhren, stürzte Wilke von seinemSitze herab, die Räder des mit Langholz schwer beladenen Wagens gingen ihm über den Brustkasten und drückten denselben ein, so dass der Verunglückte bald darauf starb.&#13;
&#13;
Nieder-Schönweide. Der Vorsteher des hiesigen Postamtes, Postverwalter Karl Holtfreter, beging die Feier des 25 jährigen Dienstjubiläums.&#13;
&#13;
Plötzensee. Mit seiner Familie geflüchtet ist nach	Verübung	zahlreicher Wechselfälschungen der Kaufmann und Restaurateur Albert Moritz, der am Spandauer Schifffahrts[k]andal ein umfangreiches Petroleumgeschäft betrieb.&#13;
&#13;
Prenzlau. Der frühere Schuhmachermeister, Rentier Wilhelm Theodor Vogel, und der Tapezier Christian August Hermann Keimling begingen ihr 50jähriges Bürgerjubiläum. Eine Abordnung der städtischen Behörden, bestehend aus den Stadträthen Kauffmann und Schneider und den Stadtverordneten Kleinodt und Gruner, überreichte jedem der Jubilare ein künstlerisch ausgestattetes Glückwunschschreiben.&#13;
 &#13;
Rixdorf. Am Fahrstuhl ist der 35 Jahre alte Klempner Willhelm-Höppner hierselbst wohnhaft, tödtlich verunglückt. - Der in weitesten Kreisen bekannte Eigenthümer Oskar Adam feierte mit seiner Ehefrau das Fest der silbernen Hochzeit.&#13;
&#13;
Rummelsburg. Als Leiche wurde der Obersekundaner Süßkow von hier wiedergefunden, der seit einiger Zeit verschwunden war, nachdem er  in  der Anstalt an der Schillingsbrücke ein Bad genommen hatte. Seine Leiche wurde im Grunewald am Havelufer angeschwemmt und gelandet.&#13;
&#13;
Schöneberg. Die zwangsweise Pensionierung des Direktors der hiesigen hohenzollern schen Schule, Dr. phil. Erich Bartels, hat der Magistrat bei dem Provinzialschulkollegium beantragt. Bartels, der sich zur Zeit in der Maison de santé befindet, leidet an fortschreitender Gehirnlähmung, welche die Wiederaufnahme der Berufsthätigkeit ausschließt. - Im Botanischen Garten feierte der Gartenarbeiter Böttcher, Bahnstraße 45 wohnhaft, sein 25 jähriges Arbeitsjubiläum.&#13;
&#13;
Tempelhof. Der hier in der Kaiserin- Augustastraße 41 wohnhafte Weichensteller Karl Tresemer wurde auf dem hiesigen Rangierbahnhofe beim Überschreiten des Geleises von einem Zuge überfahren und erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Elisabeth-Krankenhause in Berlin verstarb. Tresemer hinterlässt seine Frau und zwei schulpflichtige Kinder.&#13;
&#13;
Provinz Ostpreußen.&#13;
Königsberg. Im Alter von 67 Jahren verstarb hier Sanitätsrath Dr. Adolf Kahnemann nach langem Leiden.&#13;
&#13;
Barranowen. Dem Schäfer Johann Konietz wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.&#13;
 &#13;
Goldap. Die Tischlerwitwe Drescher hatte sich vom Hause entfernt, um Sauerampfer zu pflücken. Sie kam dabei an einen steilen Abhang, glitt hinunter und fiel in den Graben, der durch die letzten Regengüsse angeschwollen war, und ertrank.&#13;
&#13;
Horst. Bei der Herstellung von Butter mit einer Buttermaschine war der dreijährige Sohn des Besitzers Blumenthal zugegen. Der Knabe, welcher sich an der Maschine zu schaffen machte, fiel plötzlich in das Getriebe und wurde mehrmals herumgeschleudert, so dass der Tod auf der Stelle eintrat.&#13;
&#13;
Provinz Westpreußen.&#13;
Marienburg. Todt aufgefunden wurde der arbeitslose Bäckergeselle Brenk in der Nähe der Artilleriekaserne. Brenk stand in den 60er Jahren, hielt sich in letzterer Zeit in unserer Umgegend auf und war ein arbeitsscheuer Mensch.&#13;
&#13;
Ohra. Das Johannisstift, Rettungshaus für Knaben, beging das Fest seines 50jährigen Bestehens. Aus diesem Anlasse wurde dem Pfarrer Klefeld der Rothe Adlerorden vierter Klasse und dem Hausvater Ziegner das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.&#13;
&#13;
Zempelburg. Im See bei Nichors ertrank der Arbeiter Wietzig von hier. Er fuhr mit seiner Frau in einem schadhaften Kahne zum Kartoffelpflügen über den See. Auf der Fahrt füllte sich der Kahn mit Wasser  und ging unter. Da nahm Wietzig seine Frau auf den Rücken und versuchte schwimmend das Ufer zu erreichen. Doch bald waren seine Kräfte erschöpft. Als dann das Ehepaar um Hilfe rief, eilte der Fischer Seidak, der gerade im See fischte, zur Rettung herbei. Leider konnte er nur die Frau retten, während der Mann vor seinen Augen versank.&#13;
&#13;
Provinz Pommern.&#13;
Stettin. Die 56jährige Hebeamme Wilhelmine    Laube    vergiftete    sich    mit&#13;
 &#13;
Sublimat. - Der fünfjährige Sohn des Arbeiters Zehn stürzte von der Wäschespüle an der Schiffsbaulastadie in der Oder und ertrank.&#13;
&#13;
Bansin. Der 29 Jahre alte Kutscher Wilhelm Böckler wurde beim Plankenfahren von einer Planke so unglücklich auf den Leib getroffen, dass er infolge der erhaltenen Verletzungen gestorben ist.&#13;
&#13;
Damsdorf. Das Anwesen des Besitzers Skibbe brannte vollständig nieder; der angerichtete Schaden ist groß.&#13;
&#13;
Franzburg. Das Ehepaar Schulz feierte in voller Rüstigkeit seine goldene Hochzeit.&#13;
&#13;
Greifenberg. Der kommissarische Seminar&#13;
– Oberlehrer Geisler ist vom Magistrat einstimmig zum Rektor der Stadtschule und Frühprediger hierselbst gewählt worden.&#13;
&#13;
Kussenow. Kuszanowol In der Nähe der Papiermühle in Schivelbein ereignete sich ein bedauerlicher Unfall. Der Rentenhofsbesitzer Fröter von hier hatte Schweine zur Stadt gebracht und wollte auf dem Rückwege Schrot von der Papiermühle mit nach Hause nehmen. Dabei geriet[h] er mit dem Fuhrwerk an einer Stelle des Weges, die nach den großen Schneeverwehungen vom Freiwasser der Mühle unterspült war. Das Fuhrwerk schlug um und der Führer flog kopfüber in den Sumpf und erstickte, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte.&#13;
&#13;
Provinz Schleswig –Holstein.&#13;
Kiel. Stadtrath Fabrikant Daevel und Konul Mohr, der Direktor der Kieler Bank, sind zu Kommerzienräthen ernannt worden. - Die bekannte Butter- und Fettwaaren- Engroshandlung von E. Harz feierte ihr 50 jähriges Geschäfts-Jubiläum.&#13;
 &#13;
Krempdorf. Das Ehepaar Schuldt beging unter zahlreicher Betheiligung im Kremperhof die Feier der diamantenen Hochzeit.&#13;
&#13;
Poppenhusen. Das Rolfsche Anwesen wurde durch Feuer gänzlich zerstört.&#13;
&#13;
Schenefeld.	Der bisherige Gemeindevorsteher Riecken wurde als solcher für die nächsten 6 Jahre wiedergewählt.&#13;
&#13;
Wester-Ihlienworth. In der Familie des Hofbesitzers Heinrich Wiebold wurde eine dreifache Hochzeit gefeiert. Seine silberne, seiner hochbetagten Eltern diamantene und seiner Tochter grüne Hochzeit.&#13;
&#13;
Provinz Schlesien.&#13;
Breslau. Der Kriegsgerichtsrath Schönewerk, bisher beim Stabe der Oberasiatischen Brigade, ist zum Oberkriegsgericht des 6. Armeekorps (Breslau) versetzt worden. - Der erste Staatsanwalt bei dem hiesigen Landgericht, Grospietsch, ist zum Geheimen Justizrath ernannt worden.&#13;
&#13;
Babitz. Der Häuslersohn Franz Dziedzoch feierte seine Hochzeit. Eben hatten sich nach Rückkehr vom Tanz die Hochzeitsgäste verabschiedet, als in dem Hochzeitshause Feuer ausbrach und dieses vollständig einäscherte. Sämmtliches Mobiliar, darunter auch die Hochzeitsgeschenke des Brautpaares, wurde ein Raub der Flammen.&#13;
&#13;
Girlachsdorf. Dem Hochwasser zum Opfer gefallen ist das 3 jährige Kind des Pferdeknechtes Renner von hier. Dasselbe spielte mit mehreren anderen Kindern im Sande und wollte sich in der Neiße die Hände abwaschen, stürzte hinein und ertrank.&#13;
&#13;
Gleiwitz. Auf dem Labander Exerzierplatze wurde bei Übungen des Ulanen- Regiments Unteroffizier Regner von seinem&#13;
 &#13;
Hintermann durch einen Lanzenstich schwer verletzt.&#13;
&#13;
Glogau. Die hiesige Loge „Zur biederen Vereinigung“ beging die Feier des hundertjährigen Jubiläums. Von allen Seiten waren hierzu Gäste erschienen.&#13;
&#13;
Provinz Posen.&#13;
Marienthal. Die Arbeiterfrau Susanne Dlugan verunglückte auf der Heimfahrt. Bei einer scharfen Biegung des Weges stürzte der Wagen um, und hierbei fiel die Dlugan so heftig gegen einen Baum, da[ss] sie auf der Stelle getödtet wurde.&#13;
&#13;
Samter. Drei Kinder des Fuhrwerksbesitzers Weimann sind infolge des Genusses von vergifteten Brocken, welche zur Vertilgung des Raubzeuges auf den Wilkeschen Feldern lagen, gestorben.&#13;
&#13;
Wronke. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Ackerbürgers Renn in der Vorstadt. Die Ausgedingerin Schukala, die 90 Mark aus den Flammen retten wollte, erlitt gefährliche Brandwunden, denen sie erlegen ist.&#13;
&#13;
Zalesie. Bei einem Stubenbrande kamen zwei Kinder des Arbeiters Ring, in Abwesenheit der Eltern, in den Flammen um.&#13;
&#13;
Provinz Sachsen.&#13;
Magdeburg. Die Schuhmachersfrau Bartels, die an Gesichtsrose litt, erdrosselte ihre Tochter von vier Jahren, ertränkte einen Knaben von ¾ Jahren und erhängte dann sich selbst. Grund der That war der bevorstehende Tod ihres Mannes, der an Gehirnentzündung erkrankt war. - Die Maschinenfabrik Hermann Laatz &amp; Co., Magdeburg-Neustadt, beging die Feier des 25 jährigen Jubiläums ihres Meisters Griebsch und Vorarbeiters Dettmann.&#13;
 &#13;
&#13;
Altenroda. Im Gehöfte des Landwirths Seidler brach ein Brand aus, der durch ein Dienstmädchen vorsätzlich angelegt worden sein soll.&#13;
&#13;
Bitterfeld. Die philosophische Fakultät der Universität Gießen ernannte zur Zeit in Spanien beim Bau einer großen elektro- chemischen Fabrik beschäftigten Erbauer und ersten Direktor der chemischen Fabrik Elektron 1 hierselbst, Pistor, zum „Dr. phil. honoris causa“.&#13;
&#13;
Burg. An Stelle des verstorbenen Stadtraths Gabriel wurde der bisherige Stadtverordnete Rentier Karl Weber zum Stadtrath gewählt. Die beiden ausscheidenden unbesoldeten Stadträthe Fabrikbesitzer Arnold Wilke und Kaufmann&#13;
C. A. Ehrecke senior wurden wiedergewählt.&#13;
&#13;
Gardelegen. Das 350jährige Bestehen des hiesigen Schützenvereins soll am 16. und 17. August in festlicher Weise begangen werden. Zur Theilnahme an der Jubelfeier, bei der auch ein großer Festzug veranstaltet wird, sollen an alle Schützen der Altmark Einladungen ergehen.&#13;
&#13;
Provinz Hannover.&#13;
Groß-Buchholz. Sein 25jähriges Stiftungsfest feierte der Männergesangverein hierselbst. Es waren vierzehn auswärtige Vereine vertreten. Die Festrede hielt Lehrer Plüer.&#13;
&#13;
Hameln. Die beiden hiesigen Lehrer Dettmers und Fenner vergnügten sich auf der Weser mit Kahnfahren, kamen aber dem Wehre (beim Lachsfange) zu nahe und wurden infolge der starken Strömung über dasselbe getrieben. Während sich Lehrer Dettmers durch Schwimmen rettete fand der andere seinen Tod in dem Wasser.&#13;
&#13;
Hölingen. Die 44 jährige Wittwe Coordden, welche vor einiger Zeit mit dem rechten Arm&#13;
 &#13;
in das Getriebe ihrer Dreschmaschine gerieth, ist am Wundstarrkrampf gestorben.&#13;
&#13;
Katzenstein. Von den Katzensteiner Klippen, den schroff abfallenden Gipsfelsen, ist der achtjährige Schulknabe Karl Rädecker abgestürzt. Der Verunglückte ist an den erlittenen Verletzungen gestorben.&#13;
&#13;
Polle. Bei einem hier niedergegangenen schweren Gewitter wurde die Ehefrau des Arbeiters Rinne vom Blitze erschlagen. Die Frau, die in ihrem unweit des Ortes gelegenen Garten arbeitete, wurde am Halswirbel getroffen und war sofort todt.&#13;
&#13;
Sulingen. Der vor kurzem verstorbene Kaufmann Wilhelm Melloy in Bremen hat durch Testament unserer Kirche für einen Kirchthurm 15,000 Mark, dem Flecken hier, seinem Geburtsort, für Armenpflege 5000 Mark und dem hiesigen Kreiskrankenhause 5000 Mark vermacht.&#13;
&#13;
Provinz Westfalen.&#13;
Münster. Der in der Neustadt 15 wohnende Speisewirth Kappen, ein schon ziemlich bejahrter Mann, hat sich erschossen. – Kaplan Böddinghaus,  früherer  Leiter  des&#13;
„Westfälischen Merkur“, ist infolge Blutsturz gestorben.&#13;
&#13;
Altstatte. Den Eheleuten Berthold wurden vier Knaben geboren. Die Kinder wurden jedoch nur einige Stunden alt.&#13;
&#13;
Dortmund. In der Morgenschicht verunglückte auf Schacht Kaiserstuhl 1 der Bergarbeiter und Lehrbauer Johann Stein hierselbst dadurch, dass derselbe von einem Förderwagen auf der ersten Sohle erfasst wurde. Stein wurde als Leiche zu Tage gefördert.&#13;
&#13;
Ergste. Der Maschinist Fritz Tillma auf dem Dortmunder Wasserwerk feierte sein 25 jähriges Dienstjubiläum.&#13;
 &#13;
Hörde. Einen schweren Unfall erlitt der Knecht Wilhelm Gosda vom Kaiserberg. Gosda befand sich auf einem mit Steinen beladenen Wagen und gerieth unglücklicher Weise unter sein eigenes Fuhrwerk, das ihm das rechte Bein zerschmetterte.&#13;
&#13;
Lünen. Vor Kurzem konnte L. Berthold das Jubiläum seiner 25-jährigen Thätigkeit bei der Firma Ferdinand Schultz &amp; Co. feiern.&#13;
&#13;
Rheinprovinz.&#13;
Kleinenbroich. Unter großer Betheiligung der Ortseingesessenen fand hier die diamantene Hochzeit der Eheleute Knepperges statt.&#13;
&#13;
Koblenz. Einer der ältesten rheinischen Juristen, der frühere Friedensrichter, spätere Amtsgerichtsrath Bram, Geheimer Justizrath, ist hier im Alter von 78 Jahren gestorben. Bram war ein eifriger Förderer der Eifelsache.&#13;
&#13;
Rheinberg. Im Alter von nahezu 93 Jahren starb hier infolge Altersschwäche der Notar Geheimer Justizrath Johann Josef Kewer. Der Verstorbene hat hier 47 Jahre lang als Notar amtiert, war Ehrenbürger unserer Stadt und in weiteren Kreisen als Dichter bekannt.&#13;
&#13;
Solingen. Der in einer hiesigen Volksschule angestellte Lehrer Horstmann hat sich in seiner Wohnung während der Abwesenheit seiner Ehefrau erschossen. Tiefsinn und Zwist mit Vorgesetzten soll das Motiv zur That sein.&#13;
Trier. An Stelle des verstorbenen Direktors des Provinzialmuseums hierselbst Professor Dr. F. Hettner ist der Archäologe, Direktor des akademischen Kunstmuseums, ordentlicher Professor Dr. Georg Loeschke, als Mitglied in die Zentraldirektion des kaiserlichen Deutschen archäologischen Instituts in Berlin berufen worden.&#13;
 &#13;
Provinz Hessen-Nassau.&#13;
Marburg. Der Geheime Medizinalrath Professor  Ernst  Küster  hier,  Direktor  der chirurgischen Universitätsklinik, hat in seinem  Militärverhältnis  eine  besondere Auszeichnung erfahren. Bisher Generalarzt à la suite des Sanitätskorps, ist ihm der Rang als Generalmajor verliehen worden.&#13;
&#13;
Weidenhausen. Der Veteran aus dem Jahre 1870-71 Georg Rehbein, der an zahlreichen Schlachten teilgenommen hat, ist hier gestorben. Die ertragenen Strapazen hatten schwere Nachtheile für seinen Geist. Da seine Schwermuth in letzter Zeit besonders zugenommen, hat er trotz sorgfältiger Überwachung durch die Seinigen seinem Leben ein Ende gemacht.&#13;
&#13;
Mitteldeutsche Staaten.&#13;
Gernrode. Dem Amtsgerichtsrat[h] a. D. Emil Schwarzer wurde der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen. – Berginvalide Eckert beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit.&#13;
&#13;
Harzburg. Beim Sprengen von Kalksteinen im Steinbruch der Mathildenhütte flog dem Steinbrucharbeiter Gottfried Frühauf ein großer Stein gegen den rechten Unterschenkel. Frühauf erlitt einen Bruch des Unterschenkels. – An Stelle der verstorbenen Lehrerin Hedwig Ahrens ist die Lehrerin Frl. Fräulein Pape in das Lehrerkollegium der hiesigen höheren Mädchenschule eingetreten.&#13;
&#13;
Ohrsleben. Pastor Dedekind feierte unter großer Betheiligung sein 25 jähriges Amtsjubiläum.&#13;
&#13;
Weimar. In	der hiesigen Generalversammlung der deutschen Shakespeare-Gesellschaft sprach Professor Dr. A. Brandl warme Worte zum Andenken des verstorbenen Präsidenten Oechelhäuser. Dramaturg Dr. Eugen Kilian aus Karlsruhe hielt den Festvortrag über&#13;
 &#13;
Shakespeares Monologe, der lebhaften Beifall fand. Zum neuen Präsidenten wurde Alois Brondl Brandl gewählt.&#13;
&#13;
Wolfenbüttel. Der Direktor der hiesigen Strafanstalten,	Oberregierungsrath Wilhelm Cruse, feierte sein 25 jähriges Amtsjubiläum. – Im Alter von 80 Jahren verstarb hierselbst der pensionierte Kantor F. Prüsse.&#13;
&#13;
Sachsen.&#13;
Dresden. Dem Gürtlerwaaren-Fabrikanten Osang wurde das Prädikat „Königlicher Hoflieferant“ verliehen. – Der hiesige bekannte Arzt Dr. von Reyher war so vertrauensselig, dem sich in seiner Klinik befindenden Kaufmann Adolf Bloch aus Warschau Warthpapiere im Betrage von 237,000 Mark anzuvertrauen. Bloch hat die ganze Summe verspekuliert und in anderer Weise im eigenen und im Interesse seines Bruder David Bloch aus Breslau verbraucht. Nach viertätiger Verhandlung wurde Adolf Bloch wegen Betruges zu fünf Jahren Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe, sein Bruder wegen Begünstigung zu acht Monaten Gefändnis verurtheilt.&#13;
&#13;
Altenhain. Das Ehepaar August Teichmann beging die Feier der goldenen Hochzeit.&#13;
&#13;
Berthelsdorf. Kantor Oswald feierte unter zahlreicher Betheiligung sein 25 jähriges Amts- und Ortsjubiläum.&#13;
&#13;
Chemnitz. Zur bleibenden Erinnerung an den Geburtstag weiland König Alberts ist von ungenannter Seite die Summe von 1500 Mark gestiftet worden zur Beschaffung einer goldenen und einer silbernen Amtskette für die Oberbürgermeister	und Stadtverordnetenvorsteher.&#13;
&#13;
Döbeln. Drei Arbeitern der Fabrik landwirthschaftlicher Maschinen von Franz Richter, dem Packmeister Ulbricht, Tischler Enger   und   Zimmermann   Bretschneider,&#13;
 &#13;
welche über 30 Jahre bei genannter Firma beschäftigt sind, wurde das tragbare Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit verliehen.&#13;
&#13;
Großdehsa. Das Anwesen der Wirthschaftsbesitzers Woijantz brannte nieder.&#13;
&#13;
Hessen-Darmstadt.&#13;
Erfelden. Sein 25 jähriges Amtsjubiläum als Lehrer in unsrer Gemeinde feierte Lehrer Stier.&#13;
&#13;
Groß-Zimmern. Der 80 jährige Oberlehrer Vierheller beging unter großer Teilnahme seine 50 jährige Thätigkeit als Kirchenrechner der hiesigen evangelischen Gemeinde. Kreisrath Lochmann überreichte ihm den aus diesem Anlasse verliehenen Verdienstorden Philipps des Großmüthigen.&#13;
&#13;
Hechtsheim. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der hiesigen freiwilligen Feuerwehr Wilhelm Schneider IV., Franz Beismann III. und Heinrich Wahl.&#13;
&#13;
Lißberg. Dem Dienstknecht Georg Dechert im Dienste des Landwirths Mann hierselbst wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.&#13;
&#13;
Bayern.&#13;
München. Generalleutnant Ritter von Haag, Kommandeur der 5. Division, wurde unter Ernennung zum lebenslänglichen Reichsrath der Krone Bayern und unter Verleihung des Charakters als General der Infanterie in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs zur Disposition gestellt. – Dem Direktor der hiesigen Akademie der Tonkunst Bernhard Stavenhagen wurde auf dem Anhaltischen Musikfest der Friedrichsorden für Wissenschaft und Kunst verliehen. – Ertrunken ist im großen Stadtbache in der Nähe des Isartalbahnhofes das 4½ jährige Söhnchen des Trambediensteten Johann Baumgartner. &#13;
&#13;
Augsburg. Zugführer Josef Hotz feierte mit seiner Ehefrau die silberne Hochzeit, verbunden mit seinem 25 jährigen Dienstjubiläum und 60. Geburtstag.&#13;
&#13;
Bamberg. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Bürgermeister Lahner wegen fahrlässiger Tödtung im Falle der Armenhäuslerin Geck zu vier Wochen Gefängniß. Die Gemeindedienerin Bernreuther wurde freigesprochen.&#13;
&#13;
Berghofen. Die hiesige Schulgemeinde feierte das 40jährige Dienstjubiläum des Lehrers H. Bisle.&#13;
&#13;
Dorfgütingen. Bahnwärter Hauck wurde von einem Zuge überfahren und getödtet.&#13;
&#13;
Ingolstadt. Von Bahnarbeitern wurde auf der Eisenbahnbrücke zwischen Lokal- und Zentralbahnhof der Hoboist [Oboist] Karl Wank des 13. Infanterie-Regiments todt aufgefunden. Wank hat sich von einem Zuge überfahren lassen.&#13;
&#13;
Kitzingen. In einer Fichtenwaldung bei Wildenroth wurde der 20jährige Reisende Hermann Klugmann hier erschossen aufgefunden. Klugmann scheint die That aus Furcht vor Strafe begangen zu haben, da eine gerichtliche Vorladung bei ihm vorgefunden wurde.&#13;
&#13;
Württemberg.&#13;
Reutlingen. In den Räumen des Museums fand eine Abschiedsfeier zu Ehren des scheidenden Finanzraths Volz statt, der 23 Jahre dem hiesigen Kammeralamte vorstand und seinen Ruhestand in Stuttgart verleben will.&#13;
&#13;
Rottenburg. Sein 25 jähriges Jubiläum im Dienst der hiesigen Stadt feierte&#13;
 &#13;
Musikdirektor I. Huber. Der Jubilar ist zugleich Chordirektor an der hiesigen Heiligenkreuzkriche, deren Kirchenchor sich den besten des Landes beizählen darf.&#13;
&#13;
Ulm. Kanonier Jakob Bollinger von der 2. Batterie des Feldartillerie- Regiments 49 wurde wegen mehrerer Sittlichkeitsverbrechen an Kindern vom hiesigen Kriegsgericht zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verurtheilt.&#13;
&#13;
Vaihingen a.E. In der Scheune der Wittwe Bammesberger brach Feuer aus, welches auch die dicht daneben befindliche Scheuer des Gemeinderaths Roberts Rieger einäscherte. Beim Einreißen einer mit Einsturz drohenden Wand ist ein Feuerwehmann, der Küfermeister Ludwig Krauß von hier verunglückt. Das Feuer war durch den Sohn der Frau Bammelsberger angelegt, welcher sich erschoss.&#13;
&#13;
Wurmlingen. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Schuhfabrikanten Pius Pratzer.&#13;
&#13;
Baden.&#13;
Karlsruhe. Hofrath A. Mani, der langjährige Leiter der hiesigen Turnlehrerbildungs- Anstalt, vollendete in voller körperlicher und geistiger Frische sein 57. Lebensjahr. Aus diesem	Anlasse gingen dem Ehrenvorsitzenden der deutschen Turnerschaft zahlreiche Glückwünsche zu. – Hier starb die verwittwete Frau Kammersänger Malwina Schnorr v. Carolsfeld, Ehrenmitglied der Münchener Hofoper. Bei der 1. Aufführung von Wagners&#13;
„Tristan und Isolde“ im Juni 1865 zu München sang sie die Isolde, ihr Gatte Ludwig v. Schnorr, der 2. Sohn des berühmten Malers, den Tristan. Wenige Wochen nach jenen glanzvollen Münchener Tagen starb Ludwig v. Schnorr. – Wegen mehrfachen Straßenraubes verurtheilte das  hiesige  Schwurgericht  den  28jährigen&#13;
 &#13;
Taglöhner Jac. Vollmer aus Kork zu 2 ½ Jahren Zuchthaus.&#13;
&#13;
Allmendshofen. Das Ehepaar Hall feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erhielt vom Großherzog ein Brautgeschenk.&#13;
&#13;
Degernau. Landwirth und Polizeidiener Dominick Meßmer fiel beim Futterrichten von der Leiter und zog sich schwere Verletzungen zu.&#13;
&#13;
Echbeck. Das Anwesen des Landwirths Müller brannte ab.  Der Schaden beträgt&#13;
29.000 Mark.&#13;
&#13;
Ettlingen. Zum Bürgermeister unserer Stadt wurde der Redakteur des Zentrumsblattes&#13;
„Bad. Landsmann“ Vinzenz Häfner gewählt. Er war bisher schon Obmann des Stadtverordnetenvorstandes.&#13;
&#13;
Rheinpfalz.&#13;
&#13;
Nußdorf. Tagner Phil. Franz Rämmele wurde am Thürpfosten seiner Wohnung erhängt aufgefunden.&#13;
&#13;
Rheingönnheim. Der 24 Jahre alte Tagner Simon Witz verunglückte in der Ziegelei von David Blüm, indem er mit der Hand in das Getriebe vom Erdaufzug kam, worauf der Arm und auch der Oberkörper in kurzer Zeit förmlich in das Getriebe hineingezogen und dadurch so schwer zerdrückt wurde, da[ss] der Tod des Witz eintrat.&#13;
&#13;
Zweibrücken. Der Präsident des hiesigen Oberlandesgerichts, Reichsrath von Hessert, der sein 70. Lebensjahr vollendete, hat seine Versetzung in den Ruhestand beantragt.&#13;
&#13;
Elsaß-Lothringen.&#13;
Straßburg. Zum Superior des Priesterseminars ist Domkapitular Keller ernannt worden. – Dem Obertelegraphen – Assistenten  a.  D.  Emil  Goetz  wurde  der&#13;
 &#13;
Kronenorden 4. Klasse verliehen. – Monteur Weckner stürzte bei dem zu den Kaisertagen ausgeführten Vorbereitungsarbeiten zur Illumination des hiesigen Hauptpostgebäudes ab und ist seinen Verletzungen erlegen.&#13;
&#13;
Hagenau. Der ehemalige französische Sprachlehrer Ravenue wurde festgenommen, um in der Irrenanstalt Stephansfeld interniert zu werden. Ravenne leistete bei seiner Festnahme heftigen Widerstand; er musste zuletzt in eine Zwangsjacke gesteckt werden.&#13;
&#13;
Ingweiler. In Buchsweiler fand das Kreisfeuerwehrfest statt; der hiesige Verein war mit seiner Musikkapelle recht zahlreich vertreten. In derselben Nacht konnte die Wehr noch in Thätigkeit treten, da der Bretterschuppen des Holzhändlers in hellen Flammen stand.&#13;
&#13;
Mecklenburg.&#13;
&#13;
Plau. Ihr 60 jähriges Bürgerjubiläum feierten Geheimer Kommissionsrath Senator Eichbaum und Tischlermeister F. Goldberg. Der Magistrat und Bürgerausschuss brachten den Jubilaren ihre Glückwünsche dar.&#13;
&#13;
Rostock. Dem Zahnarzt Th. Wörpel hierselbst wurde der Titel als „Hof-Zahnarzt“ verliehen.&#13;
&#13;
Wismar. Das 25 jährige Berufsjubiläum feierten Schriftsetzer Heinrich Schumacher in der Offizin der Eberhardschen Buchdruckerei und Vorarbeiter Fritz Bernier bei der Weingroßhandlung von F. Michaelis.&#13;
&#13;
Oldenburg.&#13;
Oldenburg. Das Fest der silbernen Hochzeit begingen Herr Adolf Meyer und Frau. Das Silberpaar erfreut sich noch bester Gesundheit.&#13;
 &#13;
Delmenhorst. Bei der in der evangelischen Kirche in Delmenhorst stattgefundenen Pfarrwahl wurde Pastor Meyer aus Elsfleth mit etwa 360 Stimmen gewählt, während Pastor Hollje 26 Stimmen erhielt.&#13;
Heppens. Unsere Gemeinde hat nach der Anfang Mai d. J. erfolgten Personenstandsaufnahme eine Einwohnerzahl von 10.384.&#13;
&#13;
Freie Städte.&#13;
Lübeck. Die weit über die Grenzen unserer Stadt als Landschafterin bekannte Malerin Elisabeth Reuter, Tochter des verstorbenen Dr. med. Reuter hier, ist in Heidelberg auf einer Studienreise nach kurzer Krankheit an Lungenentzündung gestorben. Die Verstorbene hatte auf Helgoland ein eigenes Atelier. Ihre Strandbilder und Marinen hatten einen besonderen Reiz und wurden gern gekauft.&#13;
&#13;
Bremen. Dr. Schurtz, Assistent am städtischen Museum, ein bekannter Ethnologe und Gelehrter, ist im Alter von 40 Jahren plötzlich gestorben. Schurtz war Mitarbeiter an der Helmholtzschen Weltgeschichte. – Ein schwerer Unfall ereignete sich im zweiten Freihafenbassin. Dort wurde der auf einem Bagger beschäftigte Vormann Jürgen Bradt aus Westrhauderfehn	durch	eine zurückschnellende Windenkurbel so unglücklich gegen den Kopf getroffen, dass er einen Schädelbruch erlitt. Bradt ist nach seiner Aufnahme im Diakonissenhause gestorben. – Auf dem Güterbahnhof neben dem Stationsgebäude an der Hemmstraße ist der Eisenbahnarbeiter Aug. Detering aus der Gösselstraße, 26 Jahre alt, zu Tode gekommen.&#13;
&#13;
Schweiz.&#13;
Bern. Auf einer Tour mit dem Fahrrad verunglückte in der Nähe von Worb der hiesige Storchenwirth Kammermann von Deutenberg. Er erlitt derartige innere Verletzungen, dass er abends starb.&#13;
 &#13;
&#13;
Glarus. Die Schulbehörden der Stadt Glarus haben beschlossen, die Schulen bis auf weiteres einzustellen, um einer Weiterverbreitung	der hier überhandnehmenden Diphteritis [Diphterie] vorzubeugen.&#13;
&#13;
Lausanne. Hier starb an einer Blutvergiftung, die infolge einer unbedeutenden Stirnverletzung eingetreten war, der Ingenieur Aloys von Muyden.&#13;
&#13;
Zürich. Der hiesige Seidenfabrikant Henneberg schenkte der Stadt Lindau, wo sich eine Filiale seines Geschäfts befindet, ein großes Ölgemälde, „Der Ritt König Wilhelms um Sedan“ von Rocholl.&#13;
&#13;
Tägerweilen. Frau Müller- Rüber hier ertränkte in der Jauchegrube ihren sechsjährigen Knaben und sich selbst. Die Ursache ist Geistesstörung.&#13;
&#13;
Österreich-Ungarn.&#13;
Hermannsstadt. Der bisherige Kommandant der hiesigen 32. Infanterie- Brigade, Generalmajor Haas v. Trotzen, wurde auf sein Ansuchen in den Ruhestand übernommen.&#13;
&#13;
Preßnitz. Das Wohnhaus des Müllers Franz Münzner brannte nieder.&#13;
&#13;
Reichenberg. Über das Vermögen des Tuchkaufmann Isidor Lucka hier wurde der Konkurs verhängt. – Jubelpriester und pensionierter Pfarrer von Turnfels (Wiener Diözese) Ferdinand Ginzel ist hierselbst im&#13;
87. Lebensjahre gestorben. Der Verblichene entstammte einer alten Reichenberger Tuchmacherfamilie.&#13;
&#13;
Riesenberg. Conducteur Komanda stürzte auf der Strecke vom Wagen und blieb todt.&#13;
 &#13;
Luxemburg.&#13;
Boevingen. Als vor einigen Tagen die Ehefrau des Ackerers Sasser sich nach dem Bahnhof begeben wollte, kam ein Fuhrwerk angefahren. Eine Diele fiel herunter und traf die Frau auf den Fuß, dass derselbe schwer gequetscht und ärztliche Hilfe nachgesucht werden musste.&#13;
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-- Verschiedene der Leute, die am ärgsten für Prohibition wühlten und dafür stimmten, waren die ersten, welche in Drugstores nach “Starkem” fragten. Es wurde natürlich abgeschlagen. Ob es nur Spitzel sind? Möglich!&#13;
-- Zur Feier des Tages kaufte sich Jemand in Arcadia am 4. Juli einen sogenannten Haarbeutel, fühlte recht gut und brach ein Bein. Jetzt kommt die Frau und klagt auf Schadenersatz, weil ihr Mann zu gut fühlte.&#13;
-- Noch nie, so lange Iowa als Staat organisirt [organisiert] ist, hat sich soviel Whiskey in demselben befunden, als jetzt, nachdem das Prohibitionsgesetz in Kraft ist. Fast in jedem Haus gibt’s jetzt solchen. Das Bier ist verbannt, der Whiskey führt jetzt die Herrschaft.&#13;
&#13;
[transcribed by Noah Hochstetler]</text>
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              <text>Correspondenz. [Korrespondenz] [Fortsetzung.]&#13;
&#13;
Ehe ich zu weiteren Details übergehe, will ich auch eine kurze Bemerkung machen, welche unsern Jos. Mihlenbauer zeigen soll, wie genau man hier unterrichtet ist. Obwohl von all dem nichts in seinem Berichte steht, so kommt es doch von ihm. Er behauptet, daß[ss] kürzlich eine Excursion [Exkursion] hier gewesen und total entmuthigt [entmutigt] wieder abgefahren sei. Dem ist nicht so. Die Leute kamen, sahen und gingen nach Midland, 20 Meilen von hier, wo nur ein „sage ein Haus“ steht (Section Haus). Dort soll eine Stadt gegründet werden. „Man bezahlt dort Lotten [Lots, Grundstücke] mit $350. Die Leute waren arm doch nicht so entmuthigt [entmutigt] – oder Alle miteinander Narren [.] Nun lieber Jos. M. wie stimmt das? Auf Gegenantwort bin ich gepannt.! Daß[ss] Marienfeld eine sichere Zukunft hat, steht felsenfest. Die Stadt wächst stetig und kostet ein Bauplatz bereits $50. Die Stadt wäre schon bedeutend größer, aber nur deutsche Katholiken können Aufnahme finden. Leute, welche mit der oben erwähnten Excursion [Exkursion] kamen, boten P. Prior $500 für einen Bauplatz, aber er gab ihn nicht. Wir wollen keine fremden Elemente hier, die Colonie [Kolonie] ist einig einer hilft den andern und dies harmonische Band wäre zerrissen, wenn anders Gläubige hierher kämen. Bereits hat Marienfeld Apotheke, Post, Telegraph, Kleider- Schuh- Eisen- und Grocerie-Store, ein Saloon und Restaurant sind im Bau begriffen und andere Geschäfte werden bald folgen. In kurzer Zeit wird eine Dampfmahlmühle hier errichtet. Kirche und Schule sind bereits zu klein und werden neue gebaut. Letztere soll von Schwestern geleitet werden. Im Herbst wird Marienfeld wohl County Sitz, ein Priester Seminar wird eröffnet und von einem Arzte aus dem Osten eine Heilanstalt für Lungenkranke gegründet. Alles dies wird noch vor Winter in Erfüllung gehen. Die Stadt macht mit ihren netten „Häusern“ einen angenehmen Eindruck. Alle Straßen sind schon ausgelegt und füllen sich ziemlich rasch mit Anwohnern. Zwei Jahre sind es her, daß[ss] an der Stelle, wo Marienfeld steht, noch die Erde erdrönte [erdröhnte] unter den Hufen wilder Pferde oder wilder Büffel, heute ist eine deutsche Kolonie dort voll glücklicher und hoffnungsreicher Deutschen. Von je her haben die Klöster in der Kultur und Wissenschaft Großes geleistet, auch wir, die wir in Marienfeld sind, haben unsere neue Heimath [Heimat] dem Segen Gottes bei unserm Unternehmen und dessen schöne Erfolge einem Kloster (den Karmelitern) zu verdanken. Schon das Emporblühen der Stadt ist ein klarer Beweis, daß[ss] die Farmer hier Sachen ziehen, denn wo die Farmer verhungern, wie unser Jos. Mihlenbauer sagt, da kann keine Stadt stehen, da sie ja grade von den Farmern hauptsächlich lebt.&#13;
Ueber [Über] das Wachsthum [Wachstum] habe ich bereits weiter oben gesprochen, und will jetzt noch des Bodens und der wirklich bestehenden Uebelstände hier in Marienfeld gedenken!&#13;
[Schluß[ss] folgt.]&#13;
&#13;
 &#13;
&#13;
Da schreien die prohiblikanischen Organe immer über Schandthaten [Schandtaten] im Süden, nun aber höre man, was durch die Bevölkerung von Upton, Iowa, vorige Woche verübt wurde, und was der in Burlington, Ia. erscheinenden „Hawk Eye“ von dort mitgetheilt [mitgeteilt] wird:&#13;
„Zu Upton, indem an Missouri grenzenden County Van Buren, hielt ein Deutscher seit längerer Zeit einen Saloon. Im Angesichte des 4ten Juli, mit seinem Prohibitionsgesetze, erachtete er es indeß[ss] für rathsamer [ratsamer] nach dem missourischen Upton in Scotland County überzusiedeln. Hier errichtete er eine neue Wirthschaft [Wirtschaft] und versicherte Jeden [jedem], der es hören wollte, daß[ss] er nicht von der Stelle weichen, sondern von derselben aus auch seine alte Kunden bedienen werde. &#13;
Dies scheint die Prohibitionisten von Van Buren County wüthend [wütend] gemacht zu haben. Die rotteten sich zusammen, zogen in Begleitung zahlreicher Weiber über die Staatsgrenze und demolirten [demolierten] die ihnen verhaßte [verhasste] Wirthschaft [Wirtschaft]. Als die Utensilien herausgerissen waren und der Inhaber sich geflüchtet hatte, wurde das halbleere Gebäude angesteckt.“&#13;
Das ist ja recht schön! Muss da nicht jeder Bürger von Iowa erröthen [erröten] ob solcher Schandthat [Schandtat]? Aber nein, die Prohibitionisten haben längst alle Scham verloren! Wir sollte doch denken, daß[ss] jeder Wirth [Wirt] das Recht hat seinen Saluhn [Saloon] offen zu halten. Muß[ss] übrigens eine nette Gegend sein, das Van Buren County. Man kann übrigens sehen wie die Prohibitionisten es machen, wo immer sie die Mehrheit haben. Ferner ersieht man daraus, daß[ss] sie eine Horde Barbaren sind gleich den mordbrennerischen Apachen, Indianern, Avaren, auf Zivilisation also gar keinen Anspruch machen können.&#13;
&#13;
&#13;
Die republikanischen Zeitungen zeigen, wenn von Whiskey die Rede ist, immer auf die demokratische Partei, und stellen sie als die Whiskey Partei hin. Sonderbar! Die Statistischen Berichte weisen nach, daß[ss] gerade in den strammsten republikanischen Staaten der meiste Whisky „gesoffen“ wird.&#13;
&#13;
&#13;
&#13;
Vice-Gouverneur Manning wird im 9. congressionellen Distrikt von Iowa als Candidat [Kandidat] für das National-Abgeordnetenhaus vorgeschlagen. Weßhalb [Weshalb] ist er denn nicht im 11. Distrikt geblieben? Oder war ihm etwa ein wenig bange geworden vor Carroll Co. u. seinem (Maning’s) „Record“? In Carroll Co. wo er ja seit Jahren wohnte und allgemein bekannt ist, kann er nicht einmal das Votum seiner eigenen Partei auf sich vereinigen.&#13;
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              <text>Correspondence.&#13;
[Continued]&#13;
&#13;
Before I go into more detail, I want to make a short comment for Jos. Mihlenbauer, which is to show how well one is informed here. Even though there is nothing about this in his reports, it is from him. He claims that there was an excursion here recently, but they left totally demoralized. That is not true. The people came, looked and went to Midland, 20 miles from here where just one single section house is standing. There, a city is to be founded. ‘You pay $350 for lots there. The people were poor, but not so discouraged – or all fools. Well, how is that, Jos. M.? I am curious about your answer. Marienfeld’s future is rock-solid. The city is growing consistently and a building site costs $50 already. The city would be considerably larger, but only German Catholics can live there. People, who came with the before mentioned excursion, offered P. Prior $500 for a single building site, but he did not. We do not want any strangers here, the colony is united, and each one helps the other und this harmonious bond would be disrupted if people of another faith were to live here. Marienfeld already has a pharmacy, a post office, a telegraph, a clothes, a shoe, a hardware and a grocery store, a saloon and a restaurant are under construction and other shops will soon follow. In a short time, a steam grinding mill will be constructed. The church and the school are too small already and are being rebuilt. The latter is to be directed by nuns. In the fall, Marienfeld will probably become county seat, a seminary for priests will be opened and a hospital for lung diseases will be opened as well by a doctor from the east. Everything will come true before this winter. The city makes a pleasant impression with its nice ‚houses‘. All streets are already laid out and fill up quite quickly with inhabitants. Two years ago when the earth where Marienfeld is standing now was still drumming with the hoofs of wild horses or wild buffaloes; a German colony is there today, full of happy and hopeful Germans. For a long time, monasteries have accomplished great things in culture and science, and we as well who live in Marienfeld owe our new home and God’s blessing for our enterprise and its successes to a monastery (the Carmelites). The flourishing of the town is a clear proof that the farmers grow things here, for where the farmers are starving, as our Jos. Mihlenbauer pretends, there can be no city because it lives mainly from the farmers living. &#13;
I have already spoken about the development before, and now I want to commemorate the soil and the really existing problems here in Marienfeld. &#13;
[Conclusion will follow.]&#13;
&#13;
&#13;
The prohiblican organs are always screaming about crimes in the south, but now you hear what the community members of Upton, Iowa did last week and what the “Hawk Eye”, appearing in Burlington, Ia., is reporting:&#13;
‘In Upton, which is adjoining to the county Van Buren in Missouri, a German had been running a saloon for a long time. In view of July 4th, with its Prohibition Act, he thought it advisable to move to Upton in Scotland County, Missouri. He built a new saloon and promised everyone who wanted to hear it that he would not surrender and would serve his old customers from his new saloon. This seemed to make the prohibitionists of Van Buren County angry. They gathered together, accompanied by many hags they moved across the state border and demolished the hated saloon. As soon as all implements had been torn out and the owner had escaped, the half-empty building was set on fire.’&#13;
That is very nice! Must not every citizen of Iowa blush because of a crime like this? Hell no, every prohibitionists have long since lost their sense of shame. We should remind ourselves that every landlord has the right to keep his saloon open. It must be a nice area, this Van Buren County. You can see the way the prohibitionists are doing it, wherever they have the majority. Furthermore, you can see that they are a horde of barbarians like the murderous Apaches, Indians and Avars; so they cannot make any claim to civilization. &#13;
&#13;
The Republican newspapers always point to the Democratic Party whenever whiskey is the topic and set it up as the whiskey party. Strange! Statistical reports show that especially in the Republican states most whiskey is being consumed. &#13;
Governor Manning is suggested as a candidate for the national House of Representatives in the 9th Congressional District of Iowa. Why did he not stay in the 11th district? Or was he a bit afraid of Carroll Co. and its (Manning’s) “Record”?. In Carroll Co., where he has been living for years and is well known, he cannot even collate the votes of his own party.&#13;
&#13;
[no translation of final paragraph of the original]&#13;
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              <text>&lt;div style="text-align:center;"&gt;&lt;strong&gt;Ein Aufruf für Männer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
Die Frauen von Iowa, welche gegen das Frauenstimmrecht sind, kämpfen für die große Majorität ihres Geschlechtes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wollen nicht, daß die Männer von Iowa ihnen das Stimmrecht aufzwingen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wollen nicht den Zank, die Bitterkeit, und die Notarität, welche unzertrennlich sind von einem politischen Kampfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben Vertrauen zu der Loyalität von ihren Männern, Vätern und Söhnen, und sie leiden nicht unter deren Herrschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines der größten Frauenrechte ist frei zu sein von den Regierungssorgen und dem Hader der Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben jetzt das Recht. Warum soll es von ihnen weggenommen werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwingt ihnen nicht etwas auf, von welchem nicht Gutes kommen kann; aber von welchem viel Uebels kommen mag, nicht nur für die Frauen selber, sondern für den Staat und alle die in demselben wohnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragt nicht, daß die Frauen die Sphäre verlassen sollen für die sie von der Natur bestimmt sind – eine Spähre die vom Mann nicht gefüllt werden kann – um im Bereich der Männer zu treten, ein Bereich für welchen sie physisch nicht geschaffen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwingt nicht die Mutter, Frau, Schwester und Tochter in die Politik. Zwingt nicht die Männerschaften auf Frauenschultern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Männer von Iowa, wir appelliren an Euch die Frauen von Iowa in dieser Krisis nicht zu verlassen, daß Ihr zu den Stimmhaften am 5 Juni geht und „Nein“ stimmt in der Frauenstimmrechtfrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frauen die kein Stimmrecht fordern.</text>
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              <text>&lt;div style="text-align:center;"&gt;&lt;strong&gt;An Appeal to Men&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;The women of Iowa who are against women’s suffrage are fighting for the majority of their gender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;They do not want the men of Iowa to force suffrage upon them.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;They do not want the strife, bitterness, and notoriety that are inseparable from political battles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;They have trust in the loyalty of their husbands, fathers and sons, and they do not suffer under their reign.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;One of the biggest women’s rights is to be free from the worries and quarrels of politics.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Currently, they have that right. Why should it be taken from them?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not force something upon them from which no good can come. Indeed, much bad can come from it, not only for women, but also for the state and all who live in it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not ask that women should leave the sphere which nature determines for them – a sphere that cannot be filled by men – to step into the realm of men, a realm which is physically not made for them.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not force the mother, wife, sister and daughter into politics. Do not force them to shoulder the burdens of men. Men of Iowa, we appeal to you, do not leave the women of Iowa alone in this crisis. Join other eligible voters on June 5th and cast a “No” vote for women's suffrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Women Who Do Not Want Suffrage</text>
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                <text>&lt;a href="https://www.lib.uiowa.edu/iwa/suffrage/"&gt;Women's Suffrage in Iowa: A Digital Collection&lt;/a&gt;, Iowa Women's Archive, University of Iowa</text>
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              <text>Warum wir das Frauenstimmrecht bekämpfen.&#13;
&#13;
Bis der Beweis erbracht wird, daß die Männer des Staates nicht im Stande sind die Regierungs-Angelegenheiten selber zu regeln, oder bis erwiesen ist, daß durch das Zuthun der Frauen die politischen Zustände sich bedeutend verbessern lassen, sollte man der Frau das Stimmrecht verweigern und sie nicht dazu zwingen:&#13;
1.	Eine Kopfsteuer zu zahlen gleichviel ob sie sich als Wählerin bethätigt oder nicht.&#13;
2.	Sie nicht zwingend die Verpflichtung zu übernehmen als Geschworene, Constable&#13;
u.s.w. zu dienen.&#13;
3.	Sie nicht zwingen sich den Widerwärtigkeiten politischen Haders und bitterer Wahlkämpfe auszusetzen.&#13;
4.	Sie nicht zwingen zur Gefahr beizutragen, daß sich Irrsinnsfälle in ihren Reihen um 25 Prozent vermehren, was nach Ansicht des berühmten Nerven-Spezialisten Dr. Chas. Dana, aus New York, zu erwarten steht.&#13;
5.	Sie nicht zwingen sich dem Studium der politischen Tagesfragen und Verhältnisse sowie der Prüfung der Befähigung der Kandidaten für öffentliche Aemter eingehend zu befassen, um intelligent stimmen zu können; um sich die dazu nöthige Information zu verschaffen, muß die Frau ihre tägliche Arbeit beiseite legen oder gar oft geradezu vernachlässigen, während der Mann dieselbe bei der täglichen Ausübung seines Berufes und im Umgang mit seinen Mitbürgern gewöhnlich ohne besondere Mühe nebenher erlangt.&#13;
6.	Sie nicht zwingen ihre gegenwärtige mächtige Stellung als Unparteiische zur Erlangung von Reformen einzubüßen. Sie ist jetzt in der Lage Männer aller Parteien zu beeinflussen, als Stimmgeberin hingegen würde sie der demokratischen, republikanischen, progressiven, sozialistischen oder Prohibitionspartei angehören und ihr Einfluß sich fast ganz und gar auf ihre eigenen Parteigenossen beschränken&#13;
7.	Sie nicht zwingen Vorrechte und Ausnahme-Privilegien aufzugeben die ihr heute nach Gesetz zustehen. In Staaten wo nur Männer stimmberechtigt sind, ist die Frau zu einem Drittel des Nachlasses ihres Gatten berechtigt und nicht für den Unterhalt der Familie verantwortlich; ferner ist sie gesetzlich nicht für die Schulden ihres Mannes haftbar, kann nicht für Verlassen gerichtlich zur Rückkehr gezwungen und nicht auf Zahlung von Alimenten verklagt werden. In Californien z.B., wo Frauen das Stimmrecht besitzen, ist das Gegentheil der Fall, - gewiß ein hoher Preis, den dortige Frauen für das Privileg des Wählens zu entrichten haben.&#13;
8.	Sie nicht zwingen, neben der eigenen besonderen Pflichten im Heim sowie der Familie, Kirche und der Wohlthätigkeitspflege gegenüber noch die der Sorge um die Regierung zu übernehmen, welche der Mann besser für sie erfüllt als dies erwiesenermaßen in Frauenstimmrechts-Staaten mit ihrer Beihilfe geschieht.&#13;
9.	Sie nicht zwingen entweder mit den Männern ihrer Familie zu stimmen und auf diese Weise lediglich das Resultat an Stimmenzahl zu verdoppeln, oder ihre Stimme gegen dieselben abzugeben auf die Gefahr hin Unfrieden im eigenen Heim zu stiften.&#13;
10.	Sie nicht in die Lage versetzen wider Willen unnöthige Erhöhung der Wahl-Unkosten herbeizuführen die gleichbedeutend ist mit erhöhter Steuerlast.&#13;
 &#13;
11.	Sie nicht zwingend in das gesellschaftliche Leben die Zwistigkeiten und gehässigen Auseinandersetzungen der Partei-Politik hineinzuzerren.&#13;
12.	Sie nicht zwingen für das christliche Ideal der zarten Weiblichkeit, welche ihre höchste und heiligste Aufgabe in der Sorge um das traute Heim und das Familienglück erblickt, die bewegte doch oft traurige Existenz der politischen Streberin einzutauschen.&#13;
13.	Und endlich sollte man den Frauen im Allgemeinen all diese Dinge nicht aufbürden wollen nur weil eine kleine Minderzahl derselben, die „unruhigen Geister“ unter ihnen, sich das Stimmrecht erwünscht und Lust verspürt sich in das vermeintlich anregende, - wohl stets aufregende aber auch oft Ekel erregende, - politische Getriebe der Jetzt-Zeit zu stürzen.&#13;
Wenn es unseren Müttern nicht gelungen ist ihre Söhne derart zu erziehen daß sie richtig zu stimmen verstehen, ist da wohl die Annahme eine berechtigte zu nennen, daß sie mit der Erziehung ihrer Töchter nach dieser Richtung bessere Resultate erzielten?&#13;
Keineswegs! Demnach: „Wenn“, wie sich da neulich eine mit Arbeiten überhäufte Hausfrau ausdrückte, „es da eine kleine Sache giebt, welche die Männer selber, also ganz ohne uns, erledigen können, um des Himmels willen laßt sie dies doch thun.“ Den Frauen Iowa’s das Stimmrecht aufzuhalsen, hieße für sie Zeitverschwendung, Schwächung ihrer Kräfte, ihres Einflusses, ihrer Stellung und Privilegien, während man doch ihrer selbst willen und im Interessen des Gemeinwohls Alles daransetzen sollte um ihnen den weitgehendsten Gebrauch ihrer gesegneten Naturgaben zu ermöglichen und ihnen ihre wertvollen Errungenschaften ungeschmälert zu erhalten. Aus diesem Grunde und weil wir wissen, daß in seinem Staate wo nebst Männern auch die Frauen das Stimmrecht genießen, eine Aenderung zum Besseren, weder im politischen noch im sozialen Leben, zu verzeichnen ist, und namentlich noch weil die Frauenstimmrechtlerinnen aus naheliegenden Gründen mit aller Macht sich dagegen sträuben, diese Stimmrechtsfrage den Frauen selber zu Entscheidung durch Stimmzettel vorzulegen, halten wir es für eine patriotische Pflicht mit allen uns zu Gebote stehenden Kräften der Annahme des vorgeschlagenen Grundgesetzes zu opponieren.&#13;
Männer von Iowa! Ihr habt die Entscheidung zu fällen! Thut Eure Pflicht bei der kommenden Primärwahl, am 5. Juni.&#13;
Stimmt gegen das Frauenstimmrecht.&#13;
&#13;
[transcribed by Cassandra Bertolini]&#13;
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              <text>Why We Are Opposed to Woman Suffrage.&#13;
&#13;
Until it is proven that the men of our state are not able to handle government affairs on their own, or that with the help of women the political conditions can be significantly improved, one should deny women the right to vote and not allow them to do the following:&#13;
&#13;
1.	To pay a poll tax, whether they vote or not.&#13;
2.	Not allow them to assume the obligation to serve as jurors, constables, etc.&#13;
3.	Not allow them to expose themselves to the unpleasantness of political strife and bitter election campaigns.&#13;
4.	Not allow them to contribute to the danger of an increased insanity rate. According to Dr. Chas. Dana, a famous neuro-specialist from New York, female cases of insanity are expected to go up by 25 percent.&#13;
5.	Not allow them to devote themselves to the study of political issues and the daily news and to check whether the candidates applying for public office are suitable, in order to vote intelligently; To obtain the necessary information, women must put their daily work aside or often even neglect it, whereas men usually do so without having to make an additional effort, while exerting their daily work and interacting with fellow citizens.&#13;
6.	Not allow them to lose their current powerful position as impartial persons to push forward reforms. They are now in a position to influence men of all parties, as voters, however, they would belong to the Democratic, Republican, Progressive, Socialist or the Prohibition Party and their influence would be confined almost completely to their own party members.&#13;
7.	Not allow them to forgo prerogatives and exceptional privileges which they are now entitled to by law. In states where only men are allowed to vote, women are eligible to a third of their husbands’ estates and are not responsible for earning the financial means of the family; furthermore they cannot be held liable for their husbands’ debts, cannot be allowed by law to return after leaving their husbands and cannot be sued for paying alimony. In California, for example, where women can vote, the opposite is the case, - indeed a high price to pay by women for the privilege to vote.&#13;
8.	Not allow them to assume, on top of their duties in the household, the family, church and their charity work, care for the government, which men evidently can fulfil better than is the case with the support of women in stets with women’s suffrage.&#13;
9.	Not allow them either to vote along with the men of their families, thus just duplicating the number of votes, or to vote against them and risk causing conflicts in their own homes.&#13;
10.	Not put them in a position to cause an unnecessary increase of election costs which equals a higher tax load.&#13;
11.	Not allow them to disrupt their social life with the discords and unpleasant conflicts of party politics.&#13;
12.	Not allow them to exchange the Christian ideal of gentle femininity, whose greatest and holiest duty is to take care of the home and domestic happiness, for the turbulent and often sad existence of a politically active person.&#13;
13.	And finally, one should not want to burden women with all these things in general, only because a minority of them, the “restless spirits” among them, wish to gain suffrage and feel the urge to throw themselves into today’s political life - allegedly exhilarating, - probably always exciting, but also often disgusting.&#13;
 &#13;
If our mothers were not able to educate their sons in a way, enables them to vote right, can the assumption be justified that hey achieved better results when educating their daughters to this end?&#13;
&#13;
By no means! Therefore: “If”, like a housewife drowning in work recently said, “there is one little thing that men can do by themselves, completely without our help, for God’s sake let them do it.”&#13;
&#13;
To lumber the women of Iowa with suffrage means a waste of time for them, a weakening of their strength, of their influence, of their position and their privileges, whereas one should do everything to enable them, for their own sake and in the interest of public welfare, to make use of their blessed natural gifts and fully preserve their precious achievements. Because of that and because we know that in states where besides men women also enjoy suffrage, there is no change for the better neither in political nor in social life and because namely the suffragettes for obvious reasons refuse with all their power to let the women decide on the question of suffrage, we think it is a patriotic duty to oppose the acceptance of the suggested amendment to the constitution with all our strength.&#13;
&#13;
Men of Iowa! You have to decide! Do your duty at the next primary election, on June 5th.&#13;
&#13;
Vote against women's suffrage.&#13;
&#13;
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              <text>Der republikanische Präsidentschafts-Candidat [Präsidentschaftskandidat] James Gillespie Blaine wurde am 31. Januar 1830 in Washington County, Pennsylvanien geboren; er erhielt seine Ausbildung in einemdortigen [einem dortigen] „College“, wurde dann Lehrer für’s Rechnen in Kentucky, wo er eine junge Dame aus Maine kennenlernte, die er heirathete [heiratete] und die ihn überredete nach Maine überzusiedeln, wo er bald darauf Zeitungsredacteur [Zeitungsredakteur] wurde. Er befürwortete im Kennebec Journal und Portland Daily Advertiser entschieden die PROHIBITION und als er später ins Abgeordnetenhaus seines Staates gewählt wurde, war er einer der thätigsten [tätigsten] Temperenz- und Prohibitions-Befürworter. 1862 wurde er ins National-Abgeordnetenhaus gewählt, in dem er drei aufeinanderfolgende Termine [Legislaturperioden] Sprecher war, welche Stellung er benutzte, um sich zu bereichern auf Kosten des Volkes. 1876 wurde er zum Senator ernannt durch den Gouverneur des Staates Maine. Als Garfield Präsident wurde, gab er seine Stellung als Senator auf, um als Staatsminister in das Cabinet [Kabinett] Garfield’s zu treten, aus welcher Stellung er jedoch durch Präsidenten [Präsident] Arthur entlassen wurde. Um die Präsidentschafts-Candidatur [Kandidatur] bewarb sich Blaine dreimal. Zum ersten Male in 1876, dann in 1880 und dieses Jahr. Candidat [Kandidat] für die Präsidentschaft ist er nun wohl, aber Präsident der Ver. Staaten wird er nicht, da seine Verbindungen mit allen Monopolen eine zu bekannte ist. Außerdem hat er sich durch seine corrupten [korrupten] Handlungen im National-Abgeordneten Hause wie im Ver. Staaten Senat berüchtigt gemacht.&#13;
&#13;
[...]&#13;
&#13;
Blaine nannte in einer seiner Reden die deutschen „Hessians“, was nach amerikanischer Auslegung so viel bedeutet als: Miethling [Mietling], oder für Geld feil sein. Es wird das Wort „Hessian“ vom Amerikaner als Schimpfwort gegen die Deutschen gebraucht, und wenn er einen käuflichen und bestechlichen Menschen bezeichnen will. Daß [Dass] der Amerikaner das Wort „Hessian“ in diesem Sinne gebraucht, stammt aus dem amerikanischen Freiheitskriege. Die Geschichte ist folgende. Der damalige Landgraf von Hessen, ein geiziges und geldgieriges Subjekt, schloß [schloss] mit der britischen Regierung einen Vertrag ab, vermöge dessen er genannter Regierung Hülfstruppen [Hilfstruppen] lieferte zur Bekämpfung der Amerikaner, und erhielt er für jeden gelieferten Mann die Summe von $20. Nun preßte [presste] er in seinem Lande soviel Männer, als er nur konnte, welche nach England, und von dort nach Amerika gesandt wurden, wo man sie zwang gegen die junge Republik zu kämpfen. Die Amerikaner haßten [hassten] diese hessischen Hülfstruppen [Hilfstruppen], weil sie dieselben fürchteten, denn die Hessen waren tapfere Soldaten. Man verläumdete [verleumdete] sie, indem man ihnen nachsagte, sie hätten die Amerikaner gebrandschatzt, sowie sie im Marodiren [marodieren] Meister gewesen. Dies ist, wie gesagt, eine Verläumdung [Verleumdung]. Viele Hessen gingen zu den Amerikanern über und kämpften in deren Reihen, zur Erringung deren Freiheit. Nur niedrig denkende und handelnde Menschen wie Blaine, können es den armen Hessen übel nehmen, daß [dass] sie gegen die Amerikaner fochten, denn sie waren gezwungen, und noch abscheulicher ist es, wenn das Wort in genanntem Sinne auf ein ganzes Volk angewandt wird. Deutsche, seid ihr Miethlinge [Mietlinge]? Seid ihr für Geld feil? &#13;
__________________&#13;
&#13;
Zum demokratischen National-Convent [Konvent] sendet der Staat New York eine solide Cleveland Delegation. Die drei demokratischen Parteigruppen, nämlich Tammany Hall, County Demokratie u. Irving Hall vereinigten sich auf diesen ausgezeichneten Mann und wird mithin auch wahrscheinlich demokratischer Präsidentschafts Candidat [Kandidat] werden.&#13;
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              <text>The Republican presidential candidate James Gillespie Blaine was born on January 31, 1830, in Washington County, Pennsylvania. He received his education in a college there and became a teacher for mathematics in Kentucky, where he met a young woman from Maine, whom he married and who persuaded him to move to Maine, where he soon became a newspaper editor. In the Kennebec Journal and the Portland Daily Adviser he supported PROHIBITION and when he got elected into the House of Representatives of his state, he was one of the most active supporters for the temperance and prohibition movements. He got elected into the national House of Representatives in 1862 where he was Speaker for three consecutive terms and used this position to enrich himself at the expense of the people. He was nominated senator by the governor of the state of Maine. When Garfield became president, he quit his position as senator to serve as minister of state in Garfield’s cabinet, but he was fired under President Arthur. Blaine applied for the position of presidential candidate three times. For the first time in 1876, then in 1880 and this year. Now he is a candidate for the presidency but he will not be president of the United States because his connections to all monopolies are too obvious. In addition, he became notorious because of his corrupt actions in the national House of Representatives. &#13;
Short News &#13;
The accounting agent Isaak A. Stanley of the National Bank of Commerce was arrested in Cleveland, Ohio for the embezzlement of $100,000. – The Cumberland Valley in Pennsylvania was afflicted by torrential rain. Several trains nearly crashed. Huge damage was inflicted to crops, houses, fences etc. – Near Madrid, Spain, a railway tunnel under construction collapsed and killed 12 workers. – The morganatic marriage of the Grand Duke of Hesse-Darmstadt with Miss von Kolemin was invalidated. Miss von Kolemin gets 25,000£ as compensation and 1,000£ per annum. – The Egyptian soldiers are so cowardly that the English sergeants who serve in the Egyptian army resigned their positions. – There might be a violation of the peace between France and England because of Egypt. – In Monaco, the notorious bathing place, where every year millions of dollars are lost and won at gambling, already 32 people committed suicide because they lost their whole fortunes. – At Lynchburg, VA, a black boy shot another boy. The citizens took the shooter [Schießbold?] out of prison and hung him. – The weatherman Venner died last week at the age of 44. Whoever believes that we are without any weather now is wrong because the weatherman Wiggins now has the monopoly to make the weather. – Logan visited his comrade Blaine in Augusta.&#13;
______________&#13;
Blaine called the Germans in one of his speeches “Hessians”, which in the American interpretation means something like “hireling” or to be buyable with money. The word “Hessians” is used as a swearword by Americans against the Germans and when they want to designate a venal or corrupt person. That the American uses the word “Hessian” in this way dates back to the Revolutionary War. The story is the following. The former landgrave of Hesse, a stingy and mercenary character, made a contract with the British government stipulating that he would deliver auxiliaries to fight the Americans and that he would get $20 for every delivered man. He pressed as many men as he could, sent them to England and from there to America, where they were forced to fight against the young republic. Americans hated those Hessian auxiliaries because they were afraid of them as the Hessians were brave soldiers. They were slandered by saying that they pillaged the Americans and that they had been masters at marauding. This is, as said before, a slander. Many Hessians went over to the Americans and fought in their ranks to achieve their freedom for them. Only low-minded and low-acting people like Blaine would blame the poor Hessians for fighting against the Americans because they were forced to do so, and it is even more horrible when the word is used in this sense against a whole nation. Germans, are you hirelings? Are you to be had for money? &#13;
_____________&#13;
The state New York is sending a solid Cleveland delegation to the democratic national convention. The three party groups, namely Tammann Hall, County Democracy, and Irving Hall blend into this excellent man and will most likely be the democratic presidential candidate. </text>
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                <text>&lt;em&gt;Muscatine Herold&lt;/em&gt;: 1918 Sample Election Ballot</text>
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                <text>Sample election ballot for the Muscatine city elections of March 4, 1918, published by the &lt;em&gt;Muscatine Herold&lt;/em&gt;. By publishing the ballot with an affidavit in German from the City Recorder, the &lt;em&gt;Herold&lt;/em&gt; allowed its readers to familiarize themselves in advance with candidates as well as with the English text that they would have to navigate at the ballot box. There was strong local support for the Socialist Party among workers in the city's pearl button industry and other factories.</text>
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                <text>Muscatine History and Industry Center, 1911 strike: &lt;a href="http://www.muscatinehistory.org/1911-strike#sthash.wUd91UP8.dpbs" target="_blank" rel="noreferrer"&gt;http://www.muscatinehistory.org/1911-strike#sthash.wUd91UP8.dpbs&lt;/a&gt;</text>
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              <text>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frances Murphy spricht zu den Saloonwirthen (Saloonwirten)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Bekanntlich agitirt [agitiert] seit mehreren Wochen der bekannte Temperenz-Prediger Frances Murphy hier, um die Menschheit vom Trinken zur gänzlichen Enthaltsamkeit von berauschenden Getränken zu bekehren. Er sucht nicht durch Zwangsgesetze besser zu machen, sondern durch Ueberzeugung und beredte Worte und Herr Murphy ist der größte Temperenzredner in Amerika. Er geht überall hin, in alle Schichten der Gesellschaft, unter die Armen und Verkommenen, wie unter die Reichen und Pharisäer und hat auf diese Weise sicherlich viel Gutes gestiftet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Mittwoch verflossener Woche hatte der Staatsverein der Saloonwirthe [Saloonwirte] und Liquörhändler seine Zusammenkunft hier und Murphy hörte davon. Straks richtete er ein Gesuch an den Verein, um die Erlaubnis, eine Rede vor ihnen zu halten, und nahmen die Herren Wirthe dieselbe sogleich einstimmig an. Am Nachmittag der Versammlung erschien der Temperenz-Reformator auch in der von einer stattlichen Anzahl der Händler in geistlichen Flüssigkeiten anwesenden Versammlung und wurde der Redner achtungsvoll empfangen und seinen Worten die vollste Aufmerksamkeit geschenkt. Herr Murphy sagte ins Deutsche überse[tzt] Folgendes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Meine Herren! Ich erachte es als eine große Ehre, daß sie mir erlaubten, vor dieser Convention zu sprechen. Ich glaubte, daß bisher ein großes Mißverständnis zwischen den Liquörleuten und den Temperenz-Leuten geherrscht hat. Das war ein großer Irrthum [Irrtum] und lag dieser auf Seiten der Temperenz-Partei. Sie hat unartigen Schimpf auf die Saloonwirthe geworfen und dadurch einen großen Golf zwischen derselben und den Wirthen geschaffen, den keiner von den beiden Theilen [Teilen] zu überschreiten vermochte. Der Liquörhändler war nicht geneigt dazu und der Temperenz-Mann wollte nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Das Verkaufen von Liquören hat von jeher bestanden und wird, wie ich glaube, noch lange Zeit fortgeführt werden. Es war von jeher ein Verlangen nach Liquören in allen Schichten der Bevölkerung von der Zeit an, seit Noah sich ein Räuschchen antrank und so wird es wohl auch immer bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Dennoch hat dasselbe viel Leiden verursacht, nicht der Genuß, sondern der unmäßige Genuß des berauschenden Getränkes; es war aber nicht Eure Schuld. Sie als Liquörhändler können sehr viel thun [tun], diesen Uebelstand zu beseitigen, und ich glaube, daß Sie bereit und willens sind das zu thun [tun]. Es nimmt einen starken Willen “Nein” zu sagen, wenn Sie aber einen Mann sehen, der vollauf bis zum Hals geladen ist, sagen Sie “Nein” zu ihm; sagt ihm, er habe genug und schickt ihn nach Hause, wenn Ihr auch einen Polizisten rufen müsset, um ihn nach Hause zu bringen. Steht bei Euren Richtern und befolgt die Gesetze, ungeachtet wie unterdrückend dieselben sein mögen. Wenn ihr eine Apotheke oder ein “Blindes Schwein” findet, in welchen Liquör verkauft wird, seht dazu, daß die Beamten dieselben zum Aufhören zwingen. Ihr könnet durch Eure Organisation Euer Geschäft sowohl wie Eure Stellung in der Gemeinschaft erhöhen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Die Temperenzleute haben viele harte Worte über Liquörleute gesagt, einfach deswegen, weil dieselben Euch nicht kennen; dieselben haben nie in ihrem Leben Liquör gekostet und sprechen von Sachen, von denen sie nichts wissen. Wenn ich etwas bin, werdet ihr mich als Euren Freund erkennen, wenn ihr in Verlegenheit seid. Ich kenne Euren Kummer und Eure Sorgen und ich habe oft meinen klerikalen Freunden gesagt, daß wenn Sie so viel Geduld hätten, wie die Saloonwirthe [Saloonwirte], dann könnten sie die Welt bekehren. Ich habe gute Leute im Liquörgeschäft gefunden, ich würde aber Euch Allen rathen [raten], [das] Gelübde (ein Pledge nichts mehr zu trinken und nichts mehr zu verkaufen) zu unterschreiben. Ich meine, daß kein Saloonwirth hinter dem Schanktisch trinken sollte, da er stets aufzupassen hat, daß Alles richtig vorgeht und ihm keine Belästigung oder Geldverlust verursacht wird. Und dann habt Ihr Frauen und Kinder, die Euch tief am Herzen liegen und denen Ihr keinen Gram oder die Thräne des Kummers in die Augen bringen wollt. Ich danke Euch herzlich und wünsche Euch den Segen Gottes.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Dankbeschluß wurde Herrn Murphy nach Beendigung seiner Rede gefaßt, worauf der Herr die Convention verließ. Daß seine Rede unter den extremen Temperenzlern Anstoß erregte, war zu erwarten. Gleich den nächsten Tag kam der Erz-Temperenzler Thomas G. Orwig in einem Eingesandt im “State Register” heraus und griff Hrn. Murphy heftig an und frug ihn, ob er wirklich das gesagt habe, was in der obigen Rede enthalten ist. Herr Murphy erwiderte darauf, daß es wahr sei und er kein Wort davon zurückzunehmen habe. Daß seine Wirksamkeit hier aber dadurch gestört wurde, zeigt die Thatsache [Tatsache], daß er schon letzten Sonntag seine agitatorischen Reden hier einstellte und Des Moines verließ. Vernünftige Agitation gegen den Genuß von Spirituosen und speziell gegen den Saloon ist unseren Fanatikern ein Greuel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[transcribed by Noah Hochstetler]&lt;/p&gt;</text>
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